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Falun Dafa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch: “Wertvolle Fa-Grundsätze verstehen”

Ich möchte über einige Kultivierungserfahrungen erzählen, in denen ich wertvolle Fa-Grundsätze verstehen konnte. Diese Möglichkeit zu haben ist mir eine große Ehre und ein Zeichen der unbeschreiblichen Barmherzigkeit unseres Meisters.

Zuerst würde ich gerne erzählen, wie mir eine immer wiederkehrende Situation half, mich schrittweise zu erhöhen, bis schließlich ein Durchbruch gelang:

Als ich meine Arbeit nach dem Studienabschluss begann, war diese auf vier Jahre vereinbart. Es ist in meinem Arbeitsbereich üblich, dass man zeitlich begrenzte Verträge bekommt, solange eben Projekte andauern. Dies ist vor allem so bis zum Doktorrat und auch oft noch danach so. Es war aber ansonsten eine gute Arbeitsstelle und ich dachte mir, vier Jahre sind eine lange Zeit.

Doch schon nach kurzer Zeit, sprang ein großer Projektpartner ab und es fehlte plötzlich Geld für das Personal. Manche wurden sofort gekündigt und auch mir sagte man, dass ich nur noch wenige Monate bleiben konnte. Ich hatte die Stelle kurz nach meinem Studienabschluss bekommen und deshalb keine anderen Bewerbungen verschickt oder andere Optionen parat. Die Aussicht die Arbeitsstelle so schnell zu verlieren kam überraschend, aber, wie wir als Kultivierende wissen, nicht zufällig. 

Ich schaute nach Innen und überlegte mir, warum das passiert war. Obwohl mir Ruhm und Reichtum nicht so wichtig waren, erkannte ich, dass ich Dinge gerne plane und dadurch eigentlich berechnend war. Nun war ich jedoch durch meine zuvor versteckte Anhaftung verunsichert, weil ich keinen „schlauen Plan“ parat hatte. Als ich dies erkannte, war mir klar, dass sich dahinter ein grundlegend falsches Verständnis verbarg.

Zum einen sagt der Meister uns deutlich: „Von unserem Kosmos aus betrachtet, ist „schlau sein“ an sich schon falsch, weil wir Wert darauflegen, den Dingen ihren Lauf zu lassen und die persönlichen Interessen leichtzunehmen. Ein Mensch verhält sich nur deswegen so schlau, weil er persönliche Vorteile gewinnen will.“ (Li Hongzhi, Zuhan Falun, Lektion 2)

Meine erworbene Anhaftung glaubt, dass man Dinge kontrollieren kann und dass Dinge funktionieren, wenn sie gut geplant sind. Ich erkannte, dass dies ein großes Hindernis dafür war „bedingungslos“ zu glauben. Der Meister sagt: „Außer dem angeborenen reinen und wahren Selbst sind im Grunde genommen alle Anschauungen nicht du selbst, sondern sie sind durch Erwerbung gebildet.“ (Li Hongzhi, Für wen existieren, 11.07.1998, Essentielles für weitere Fortschritte I)

Als ich diese Anhaftung gefunden hatte, beseitigte ich sie. Kurz darauf wurde ich einem anderen Projekt zugeteilt und der Vertrag verlängert.

Jedoch ungefähr ein Jahr später kam es wieder zur gleichen Situation. Diesmal kannte ich die Prüfung schon und sagte mir, dass ich mein Herz gar nicht bewegen lassen darf. Ich dachte, möglicherweise ist meine Aufgabe an dieser Arbeitsstelle auch einfach beendet, da meine Kollegen die wahren Umstände über die Verfolgung von Falun Gong alle schon kannten. In den nächsten Tagen suchte ich im Internet nach anderen Arbeitsmöglichkeiten. Im Vergleich zu den anderen Arbeitsmöglichkeiten, bemerkte ich, dass ich meinen derzeitigen Job lieber behalten hätte.  Dann kam mir jedoch der Abschnitt des Fa in den Sinn: „Wenn du etwas nicht loslassen kannst, ist das nicht etwa eine Anhaftung?“ (Li Hongzhi, Zuhan Falun, Lektion 2).

Ich verstehe es so, dass es für einen Kultivierenden kein Problem ist etwas unter den Menschen zu haben. Egal ob es Besitz ist, Familie und einen Ehepartner, eine gute Ausbildung oder einen guten Job. Man kann all dies haben und soll all diese Angelegenheiten auch gut machen, aber es wird ein Problem, sobald man es nicht loslassen kann. Auch schon zu denken „Ich hätte lieber den bisherigen Job behalten“ ist der Anfang davon, etwas nicht loslassen zu können. Als ich dies erkannte, sagte ich mir, dass ich mich eigentlich nur kultivieren will, sonst nichts. Solange ich hier in der menschlichen Gesellschaft bin, werde ich alle Aufgaben, die zu erledigen sind, gut erledigen, aber wenn der Zeitpunkt gekommen ist, sie loszulassen, will ich nicht eine Sekunde zögern sie loszulassen.

Der Meister erklärte uns: „Menschen halten einfach an solchen Dingen fest. Glaubst du, dass du so zur Ruhe kommen kannst? Andere sagen: „Ich komme in die Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen wie in ein Hotel, in dem ich mich nur ein paar Tage aufhalte. Dann gehe ich schnell wieder weg.“ Manche hängen jedoch einfach sehr an diesem Ort und haben ihr eigenes Zuhause vergessen.“ (Li Hongzhi, Zuhan Falun, Lektion 9)

Der Meister sagte uns auch: „Aber was in den Augen anderer sehr ernst und wichtig ist, ist in deinen Augen als Praktizierender sehr, sehr unwichtig und einfach zu unbedeutend. Denn du hast ein viel weiteres und großartigeres Ziel, du wirst so lange leben wie der Kosmos. Wenn du an jene Konflikte zurückdenkst, wirst du bemerken, dass sie dir ganz unwichtig sind.“ (Li Hongzhi, Falun Gong, Lektion 3)

Die Angelegenheit kam mir plötzlich wirklich gar nicht mehr wichtig vor und es war egal, wo ich arbeiten würde. Kurz darauf konnte die Anstellung wieder auf unvorhergesehene Weise verlängert werden. Die Situation hatte sich erneut gelöst – allerdings nicht vollständig.

Bei der dritten Wiederholung hatte ich jedoch das Gefühl auf meiner Ebene wirklich einen wichtigen dahinterstehenden Grundsatz verstanden zu haben:

Als ich eines Tages zur Arbeit kam waren meine Benutzerkonten und alle Zugriffe gesperrt. Die Personalabteilung sagte mir, aufgrund des Wechsels zwischen mehreren Projekten, war ich in einen Kettenvertrag geraten und durfte auf dieser Stelle gar nicht mehr arbeiten. Ich konnte also quasi mit sofortiger Wirkung nach Hause gehen.

Meine Chefin war sehr aufgebracht, weil ich gerade mitten in mehreren Projekten war, und sie schickte mich zu einer verantwortlichen Stelle, damit sie dies rückgängig machen sollten. Oberflächlich gesehen gehörte es zu den Aufgaben der Verantwortlichen, solche Kettenverträge zu vermeiden. Die Zuständige war jedoch ebenfalls aufgebracht und gab mir die Schuld. In dem Moment dachte ich an den Grundsatz den der Meister erklärt:„So sind die Menschen eben heutzutage; wenn etwas passiert, schieben sie zuerst die Verantwortung von sich. Egal ob es an ihnen liegt oder nicht, sie schieben die Verantwortung von sich.“ (Li Hongzhi, Zuhan Falun, Lektion 4).

In dem Moment als ich das dachte, erkannte ich plötzlich vieles. Ich sah die Situation und wie aufgeregt die Beteiligten um mich waren, allerdings hatte ich gar nicht das Gefühl Teil der Situation zu sein. Es war nicht so wie beim letzten Mal wo ich mir sagen musste, dass ich mein Herz unbewegt lassen sollte, sondern in dem Moment bemerkte ich, dass sich mein Herz gar nicht bewegt hatte. Je ruhiger ich schaute, desto klarer nahm ich die Situation wahr. Meine Chefin, die besorgt war, dass die Projekte nicht fertig würden und sie Verluste machen würde, die Verantwortliche, die besorgt war, die Schuld für den Fehler zu bekommen. In diesem Moment empfand ich es so, als ob ich kurz durch die Illusion sehen konnte, während sie für mich diese Trübsal spielen mussten. Wie in einem Theaterstück, aber sie wussten davon nichts und nahmen es sehr ernst. Plötzlich empfand ich so viel Mitgefühl und Dankbarkeit, so als ob jede meiner Körperzellen davon erfüllt wäre.

Ich sagte zu meiner Chefin, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, ich würde alle Projekte gut übergeben und nicht einfach nach Hause gehen, auch wenn ich nicht mehr dafür bezahlt werde. Der Verantwortlichen sagte ich, dass sie sich auch nicht Sorgen sollte, niemand wird ihr einen Vorwurf machen und dass ich selbst besser darauf hätte achten sollen.

Es fiel mir in dem Moment gar nicht schwer das zu sagen, ich fühlte mich ganz leicht und in ruhig, fast so als ob ich die fünfte Übung machen und nicht im Büro meine Kündigung besprechen würde. Es war nicht schwer die Situation loszulassen, sondern es war wie der Meister über Verlust und Gewinn sagt: „Was wir im Prozess des Verlierens wirklich verlieren, sind die schlechten Dinge.“ (Li Hongzhi, Zuhan Falun, Lektion 4).

Einige Tage später kam jedoch alles anders und ich bekam unerwartet eine unbefristete Stelle, was in meiner derzeitigen Position wirklich sehr unüblich ist und alle überraschte. Dabei verstand ich auf meiner Ebene einen weiteren Grundsatz noch tiefer als zuvor:

Ich bekam drei Mal diese Situation arrangiert. Die ersten beiden Male konnte ich Anhaftungen erkennen und sie loslassen. Meine Xinxing (geistige Natur) verbesserte sich ein bisschen und die Situation konnte ein bisschen verbessert werden. Aber nicht gelöst. Erst als ich der Situation nach meinem derzeitigen Verständnis vom Fa der hohen Ebenen her beurteilten konnte, wurde die Situation auf natürlichem Weg viel besser aufgelöst, als es zuerst überhaupt möglich erschien.

Der Meister erklärte es auch schon deutlich in diesem Beispiel, wie alles von den kosmischen Eigenschaften kontrolliert wird, aber ich hatte es zuvor immer nur den ersten Teil mit dem Karma verstanden:„Wenn ein Volk wirklich gutherzig ist, dann hat es sicherlich wenig Karma. Bei ihm wird es auch bestimmt keinen Krieg geben, weil es von den Prinzipien des Dafa nicht erlaubt ist. Die kosmischen Eigenschaften kontrollieren alles.“ (Li Hongzhi, Kurze Erklärung über „Shan“, 20.07.1996, in Essentielles für weitere Fortschritte I)

Als ich diesen Grundsatz tiefer verstanden hatte, ließen sich auch andere Konflikte oder Situationen, die ich in der Vergangenheit zwar verbessern aber nicht lösen konnte, gut auflösen. Nun ist mir klar, wenn etwas nicht gut oder nur mittelmäßig ist, egal ob etwas aus dem Alltag oder bei der Erklärung der wahren Umstände kommt, liegt es daran, dass ich es noch nicht von einer ausreichend hohen Ebene aus verstanden habe. Nachdem ich dies verstand, fiel es mir auch leichter Anhaftungen, die mich daran hindern wollen, etwas auf einer hohen Ebene zu verstehen, loszulassen.

In Essentielles für weitere Fortschritte I sagt der Meister: „Gebt Acht ich fordere euch nicht auf, dass ihr etwas künstlich macht, sondern nur, dass euch die Fa-Grundsätze klar werden. Diese Erkenntnisse sollen klar sein. In Wirklichkeit dient das Dafa nicht nur dazu, Menschen zu erlösen, sondern ist auch für alle Wesen in allen Weltkreisen erklärt worden. Die bewusste ursprüngliche Natur weiß von selbst, was zu tun ist. Eure menschliche Seite behutsam zu behandeln dient dazu, dass ihr euch im Fa über Erkennen erhöhen könnt.“ (Li Hongzhi, Fa erläutern, 05.07.1997, in Essentielles für weitere Fortschritte I).

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