Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Unerträgliche Qualen durch Foltermethoden im Gefängnis Jiangxi (Folter-Illustration)

Seit 21 Jahren hält die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an. Dieser Bericht befasst sich mit Foltermethoden, die im Frauen- und auch im Männergefängnis in der Provinz Jiangxi angewandt werden. Dort versuchen die Verantwortlichen mit allen Mitteln, die inhaftierten Falun-Dafa-Praktizierenden „umzuerziehen“. Mit anderen Worten: Man foltert sie, damit sie ihren Glauben an Falun Dafa [1] aufgeben.

Oft hetzen die Gefängniswärter kriminelle Gefangene, Mörder oder Drogenabhängige, gegen die Praktizierenden auf. Die Insassen unterstützen dann die Verfolgung aktiv und werden dafür mit einer vorzeitigen Freilassung belohnt.

Im Folgenden sind einige Foltermethoden aufgeführt, die im Frauengefängnis Jiangxi angewandt werden:

An Handgelenken gefesselt und aufgehängt

Bei dieser Folter wird eine Praktizierende an den Handgelenken aufgehängt. Es gibt unterschiedliche Verfahrensweisen. Manchmal werden die Hände über dem Kopf mit einem Seil gefesselt. Dieses wird an einer hohen Stelle, beispielsweise einem Fenstergitter, befestigt. Der Körper bleibt aufrecht, während die Zehen kaum den Fußboden berühren. Die Handgelenke werden bei dieser Tortur mit dem gesamten Körpergewicht belastet, was unerträgliche Schmerzen verursacht.

Eine andere Methode besteht darin, die Hände der Praktizierenden hinter dem Rücken zu fesseln. Die Wärter binden dann die Handschellen an ein Seil, das hochgezogen und an ein Fenstergitter gebunden wird, sodass der Körper knapp über dem Boden schwebt.

Auch Zhang Yuzhen wurde 2005 auf diese Art gefoltert. Nachdem sie fast zwei Tage lang aufgehängt worden war, waren die Bänder und Sehnen in Schultern und Armen geschädigt. Die Verletzungen führten zu einer dauerhaften Behinderung.

Jiang Lanying folterte man mehrfach mit dieser Methode. Sie wurde mit den Handschellen an einen Fensterrahmen gefesselt und musste dort 24 Stunden lang dort hängen. Die Gefangenen tropften ihr reizende Flüssigkeiten in die Augen und stopften ihr schmutzige Socken in den Mund, um sie wach zu halten.

Huang Yongdi musste diese Folter ebenfalls über sich ergehen lassen.

Stehen für eine lange Zeit

Wenn neue Praktizierende in ein Gefängnis aufgenommen werden, müssen sie als erstes lange Zeit stehen. Man lässt sie nicht schlafen. Von 6 Uhr morgens bis abends arbeiten die Praktizierenden in den Werkstätten des Gefängnisses. Wenn sie nachts in ihre Zellen zurückkommen, müssen sie bis Mitternacht stehen. Andere Gefangene hingegen können sich waschen und sich schlafen legen. Für Praktizierende gilt dies oft nicht. Einige von ihnen müssen sogar 24 Stunden am Tag stehen, ohne sich waschen oder duschen zu dürfen.

Wang Fengyang war zum Zeitpunkt ihrer Inhaftierung 75 Jahre alt. Sie musste jeden Abend bis Mitternacht stehen.

Die über 50-jährige Li Liefeng wurde zwei Monate lang gezwungen, rund um die Uhr zu stehen. Ihre Beine waren stark geschwollen. Nach weiteren Folterungen musste sie schon bald darauf ins Krankenhaus eingeliefert werden. Im Jahr 2014, vier Jahre nach ihrer Freilassung, starb sie.

Mit Zwangsjacke eingeschnürt

Auch Zwangsjacken werden zur Folter der Praktizierenden eingesetzt. Damit werden sie fest verschnürt und aufgehängt. Diese Folter verursacht für die Opfer oft unerträgliche Schmerzen.

Yang Danhe und Lu Sanxiu wurden auf diese Art gefoltert.

Folterillustration: In Zwangsjacke eingeschnürt und aufgehängt

Der Kälte ausgesetzt

An bitterkalten Wintertagen werden den Praktizierenden bis auf die Unterwäsche alle Kleider ausgezogen. Dann setzt man sie der Kälte aus, indem sie auf dem Flur stehen müssen. Manchmal werden sie in einer Zelle eingesperrt, bei der alle Fenster geöffnet und Ventilatoren eingeschaltet sind.

Im Fall von Ge Lings nahmen Wärter ihr die Bettdecke weg und beschlagnahmten im Winter ihre Wattejacke. Die starke Kälte verursachte Krämpfe bei der Praktizierenden und schädigte ihr Knochenmark. Fast hätte eines ihrer Gliedmaßen amputiert werden müssen. Ge beantragte mehrmals schriftlich, dass die Wärter ihre Familie anrufen und ihr eine Steppdecke schicken lassen. Die Wärter weigerten sich.

Tigerbank

Die Wärter befehlen den Praktizierenden auch, sich auf die sogenannte „Tigerbank“ zu setzen. Dabei werden ihre Beine mit Gurten festgebunden und ihnen stapelweise Ziegelsteine unter die Füße geschoben. Die Praktizierenden sind dieser Tortur für lange Zeit ausgesetzt. Oft werden sie bei der Folter bewusstlos oder erleiden infolge der grausamen Schmerzen einen Schock.

Gemälde „Tigerbank“ (2004) aus der Internationalen Kunstausstellung „Die Kunst von Wahrhaftigkeit Barmherzigkeit Nachsicht“

Weibliche Praktizierende, die auf der Tigerbank gefoltert wurden: Liu Baozhen, Xiao Jin, Tang Daofang, Zhu Zhiying, Lo Jianrong, Fu Shujiao, Yang Zhihua, und Li Ruo.

Andere Foltermethoden

Die Wärter zwingen manche Praktizierende, Erklärungen zu schreiben und Falun Dafa zu diffamieren. Oder sie müssen bis spät in die Nacht Gefängnisregeln abschreiben. Außerdem wird ihnen die Benutzung der Toilette verweigert.

Dieselben Foltermethoden auch im Männergefängnis Jiangxi

Praktizierende im Männergefängnis Jiangxi werden gezwungen, über Nacht zu stehen und müssen am nächsten Tag ihre Arbeit fortsetzen. Weitere Foltermethoden sind: das Aufhängen an Handschellen, Fesseln mit Zwangsjacken, das „Totenbett“, die Tigerbank und das Verbot, sich zu waschen und die Toilette zu benutzen.

Das „Totenbett“ ist eine besondere Art Bett. Die vier Gliedmaßen des Praktizierenden werden derart gefesselt, dass er in „Spreizadler“-Position liegt und sich nicht bewegen kann. Das Bett hat ein Loch, unter das ein Nachttopf gestellt wird, um den Urin und Stuhl des Praktizierenden aufzufangen. Die Folter dauert oft tage- oder wochenlang. Die Wärter zwangsernähren die Praktizierenden durch die Nasenlöcher, dabei kamen viele Praktizierende ums Leben.

Es ist über ein Jahr her, dass Zhu Guoxin aus dem Gefängnis freigelassen wurde. Er geht noch immer an einer Krücke und kann nicht alleine stehen. Während seiner dreijährigen Gefängnisstrafe saß er oft in Isolationshaft und bekam nur sehr wenig Nahrung. Manchmal entsorgten die Wärter sein Essen absichtlich vor seinen Augen in der Toilette. Zhu trat in einen Hungerstreik und protestierte gegen die über ein Jahr anhaltenden Misshandlungen. Man fesselte ihn auf einer Tigerbank. Während er sich nicht bewegen konnte, ließen die Wärter die Tür offen, sodass Moskitoschwärme ihn zusätzlich quälten. Irgendwann wurde Zhu in eine Klinik eingeliefert. Wegen mangelnder Pflege bekam er durch das Liegen ein Druckgeschwür.

Auch Huang Xing und Wang Sirong wurden im Männergefängnis Jiangxi gefoltert.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Quelle Minghui

Chinesische Version

Das Neueste

Archiv