Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Hungerstreik am Heiligabend: Britischer Menschenrechtsverteidiger fordert Aufmerksamkeit für die Unterdrückten in China

Während viele Familien rund um den Globus zusammenkamen, um den Weihnachtsabend zu feiern, trat Benedict Rogers, Mitbegründer und Geschäftsführer von Hong Kong Watch, in einen 24-stündigen Hungerstreik. Damit protestierte er gegen die Verfolgung unschuldiger Menschen durch die Kommunistische Partei Chinas.

Benedict Rogers, Mitbegründer von Hong Kong Watch.

„Ich kann nicht mit gutem Gewissen das Weihnachtsfest genießen, ohne an die Hongkonger, Tibeter, Uiguren, Christen, Falun Gong und chinesischen Dissidentenbrüder und -schwestern zu denken. Das Mindeste, was ich tun kann, ist, ein paar Stunden meines Heiligabends in einer symbolischen Geste der Solidarität zu opfern und die Welt aufzurufen, sich für sie einzusetzen und den grausamen Menschenrechtsverletzungen des chinesischen Regimes entgegenzutreten. Ich hoffe, dass sich andere auf der ganzen Welt diesen Forderungen zumindest im Geiste anschließen werden“, sagte Rogers gegenüber dem britischen The Tablet.

Rogers sagte, dass er in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht bei seiner Mutter sein könne, was sein Mitgefühl für Menschen, „die wegen der unmenschlichen Unterdrückung durch das Regime der Kommunistischen Partei Chinas von ihren Familien und geliebten Menschen getrennt sind, noch verstärkt hat“.

„Dieses Weihnachten gibt es Menschen in den Gefängnissen in Hongkong und in ganz China, die nicht bei ihren Eltern, Ehemännern, Ehefrauen, Verwandten und Freunden sein können – und schlimmer noch, die unter schrecklichen Bedingungen schmachten und körperlicher und geistiger Folter und Sklaverei ausgesetzt sind.“

Vor seinem Hungerstreik veröffentlichte er einen offenen Brief an Xi Jinping, den Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, sowie einen weiteren offenen Brief an „alle Volksgruppen, die unter der repressiven Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas leiden“.

Rogers erklärte, er wolle mit seiner Aktion „die Volksgruppen Chinas – und besonders diejenigen, die von ihrem Regime inhaftiert wurden – wissen lassen, dass sie nicht vergessen und nicht allein sind. Und während sie an diesem Weihnachtsabend in ihren Gefängniszellen oder Konzentrationslagern an verschiedenen Orten in China sitzen, hoffe ich, dass sie im Herzen wissen, dass es Menschen in der freien Welt gibt, die ihre Namen aussprechen, ihre Freilassung fordern und sicherstellen, dass die Welt ihre Schreie nicht ignoriert.“

Er fügte hinzu: „Zusätzlich zu all den einzelnen Gefangenen aus Gewissensgründen in ganz China gibt es auch die Tragödien im großen Rahmen, die meine Seele und mein Gewissen nachts wach halten: Der Völkermord an den Uiguren; die Gräueltaten in Tibet; die Verfolgung von Christen, Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Religionen; die Unterdrückung der Zivilgesellschaft, von Anwälten, Bloggern, Journalisten, Whistleblowern und Dissidenten; die gebrochenen Versprechen und die Abschaffung der Freiheit in Hongkong; die barbarische Zwangsorganentnahme, Folter und Sklavenarbeit. All dies muss aufhören.“

Quelle: Hungerstreik an Heiligabend: Britischer Menschenrechtsverteidiger fordert Aufmerksamkeit für die Unterdrückten in China

Das Neueste

Archiv