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Folter und Quälerei im Frauengefängnis Liaoning

Eine Frau aus Shenyang in der Provinz Liaoning wurde während ihrer dreijährigen Haftzeit immer wieder gefoltert, um ihren Glauben abzuschwören.

Frau Li Yongmei war im Juli 2014 verhaftet worden. Polizeibeamte durchsuchten ihre Wohnung und nahmen ihren Computer, Drucker, Falun-Dafa-Bücher und andere persönliche Gegenstände mit.

Vom 20. November 2015 bis zum 16. Juli 2017 war sie im Frauengefängnis der Provinz Liaoning inhaftiert. Einzelheiten zu Tortur, welcher Frau Li ausgesetzt war:

Weibliche Gefangene überwachen Frau Li

Frau Li wurde dem fünften Team in der siebenten Abteilung des Gefängnisses zugewiesen. Der Teamleiter schickte zwei weibliche Gefangene, Diao Lili und Li Yunxia zu ihr, um sie 24 Stunden am Tag zu überwachen. Sie verlangten, dass Frau Li ihren Glauben an Falun Dafa aufgibt. Als sie das nicht tat, zwangen die beiden Gefangenen sie, an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen von morgens bis abends still auf einer Stelle zu stehen. Sie nahmen ihr Toilettenpapier, Zahnpasta und andere Dinge des täglichen Bedarfs weg und verboten ihr, sich umzuziehen. Nachts musste sie auf einem bloßen Brett ohne Decken schlafen.

Über längere Zeiträume stehen und hocken

Die Gefängniswärter bestraften Praktizierende, indem sie sie zwangen, den ganzen Tag in der Lagerhalle des Gefängnisses zu stehen. Sie nannten das eine „Studiensitzung“.

Viele Falun-Dafa-Praktizierende wurden mehrere Tage hintereinander dort stehen gelassen, wodurch ihre Hände und Füße anschwollen. Auch Frau Lis Füße waren nach einigen Tagen so geschwollen, dass ihre Hausschuhe aufrissen. Dann zwangen die Wärter sie, sich von 7 Uhr morgens bis 19 Uhr abends ohne Schuhe hinzuhocken. Als sie immer noch nicht aufgab, verlängerten die Wärter die Dauer auf 15 Stunden und schließlich auf 24 Stunden am Tag.

Frieren lassen

Die Gefangenen Diao Lili und Li Yunxia öffneten im Winter das Zellenfenster und nahmen Frau Li die Winterkleidung weg, um sie frieren zu lassen. Außerdem gossen sie eiskaltes Wasser auf sie und ihre Jacke. Keine der Folterungen konnte Frau Li dazu bringen, ihren Glauben aufzugeben.

Schlaf- und Nahrungsentzug

Diao Lili und Li Yunxia gaben Frau Li nicht alle ihre Mahlzeiten und manchmal nur eine Mahlzeit am Tag. Sie sagten, dass Frau Li mit einem vollen Magen mehr Energie hätte, um der Folter zu widerstehen. Als die Überwachung rund um die Uhr die beiden Insassen erschöpfte, baten sie die anderen Gefangenen, Frau Li über 20 Stunden am Tag wach zu halten, während sie sich ausruhten.

Unbezahlte Arbeit

Das fünfte Team hatte eine Bekleidungsfabrik, die eine Fertigungsstraße betrieb. Die Gefangenen erhielten jeweils eine Tagesquote, die sie erfüllen mussten, egal wie spät es wurde. Sie arbeiteten von 7:00 Uhr morgens bis spät in die Nacht und ruhten nur einen Tag in der Woche. In der Hochsaison mussten sie jedoch mehrere Wochen hintereinander sieben Tage pro Woche arbeiten.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Chinesische Version

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