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Gute Arbeit leisten dank der Rückmeldungen und Kritik anderer

Der König von Wei entwickelte einst einen unangemessenen Plan, doch alle seine Minister stimmten dem Plan zu. Zisi, ein Schüler von Konfuzius, bemerkte dies und sagte: „Ich sehe, dass im Staate Wei der König nicht wie ein König ist und die Minister auch nicht wie Minister sind.”

Gongqiu Yizi fragte: „Was veranlasst dich, dies zu sagen?”

Zisi entgegnete: „Wenn ein König denkt, er sei perfekt, wagt niemand seine Meinung zu äußern. Selbst wenn der König das Richtige tut, ohne auf die Meinung anderer Menschen zu hören, ist es das gleiche, als wenn er die Meinungen anderer zurückgewiesen hätte. Ganz davon zu schweigen, dass gegenwärtig alle Minister eine falsche Meinung widerhallen und diese schlechte Geisteshaltung begünstigen. Anstatt zu beurteilen, ob etwas richtig ist oder falsch ist, genießt der König es, von anderen gepriesen zu werden. Er verhält sich unvernünftig. Anstatt zu beurteilen, ob die Entscheidung vernünftig ist, schmeicheln seine Minister dem König einfach mit übertriebenen Komplimenten. Der König ist unvernünftig und genauso sind seine Minister. Wenn sie das Land auf diese Weise regieren, werden die Menschen nicht zufrieden sein. Wenn diese Situation andauert, wird das Land nicht länger stabil sein.”

Zisi sagte zu dem König von Wei: „Ihr Land befindet sich im Niedergang.” Der König fragte: „Woher kommt das?” Zisi sagte: „Nichts geschieht ohne Grund. Wenn ein König glaubt, er sei perfekt, wird kein Minister es wagen, seine Fehler zu korrigieren. Wenn die Minister und Beamten denken, sie seien perfekt, wird kein gewöhnlicher Bürger es wagen, seine Minister zu berichtigen. Sowohl der König als auch seine Beamten glauben, sie seien rechtschaffen und ihre Diener sagen auch, die Beamten seien rechtschaffen. Wenn den König zu loben, bedeutet, dass sie belohnt werden und das Aufzeigen seiner Fehler ein Verbrechen ist, wie kann das dann zu guten Ergebnissen führen?”

Nicht nur Könige und Beamte müssen diese Prinzipien kennen, auch wir sollten dieses Prinzip beim Umgang mit anderen beachten. Wir sollten vermeiden zu glauben, wir seien perfekt. Wir sollten uns die Standpunkte anderer anhören und sie bedenken. Dies kann uns helfen, keine Verluste zu erleiden und uns helfen, mehr zu erreichen. Es gibt da ein Sprichwort: „Der Ozean ist groß, weil er die Wasser von Flüssen und Strömen aufnimmt.” Die Meinung aller ist wie das Wasser aus Flüssen und Strömen. Denkt eine Person, sie sei perfekt, ist es das Gleiche, als würde sie sich vom Wasser der Flüsse und Ströme abschneiden. Ist dies der Fall, ganz gleich wie groß der Ozean auch ist, wird er sehr bald austrocknen. 

In der Tat, zu denken man sei perfekt, rührt daher, weil man selbstsüchtig und auf sich selbst konzentriert ist. Während wir versuchen, uns selbst von den Denkbildern der Kommunistischen Partei Chinas – nämlich niemals unterschiedliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen – korrigieren, sollten wir uns auch daran erinnern, dass man dankbar sein sollte, wenn andere unsere Lücken und Mängel aufzeigen. Dies sind traditionelle Werte, die uns unsere Vorfahren überliefert haben.

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