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Militärarzt in Ruhestand – ohne ordentliches Verfahren aufgrund seines Glaubens inhaftiert

Verspätete Nachricht


Ein 74-jähriger Mann wurde ohne ordentliches Verfahren zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er seinen Glauben an Falun Dafa [1] nicht aufgeben wollte.

Herr Gao Guangsi ist pensionierter Militärarzt in der Stadt Nanjing, Provinz Jiangsu. Er wurde im Juli 2017 verhaftet. Danach erhielt er Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung.

Ein Richter des Bezirksgerichts Xuanwu kam im September 2017 zu ihm nach Hause und informierte ihn, dass er bereits verurteilt worden sei. Der Richter sagte, er könne ihm Haftaussetzung zur ärztlichen Behandlung gewähren und ihn von der Haftstrafe befreien. Die Bedingung sei, dass er eine schriftliche Erklärung abgäbe, mit der er auf Falun Dafa verzichte. Herr Gao antwortete dem Richter nicht.

So wurde er noch am selben Nachmittag ins Gefängnis von Suzhou gebracht.

Frühere Verfolgung

Vor seiner letzten Inhaftierung war Herr Gao wiederholt von den Behörden festgenommen worden. Zudem schikanierten ihn seine Vorgesetzten im Militär, weil er in seinem Glauben standhaft blieb.

Im September 2016, vor dem G20-Gipfel in Hangzhou, wurde er verhaftet und in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Die Behörden wollten damals verhindern, dass Falun-Dafa-Praktizierende während des großen Ereignisses für ihren Glauben appellierten.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.

Chinesische Version

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