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Juli 2020: Verstärkte Verfolgung rund um den 21. Jahrestag der Verfolgung

Im Juli 2020 jährte sich zum 21. Mal der Jahrestag des Beginns der Verfolgung von Falun Dafa [1].

In diesem Monat wurden 729 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet und 681 schikaniert. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung befinden sich 460 Praktizierende weiterhin in Haft. Sieben sahen sich gezwungen, unterzutauchen, um einer weiteren Verfolgung zu entgehen.

Von den 1.410 betroffenen Praktizierenden wurden bei 452 Personen die Wohnungen durchsucht. Zwei Praktizierenden wurde vom Versorgungsunternehmen der Strom abgestellt, als die Polizei kam, um sie zu verhaften und zu schikanieren. Es handelt sich um die beiden Frauen Li Wenjing aus Tianjin und Liu Jieyue aus der Stadt Weifang, Provinz Shandong.

81 der verhafteten Praktizierenden (11,1 Prozent) und 45 der schikanierten Praktizierenden (6,7 Prozent) waren 65 Jahre oder älter, wobei drei von ihnen zwischen 90 und 94 Jahre alt waren.

Die über 80 Jahre alte Wang Xiangju, eine Einwohnerin der Stadt Dunhua, Provinz Jilin, wurde nach ihrer Verhaftung am 15. Juli von der Polizei geohrfeigt. Die über 70 Jahre alte Jiang Suzhen, eine Einwohnerin der Stadt Suzhou, Provinz Jiangsu, wurde am 19. Juli verhaftet. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Polizei hielt ihre Hände fest hinter ihrem Rücken. Sie konnte den Schmerz nicht ertragen und fühlte sich benommen. Auch ihr Blutdruck stieg an.

Auch Kinder blieben von der Verfolgung nicht verschont. Die drei Enkelkinder von Zheng Huixiang, zwischen eineinhalb und fünf Jahren alt, wurden am 22. Juli bei einer Massenverhaftung in der Stadt Gaomi in der Provinz Shandong zusammen mit ihr in Gewahrsam genommen.

Eine schwangere Frau, Sun Zhongli aus der Stadt Dalian in der Provinz Liaoning, sah sich gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, nachdem die Polizei sie am 11. Juli 2020 schikaniert hatte. Ihr Mann musste sich allein um ihre beiden Kinder, vier und neun Jahre alt, kümmern.

Bei 44 Praktizierenden wurden insgesamt 2.681.490 Yuan (328,498 Euro) von der Polizei beschlagnahmt. Zhao Xiqing, eine 85-jährige Einwohnerin der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei, wurden 250.000 Yuan (30.626 Euro) beschlagnahmt. Von Zhou Xiaoqi, einem Praktizierenden in der Stadt Changchun, Provinz Jilin, wurden 184.000 Yuan (22.541 Euro) beschlagnahmt. Acht weiteren Praktizierenden wurden zwischen 10.000 Yuan und 70.000 Yuan (1.225 und 8.575 Euro) abgenommen.

Anzahl der verhafteten Praktizierenden nach Monaten aufgegliedert

Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten mit durchschnittlich 473 Verhaftungen und 478 Fällen von Schikanen pro Monat wurden im Juli 1,5 bzw. 1,4 Mal mehr Verhaftungen und Schikanen gemeldet. Das deutet auf eine verstärkte Verfolgung rund um den Jahrestag der Verfolgung hin, der vom kommunistischen Regime als „sensibles Datum“ [2] betrachtet wird.

Auch die Massenverhaftungen traten häufiger auf als in den Vormonaten, insbesondere in den fünf Provinzen mit den meisten gemeldeten Fällen: Jilin, Shandong, Liaoning, Heilongjiang und Hebei.

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