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Hamburg: Viele Menschen unterzeichnen die Petition „Globaler Magnitsky Act für Deutschland“ am Falun Dafa-Infostand

Am Samstag, dem 19. Oktober, hatten die lokalen Praktizierenden wieder einen Infostand in der Hamburger Innenstadt aufgebaut. Auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg, der beliebtesten Flaniermeile Hamburgs, waren trotz des wechselhaften Wetters mit mehreren Regenschauern, geradezu Menschenmassen unterwegs. Viele Passanten nahmen einen Flyer entgegen, manche kamen an den Infotisch, um sich über die Verfolgung von Falun Dafa in China und dem damit zusammenhängenden Organraub an Lebenden zu informieren.

Mehrere Passanten waren sichtlich bewegt von dem, was sie erfuhren. Viele hatten noch nie von den Verbrechen gegen Falun-Dafa-Praktizierende gehört, trotzdem waren sie spontan bereit, die beiden ausliegenden Petitionen zu unterschreiben. Eine betraf die Beendigung der Verfolgung von Falun Dafa in China und den Organraub. Die zweite rief die Bürger dazu auf, die Einführung eines Gesetzes zur Anwendung des ´Global Magnitsky Act` in Deutschland, als Reaktion auf brutale Menschenrechtsverletzungen in China, zu unterstützen.

Viele junge Menschen, darunter Paare, unterschrieben die Petitionen. Es fiel den Praktizierenden nicht schwer, die Menschen am Infotisch zur Unterschrift zu bewegen. Das Anliegen war auf Plakaten sehr klar formuliert. Es lagen Aufrufe am Infostand in Deutsch und Englisch aus: „Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an den Deutschen Bundestag! Einreiseverbot für brutale Menschenrechtsverletzer aus China. Wir brauchen mindestens 50.000 Unterschriften.“

Eine Praktizierende am Infotisch wies die Passanten darauf hin, dass das Europaparlament im Frühjahr 2019 eine Resolution verabschiedet hat, welche die Mitgliedsstaaten dazu auffordert, ein solches Gesetz zu verabschieden. In Europa hätten erst Großbritannien und die drei baltischen Staaten dies umgesetzt. In Deutschland sei das noch nicht erfolgt, daher die Initiative von Praktizierenden mit der Petition, auch hier den Globalen Magnitsky Act per Gesetz einzuführen.

Ein junger Mann aus Deutschland, Mitte 20, sah sich den Infostand an und unterschrieb sofort beide Petitionen. Eine Praktizierende fragte ihn, was ihn dazu bewegt habe. „Was Sie da zeigen, die Bilder, das ist doch eindeutig!”, sagte er. „Und wenn Sie hier mit einem Stand stehen, dann kann es doch nur für eine gute Sache sein. Deshalb unterstütze ich das.“

Eine Dame Ende 50, mit süddeutschem Akzent, hatte noch nie zuvor vom Organraub in China gehört. Sie erfuhr erst am Infostand durch einen Flyer, den sie gerade erhalten hatte, davon. „Ich bin erschüttert! Wie kann man Menschen, die friedlich meditieren, wegen ihrer Organe töten? Das ist unfassbar. Wenn ich allein mit meiner Unterschrift helfen kann, dann tue ich das. Es ist doch kein großer Aufwand.“

Sie sagte noch, dass sie einen Organspendeausweis besitzen würde und froh wäre, wenn sie nach ihrem Tod noch jemandem mit einem Organ zum Überleben helfen könne. Die Praktizierende am Stand wies darauf hin, dass sie diese Entscheidung selber getroffen habe. In China hingegen spende kaum jemand freiwillig seine Organe, erklärte sie der Passantin. Dort werden Gewissensgefangene jederzeit beliebig wegen ihrer Organe getötet, wobei die Regierung diese Grausamkeit sogar fördert und mit diesem abscheulichen Verbrechen viel Geld verdient. Die Dame war tief bewegt, sie bedankte sich herzlich für die Informationen und wünschte den Praktizierenden weiterhin viel Erfolg bei ihrem Einsatz.

Eine junge Deutsche, um die 30 Jahre alt, kam entschlossen auf den Stand zu und unterschrieb die Petition gegen den Organraub und für das Ende der Verfolgung von Falun Dafa in China. Als sie gefragt wurde, warum sie unterschrieb, obwohl sie nicht mit den Praktizierenden gesprochen hatte, sagte sie: „Ich habe eine Dokumentation über den Organhandel in China im Fernsehen gesehen. Deshalb weiß ich davon.“ Die Praktizierende am Infotisch erklärte ihr, dass sie mit ihrer Unterschrift für die Petition „Globaler Magnitsky Act für Deutschland“ auch ein Gesetz fordern kann, mit dem man Menschenrechtsverletzern aus China die Einreise verbieten und deren Vermögen im Ausland “einfrieren” kann. Damit war die junge Frau sofort einverstanden und unterzeichnete auch diese Petition.

Während ein Dutzend junger Polizisten nahe dem Infostand der Praktizierenden stand, die einen vorbeiziehenden Demonstrationszug bewachen mussten, schauten sie sich die Informationen auf den Bannern sehr aufmerksam an. Die Aktivitäten der Praktizierenden und die Übungsvorführung am Stand waren friedlich und ruhig, während der Demonstrationszug auf der Straße sehr laut war und ein wenig beunruhigend wirkte. Trotzdem ließen sich viele Menschen nicht davon ablenken und kamen zum Infotisch, um die ausliegenden Petitionen zu unterschreiben.

Einzelne Passanten fragten nach, wie man die Einreise der Menschenrechtsverletzer verhindern könne. Die Praktizierenden erklärten ihnen, dass die Betroffenen – Folteropfer und ehemalige Gewissensgefangene aus China, die im Arbeitslager eingesperrt waren – die Namen ihrer Peiniger der Regierung melden können. Daraus werde eine Liste erstellt. So war es bereits in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien geschehen, wo die Regierungen die Betroffenen aufforderten, die Namen der Verbrecher zu melden. Viele in diesen Ländern lebende Falun Dafa-Praktizierende waren der Aufforderung nachgekommen. Es wurden gleichzeitig Listen mit identischen Namen an alle vier Regierungen geschickt.

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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