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Staatlich organisierter Organraub in China – doch die internationalen Medien schweigen

Chinas Staatsmedien und seine Zensur des Internets machen es den Chinesen unmöglich, von dem staatlich organisierten Organraub durch die KPC zu erfahren. Doch international herrscht ebenfalls kein Bewusstsein für dieses schwere Verbrechen – teilweise ist das den schweigenden Medien zuzuschreiben. Foto: Pixabay

Immer wieder berichten die internationalen Medien über die Menschenrechtsverletzungen, die die Kommunistische Partei Chinas begeht. Doch das schwerste Verbrechen schafft es nie auf die Titelseite – die des erzwungenen Organraubs bei Glaubensgefangenen, insbesondere den Praktizierenden von Falun Dafa.

Die schweren Menschenrechtsverletzungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) an ihren eigenen Bürgern müssen ständig offengelegt werden – insbesondere ihre Praxis des erzwungenen Organraubs bei Gefangenen aus Gewissensgründen, sagt Levi Browde, Geschäftsführer des Falun-Dafa-Informationszentrums.

In einem ausführlichen Interview vom 18. August mit Michael Harrison, dem Herausgeber des Magazins „Talkers“, beschrieb Browde, wie Praktizierende der spirituellen Disziplin in China inhaftiert, gefoltert und ihrer Organe beraubt werden. Er sagte, es müsse mehr Bewusstsein für diese Gräueltaten geschaffen werden.

Falun Dafa, auch bekannt als Falun Gong, ist eine Praxis mit fünf Meditationsübungen und spirituellen Lehren, die auf den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basieren. Die Praxis wird seit zwei Jahrzehnten vom chinesischen Regime schwer verfolgt.

Wenn jemand für ein Organ bezahlt, wird ein Praktizierender getötet

Chinas Organtransplantations-System wurde in den letzten Jahren untersucht. Dabei kam ein unabhängiges Volkstribunal mit Sitz in London im Juni 2019 „nach vernünftigem Ermessen“ zu dem Ergebnis, dass die KPC politische Gefangene wegen ihrer Organe tötet. Die Hauptquelle für Organe sind Praktizierende von Falun Gong.

„Mit einem Verbrechen in der Größenordnung der erzwungenen Organentnahme sollte das immer wieder auf die Titelseite kommen, bis es aufhört – doch das ist nicht passiert“, sagte Browde.

In einem 160 Seiten starken Bericht, der im März dieses Jahres veröffentlicht wurde, fand das Tribunal „keine Beweise dafür, dass die Praxis eingestellt wurde“. Das Fehlen einer internationalen Kontrolle habe es ermöglicht, „dass viele Menschen auf schreckliche und unnötige Weise gestorben sind“, hieß es im Bericht weiter.

Eine große Anzahl von Praktizierenden befindet sich in Gefangenenlagern und wird nach Gewebetypen sortiert. Wenn jemand für ein Organ bezahlt, werde der Gefangene getötet, so Browde.

„Sie entnehmen das Organ, sie führen die Transplantation durch“, sagte er und fügte hinzu, dass die illegale, staatlich betriebene Organindustrie Milliarden von Dollar umfasst.

Als das KPC-Virus (allgemein bekannt als das neuartige Coronavirus) in der ersten Jahreshälfte in China wütete, ging für Chinas Organtransplantations-Industrie der normale Betrieb weiter – ohne „offensichtliche Verzögerungen bei den Wartezeiten für Organe“, so eine Untersuchung der in den USA ansässigen gemeinnützigen Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong.

Eine Krankenschwester in der Region Guangxi sagte den Ermittlern, dass sie trotz der Angst vor einer Infektion inmitten der Pandemie „die Operation durchführen werden, wann immer es eine gibt“.

Grund für Verfolgung: 1999 gab es mehr Praktizierende als Mitglieder in der KPC

Browde zufolge sei die Verfolgungskampagne der KPC gegen die Praxis aufgrund der von einigen Parteiführern geäußerten Befürchtungen gestartet worden, dass es mehr Falun-Gong-Praktizierende als Parteimitglieder gebe. 

Im Jahr 1999, dem Jahr, in dem die Verfolgung in China begann, gab es 100 Millionen Anhänger der Praxis – 40 Millionen mehr als die KPC zu jener Zeit Mitglieder hatte, sagte Browde.„Was in den nächsten zwei Jahrzehnten passierte, war im Grunde eine systematische Verfolgung, die durch weit verbreitete Festnahmen, Inhaftierung, Folter und viele Tote gekennzeichnet war“, fügte er hinzu.

„Konservativen Schätzungen zufolge … wurden mehrere Millionen Menschen zu irgendeinem Zeitpunkt während dieser Kampagne verhaftet, ganz zu schweigen von denen, die in ein Arbeitslager oder irgendeine Art von Einrichtung wie diese geworfen wurden“, so Browde weiter.

Nachrichten über die Praxis der erzwungenen Organraubs innerhalb Chinas seien den chinesischen Bürgern kaum bekannt – aufgrund der Wirksamkeit der staatlichen Medien innerhalb Chinas, sagte Browde. Durch ihre Internetblockade – Great Firewall – kontrolliert die KPC zudem, auf welche Informationen ihre Bürger zugreifen können.

Anmerkung der Redaktion: Um das vollständige Interview mit Browde anzuhören, klicken Sie hier.

Das Original erschien in der englischen EPOCH TIMES (deutsche Bearbeitung von as)
Originalartikel:
Crime of Organ Harvesting in China Not Receiving Attention It Should, Expert Says

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