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Peking: Tanzlehrerin droht Prozess – Informationsmaterial über Falun Dafa verbreitet

PEine 29-jährige Tanzlehrerin ist seit fast einem Jahr inhaftiert, nachdem sie wegen der Verbreitung von Informationen über ihren Glauben an Falun Dafa [1] verhaftet worden war. Sie wurde vor sechs Monaten angeklagt und wartet nun auf ihren Prozess.

Zhai Zihui, gebürtig aus dem Kreis Faku in der Provinz Liaoning, arbeitete nach ihrem Hochschulabschluss in Peking. Sie begann 2019 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Da sie über WeChat (eine Social-Media-Plattform) Nachrichten über Falun Dafa an einen Freund schickte, wurde sie Anfang August 2019 auf das örtliche Polizeirevier vorgeladen und davor gewarnt, dies nicht noch einmal zu tun.

Am 23. August 2019 verhaftete man sie erneut, nachdem sie wegen der Verteilung von kleinen Kärtchen mit Informationen über Falun Dafa angezeigt worden war. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher und -Materialien, einen Drucker, ein iPad und einen Laptop.

Da sie tagelang keinen Kontakt zu ihr aufnehmen konnten, waren ihre Großeltern so besorgt, dass sie beide daran erkrankten. Ihre Mutter reiste am 11. September von Liaoning nach Peking und suchte nach ihr. Nachdem sie einen Schlosser gebeten hatte, die Tür zu Zhais Wohnung zu öffnen, war sie überrascht, das Zimmer ihrer Tochter in einem großen Durcheinander vorzufinden. Auf dem Bett lag Geld verstreut herum. Sie dachte, ihre Tochter sei in Eile fortgegangen, um etwas zu unternehmen. Erst später erfuhr sie von Zhais Mitbewohnerin, dass die Polizei in der Wohnung gewesen war.

Auf Vorschlag der Mitbewohnerin meldete die Mutter das Verschwinden ihrer Tochter bei der Polizei, die ihr sagte, sie solle auf die Polizeiwache kommen. Dort stellte man der Frau Fragen und zwang sie, das Verhördokument zu unterschreiben. Erst anschließend teilte man ihr mit, dass Zhai im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Chaoyang festgehalten wurde.

Nach Angaben von Zhais Anwalt, der sie später besuchte, wurde sie gezwungen, sowohl Handschellen als auch Fußfesseln zu tragen, während andere Häftlinge nur in Handschellen waren.

Staatsanwaltschaft lehnt Fall ab – Polizei reicht erneut ein

Die Verhaftung von Zhai wurde am 26. September 2019 genehmigt. Der Staatsanwalt gab ihren Fall am 4. November aufgrund unzureichender Beweise an die Polizei zurück. Die Polizei fotografierte die Vorder- und Rückseiten ihrer 80 Falun-Dafa-Postkarten und zählte jede Karte zweimal, um weitere Beweise gegen sie zu fabrizieren. Sie zählten auch ihre persönlichen Tagebücher als Falun-Dafa-Materialien.

Im Dezember reichte die Polizei ihren Fall erneut ein. Der Staatsanwalt klagte sie daraufhin am 11. Februar 2020 an und leitete ihren Fall an das Bezirksgericht von Chaoyang weiter.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Quelle: Minghui.org

Chinesische Version

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