Share on facebook
Share on twitter
Share on google
Share on email
Share on print

Fabrizierte Beweise gegen drei Falun-Dafa-Praktizierende aus Jilin

Die Polizei in der Stadt Yanbian, Provinz Jilin, fabrizierte Beweise gegen drei Falun-Dafa-Praktizierende [1], um Gefängnisstrafen für sie zu erwirken.

Die Frauen Zhu Xiuxia, 64, Li Fengyun, 69, und Wei Yumei, 72, wurden von Postbeamten der Polizei gemeldet, weil sie versucht hatten, Informationsmaterialien über Falun Dafa an Mitmenschen zu senden. Die Polizei begann, sie zu überwachen, und verhaftete sie sechs Monate später, am 14. Juli 2019, als sie Plakate über Falun Dafa aufhängten.

Während fünf Polizisten Zhu bei der Verhaftung in den Polizeiwagen trugen, rief sie: „Die Polizei verhaftet gute Menschen!“ Damit zog sie die Aufmerksamkeit einer großen Menschenmenge auf sich. Einige der Passanten verurteilten die Brutalität der Polizei.

Verärgert schlug ein Beamter auf Zhus Hinterkopf. Danach litt sie zwei Monate lang an chronischen Kopfschmerzen. Im Streifenwagen bekam sie Herzprobleme und verlor das Bewusstsein. Die Polizisten steckten ihr eine unbekannte Pille in den Mund und injizierten ihr ein unbekanntes Medikament in den rechten Arm. An der Stelle bildete sich ein großer Bluterguss. Zhu war schweißgebadet, als sie wieder zu sich kam.

Am selben Tag durchsuchten Polizisten die Wohnungen der drei Frauen und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, Computer, Drucker und andere persönliche Gegenstände. Sie nahmen 20.000 Yuan (2.600 EUR) in bar aus Weis Wohnung mit, gaben sie aber später auf Grund der energischen Forderungen ihrer Familie zurück.

Die Polizisten machten Fotos von den drei Frauen, nahmen ihre Fingerabdrücke und DNA-Proben. Am 15. Juli ließen sie sie frei.

Zwei Monate später reichte die Polizei die Fallakten der Praktizierenden mit gefälschten Beweisen bei der Staatsanwaltschaft ein:

Das Skalpell, das Zhus Mann benutzte, wurde als Papierschneider zur Herstellung von Informationsmaterialien über Falun Dafa gezählt. Die Milchbeutel, die Zhu verwendete, wurden als Reißverschlusstaschen gezählt, um Informationsmaterialien zu verteilen. Während die Polizisten bei Zhu kein Bargeld fanden, behaupteten sie, dass sie sechs 100-Yuan-Scheine gefunden hätten, die mit Informationen über Falun Dafa bedruckt waren. Und auf den 20.000 Yuan (2.600 EUR) Banknoten von Wei waren angeblich auch „Falun-Dafa-Botschafte“n aufgedruckt gewesen.

Es kam zur Anklage. Nun steht den drei Frauen eine Gerichtsverhandlung bevor.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Chinesische Version


Das Neueste

Archiv