Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Schweden schließt die letzte Konfuzius-Klasse

Im April 2020 schloss die letzte Konfuzius-Klasse Schwedens im südlichen Städtchen Falkenberg. Wie The Times of London berichtet, ist Schweden die erste europäische Nation, die sowohl alle Konfuzius-Institute als auch alle Konfuzius-Klassen geschlossen hat. Außerdem beendeten sämtliche schwedischen Städte, darunter auch Schwedens zweitgrößte Stadt Göteburg, ihre Partnerschaften mit Städten in China.

Gerade weil das allererste Konfuzius-Institut in Europa im Jahre 2005 an der Stockholm Universität eröffnet wurde, stellen die jüngsten Entwicklungen bei Schwedens Distanzierung von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) einen bedeutsamen Schritt dar.

Eine verdeckte Propaganda-Organisation ohne Bildungsabsichten

Laut Lin Changchun, dem ehemaligen Kopf der Propagandaabteilung der KPCh, sind die Konfuzius-Institute „ein wichtiger Teil von Chinas Propagandamaschinerie in Übersee“, auch wenn die meisten Festlandchinesen selbst noch nie von ihnen gehört haben.

Konfuzius-Institute werden vom „Hanban“ geleitet, der in China zuständigen Stelle für Sprachen im internationalen Kontext. Sie ist eine Unterorganisation des chinesischen Bildungsministeriums. Insgesamt habe das Hanban seit 2004 insgesamt 541 Konfuzius-Institute und 1.170 Konfuzius-Klassen in 158 Ländern der Welt etabliert. Es dient als Schlüsselstelle für das chinesische Regime, um „soft power“ auszuüben bei seiner Einflussnahme auf die ganze Welt.

Eine Statue von Konfuzius. Quelle: ErikaWittlieb/pixabay.com

Diese Institute und Klassen sind in etablierte Schulen oder Universitäten integriert, das Hanban stellt jedoch die Lehrer und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und ist außerdem finanzieller Förderer dieses Projekts. An der Oberfläche arbeiten die Institute daran, die chinesische Sprache und den kulturellen Austausch zu fördern. Das eigentliche Ziel besteht aber darin, die kommunistische Ideologie zu verbreiten und so lokale Studenten zu beeinflussen. Es wurde berichtet, dass in den Lehrbüchern der Institute Zitate von Mao vorkämen.

Das chinesische Regime kontrolliert so gut wie jeden Aspekt der Konfuzius-Institute, wie eine Reportage auf Radio Free Asia (RFA) berichtete. Der Vertrag, der von der Gastschule unterschrieben wird, besagt, dass auch im Gastland das Gesetz Chinas zum Tragen komme, dass eine öffentliche Offenlegung des Vertrags nur beschränkt möglich sei und dass der Vertrag automatisch beendet werde, sobald die Gastschule etwas täte, was dem chinesischen Regime nicht gefalle.

Alle Lehrer, die vom Hanban angestellt werden, müssen einen Vertrag unterschreiben, in dem sie zustimmen, dass sie keinen Falun-Gong-Aktivitäten beiwohnen. Das Hanban besteht auch darauf, dass die Gastschulen Themen wie Tibet, Taiwan, das Tiananmen-Massaker und Falun Gong in ihren Klassen meiden.

In den letzten Jahren konnten Verbindungen zwischen den Konfuzius-Instituten und dem chinesischen Nachrichtendienst, welcher der Personalbeschaffung und Spionage diente, nachverfolgt werden.

Reuters berichtete, dass sich Belgien im Oktober 2019 geweigert habe, das Visa für Song Xining, den Leiter des Konfuzius-Institutes in Brüssel, zu verlängern. Song wurde beschuldigt, für den chinesischen Nachrichtendienst zu spionieren, weshalb er ein Einreiseverbot für Belgien und im Weiteren für 25 andere europäische Staaten bekam.

Wachsender Einfluss weltweit

Nach eigenen Angaben führt das Hanban momentan 187 Konfuzius-Institute in Europa und 81 in den USA. In Europa führt Großbritannien die Spitze mit 30 Konfuzius-Instituten an, danach folgt Deutschland mit 19, Frankreich mit 18, Italien mit 12 und Spanien mit 8. Belgien hat mit 10 Millionen Einwohnern 6 Konfuzius Institute. Länder, die engere Verbindungen mit China pflegen, haben üblicherweise mehr Konfuzius-Institute und -Klassen, wofür sie auch mehr Geld bekommen.

In den Vereinigten Staaten hat die chinesische Regierung seit 2006 mehr als 158 Millionen Dollar in über 100 Konfuzius Institute investiert. Dies ergab ein Bericht eines Unterausschusses des Senates zum Thema „Chinas Einfluss auf das U.S. Bildungssystem“ vom 22. Februar 2019. „Während China mehr als 100 Konfuzius-Institute in den letzten 15 Jahren in den USA eröffnete, blieb das Bildungsministerium stumm“, so der Bericht.

Die Konfuzius-Institute dienten der KPCh in den letzten zwei Jahrzehnten als wichtiger Kanal, um die kommunistische Ideologie weltweit in Umlauf zu bringen und damit andere Systeme zu infiltrieren. Von den großen wirtschaftlichen Verlockungen (zweitgrößte Wirtschaftsmacht weltweit und 1,4 Milliarden potentielle Konsumenten) geblendet, verschlossen viele westliche Länder wissentlich die Augen und ließen sich auf eine Kooperation ein. Multinationale Firmen eröffnen nach wie vor ihre Büros in China und investieren in das Land. Finanzgruppen an der Wallstreet ermutigen aus Profitgier, amerikanische Firmen in China zu investieren. Zusätzlich betreiben sie Lobbyarbeit in Politikerkreisen, um politische Entscheidungen im Sinne der KPCh zu beeinflussen.

Chinas Projekt der Neuen Seidenstraße

In den letzten Jahren zog Chinas Projekt der Neuen Seidenstraße großes Aufsehen auf sich, da die KPCh mit Auslandsdirektinvestitionen in Milliardenhöhe warb. Italien war das erste Land Europas, das eine Vereinbarung zur Neuen Seidenstraße unterzeichnete. Auch Belgien, dessen Bevölkerung die Hälfte von der Pekings darstellt, wurde zu einem engen Verbündeten Chinas in diesem Projekt. Laut der belgischen Außenhandelsvertretung (BFTA) hatte Belgien allein im Jahre 2019 ein Handelsvolumen von 26,6 Milliarden Dollar mit China.

Während einer Pressekonferenz, die nach einem Treffen mit Präsident Xi Jinping in Paris am 26. März 2019 stattfand, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir als Europäer wollen eine aktive Rolle [bei dem Projekt Neue Seidenstraße] spielen.“ Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich selbst einmal in einem Interview mit einem lokalen französischen Medienkanal als „Maoist“ bezeichnet. Beide Länder, Deutschland und Frankreich, gestatteten Huawei, an ihrem Ausbau vom 5G-Netz mitzuwirken, d.h. technische Ausrüstung von Huawei mit einzubauen, trotz des allgemeinen Sicherheitsbedenkens und der engen Verbindung Huaweis mit dem chinesischen Militär.

In ähnlicher Weise spielten die meisten westlichen Länder Chinas Menschenrechtsbilanz herunter. Spanien zum Beispiel war die erste Nation der EU, deren Außenminister Peking einen Besuch nach dem Tiananmen Square Massaker im Jahre 1989 abstattete. Als 2009 ein Richter des spanischen Staatsgerichtes ein Rechtshilfeersuchen erstellte, das den ehemaligen Anführer der KPCh Jiang Zemin für die Verfolgung von Falun Gong anklagte, wurde es später unter dem Druck des chinesischen Regimes wieder zurückgezogen.

Die Bedrohung durch das kommunistische Gespenst der KPCh 

Jetzt, da sich die Beziehungen zwischen China und dem Rest der Welt durch die bestehende Pandemie von COVID-19 verschlechtern, realisieren viele westliche Länder die Gefahr, die das kommunistische China für die Welt darstellt.

Konfuzius-Institute und -Klassen werden weltweit geschlossen. New South Wales in Australien schloss all seine Konfuzius-Klassen noch im Jahre 2019. In den USA wurden bisher 26 Konfuzius-Institute geschlossen. Der bereits oben erwähnte Bericht des US-Senats fordert diesbezüglich strengere Kontrollen der Gastschulen.

In dem Buch Wie der Teufel die Welt beherrscht von The Epoch Times heben die Autoren hervor:

„Viele Regierungen, Großunternehmen und Geschäftsleute können für einen gewissen Zeitraum vermeintliche Vorteile von der KP Chinas für die Opferung ihrer moralischen Grundsätze erhalten. Aber am Ende werden sie mehr verlieren, als sie gewinnen. Solche auf schlechte Weise erlangten oberflächlichen Vorteile sind allesamt giftig. Nur wenn man den vor Augen stehenden Interessen nicht nachgibt, wird man eine glänzende Zukunft haben.

Die KP Chinas ist keine politische Partei oder Regierung im normalen Sinne. Sie repräsentiert das kommunistische Gespenst. Sich mit der KP Chinas zu identifizieren, bedeutet, sich mit dem Teufel zu identifizieren. Freundlich mit der KP Chinas zu sein, bedeutet, den Teufel zu besänftigen, ihm zu helfen und eine Rolle dabei zu spielen, die Menschheit in Richtung Zerstörung zu treiben. Umgekehrt bedeutet ein Zurückdrängen der KP Chinas, sich in den Kampf zwischen Gut und Böse zu begeben. Es geht hier nicht nur darum, dass Länder um nationale Interessen kämpfen. Es ist ein Kampf um die Zukunft der Menschheit.“ (Wie der Teufel die Welt beherrscht, Band III, 2020, S. 291)

Wie wird sich die Welt dem kommunistischen Gespenst widersetzen?

Quelle Minghui

Englische Version

Das Neueste

Archiv