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Ingenieur aus Shanghai in Obdachlosigkeit getrieben

Ein Elektroingenieur in Shanghai wurde in die Obdachlosigkeit gezwungen, nachdem er eine zweijährige Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Dafa [1] abgesessen hatte.

Am 29. November 2017 hatte die Polizei der Stadt Yangzhou Herrn Xu Yongqing verhaftet, nachdem sie ihn verdächtigt hatten, Briefe über Falun Dafa aus Shanghai in die Stadt Yangzhou in der Provinz Jiangsu (etwa 250 km entfernt) geschickt zu haben. Er wurde am 18. September 2018 vom Bezirksgericht Hanjiang in Yangzhou zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (650 Euro) verurteilt.

Als Herr Xu am 28. November 2019 aus der Haft entlassen wurde, war er allein in der Wohnung, da seine Frau außerhalb der Stadt arbeitete. Weil er während seiner Haftzeit von seinem Arbeitsplatz entlassen worden war, beantragte er im März 2020 Arbeitslosengeld.

Ende April zog er in eine neue Wohnung um, da die Miete für seine bisherige Wohnung seit Januar um das Dreifache gestiegen war. Der Mietvertrag für seine neue Wohnung sollte vom 1. Mai 2020 bis zum 1. Mai 2023 laufen.

Im Mai 2020 rief Mao Zhixin, der für seine frühere Verhaftung verantwortliche Beamte, ihn an und fragte ihn, ob er umgezogen sei. Herr Xu weigerte sich, seine neue Adresse preiszugeben. Mao rief daraufhin Herrn Xus Frau an, um die neue Adresse herauszufinden, aber ohne Erfolg.

Am 31. Juli bemerkte Herr Xu vor seiner neuen Mietwohnung ein weißes Auto mit zwei Insassen, die ihn anstarrten. Fünf Tage später, am 4. August, forderte ihn sein Vermieter auf, innerhalb einer Woche auszuziehen. Er brachte vor, dass das Dorfkomitee einen neuen Entwicklungsplan für sein Haus habe, offensichtlich eine Ausrede. Ab dato drängte der Vermieter ihn ständig auszuziehen und versprach, ihm eine Entschädigung für seine Umzugskosten zu zahlen.

Da Herr Xu nicht wollte, dass die Polizei von seinem neuerlichen Umzugsplan erfährt, bat er einen seiner Freunde, ihm bei der Suche nach einer neuen Wohnung zu helfen. Er teilte seinem Vermieter seine neue Adresse mit, damit dieser die Einzelheiten der Entschädigung ausarbeiten konnte.

Herr Xu sei ein Konterrevolutionär und Volksfeind behauptete die Polizei

Am 9. September erhielt der Freund von Herrn Xu einen Anruf von der Polizei, die ihm drohte, Herrn Xu nicht bei seiner Unterkunft zu helfen. Der Beamte behauptete, Herr Xu sei ein Konterrevolutionär und Volksfeind. In den darauffolgenden Tagen erhielt Herr Xus Freund weitere belästigende Anrufe von Beamten der örtlichen Regierung. 

Herr Xu musste seinen Plan umzuziehen aufgeben. Er fragte seinen Vermieter, ob er seine Adresse jemandem gegenüber offengelegt habe, da er als einziger außer seinem Freund über diese Information verfügte. Sein Vermieter, der sich als pensionierter Polizeibeamter entpuppte, bestritt, seine Adresse der Polizei gemeldet zu haben.

Am 21. September schikanierten zwei Beamte Herrn Xu und warnten ihn davor, Aktivitäten im Zusammenhang mit Falun Dafa zu unternehmen. Sie forderten ihn auf, dem Gesetz zu folgen, und sagten, sie würden oft zurückkehren, um nach ihm zu schauen. Zwei Tage später wurde eine Überwachungskamera direkt vor dem Haus, in dem Herr Xu wohnte, installiert.

Weitere drei Beamte schikanierten ihn am 28. September. Sie sprachen drei Stunden lang auf ihn ein und meinten, sie könnten ihm bei der Lösung der Wohnungsfrage helfen, solange er verspreche, das Gesetz zu befolgen und eine von ihnen vorbereitete Vereinbarung zu unterzeichnen. Herr Xu weigerte sich.

Zum Mittherbstfest am 1. Oktober fuhr Herr Xu in seine Heimatstadt in der Provinz Zhejiang, um seine Mutter zu besuchen. Am 11. Oktober erhielt er die Nachricht, dass sein gesamter Besitz in das Lagerhaus des Dorfes gebracht worden sei, obwohl er die Oktobermiete bezahlt hatte.

Er eilte nach Shanghai zurück. Das Schloss an der Haustür war bereits ausgewechselt worden. Da der Garagenschlüssel derselbe blieb, betrat er das Haus durch die Garage und stellte fest, dass die Zimmer ausgeräumt waren und nur noch einige kleine Geräte in der Wohnung standen.

Nachdem er die Nacht in einem nahe gelegenen Hotel verbracht hatte, rief Herr Xu am nächsten Tag seinen Vermieter an und fragte ihn, was los sei. Sein Vermieter sagte, er wisse nicht, wer seine persönlichen Sachen weggebracht habe.

Herr Xu ging dann zum Dorfkomitee und erkundigte sich nach der Situation. Das Personal dort sagte, sein Vermieter selbst habe sie zum Umzug seiner Sachen geholt, sonst hätten sie seine Wohnung nicht betreten können.

Xu ist jetzt obdachlos und gezwungen, von Ort zu Ort zu ziehen.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Quelle: Minghui

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