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{Fa-Konferenz Deutsch-Schweiz 2019} Die Beseitigung meiner grundlegenden Anhaftungen

Heute möchte ich mit Euch über meine Kultivierungserfahrungen der letzten zwanzig Jahre austauschen.

Ich bin ein chinesisch abstammender Vietnamese. Ich bin jetzt über 70 Jahre alt. Meine Familie kommt aus der Stadt Chaoshan. Ich bin in Vietnam geboren und aufgewachsen. Im Jahr 1978 flüchtete ich mit meiner Frau und meinen Töchtern mit dem Schiff aus Vietnam.  Es war eine lebensgefährliche Reise auf dem offenen, stürmischen Meer. Zum Glück kamen wir endlich lebend in Malaysia an. Im Jahr 1979 gewährten uns die Schweizer Behörden Asyl. So ließen wir uns in der Schweiz nieder.

Im Juli 1998 traf ich einen jungen Mann aus China auf einer Party. Er studierte an einer Hotelfachschule in der Schweiz. Er erzählte mir, dass sein Onkel und andere Familienmitglieder in Paris Falun Gong (oder auch Falun Dafa genannt) praktizieren würden und sehr davon profitiert hätten. Er schenkte mir sogar das Buch „Der chinesische Falun Gong“. Vielleicht war meine Schicksalsverbindung mit Dafa (großes Gebot) in diesem Moment noch nicht gereift, denn ich stellte das Buch erst einmal ins Bücherregal und vergaß es schließlich.

Im Dezember 1998 bekam ich Probleme mit der Prostata und hatte Schwierigkeiten beim Urinieren. Der Arzt sagte mir, dass ich  eine Entzündung der Prostata hätte. Er schrieb mich krank und verschrieb mir Antibiotika für eine Woche. Ich lag im Bett und wurde von meiner Frau versorgt und gepflegt. So nahm ich das Buch „Der chinesische Falun Gong“ und begann zu lesen. Am zweiten Tag fing mein ganzer Körper an zu schmerzen. Ich konnte nicht vom Bett aufstehen. Aber ich dachte sofort, ob diese Symptome vielleicht deshalb aufgetreten waren, weil der Meister meinen Körper reinigte und mein Karma beseitigte. Ich ging wieder zum Arzt. Er sagte mir, dass solche Erscheinungen vorkämen, wenn es nicht das richtige Medikament wäre. Er gab mir ein anderes Medikament und ordnete an, dass ich es eine Woche lang einnehmen sollte. Ich nahm das Medikament mit, aber nahm es irgendwie nicht ein. Ich las das Buch „Der chinesische Falun Gong“ bis zu Ende. Am dritten Tag konnte ich wieder ganz normal auf die Toilette gehen. Ich verstand es so, dass dieses Wunder ein Zeichen war, an Dafa zu glauben. Ich ging wieder zum Arzt und ließ mich untersuchen. Der Arzt sagt mir, dass ich völlig gesund sei. Ich war sehr überrascht und dachte, dass es nicht zufällig ist, es eine arrangierte Schicksalsverbindung des Meisters zu Dafa ist. Auch die chronische Arthritis und die Hämorrhoiden, die mich jahrelang geplagt hatten, verschwanden alle. Mein körperlicher Zustand hatte sich total verändert. Ich bekam wieder eine gesunde Gesichtsfarbe. Der Meister hatte mir ein zweites Leben gegeben. Daraufhin beschlossen meine Frau und ich, gemeinsam Falun Dafa zu kultivieren.

Sofort informierten wir uns darüber wo es einen Übungsplatz gibt und machten dann bald darauf die Übungen mit den anderen Praktizierenden zusammen. Es war sehr harmonisch. Wir bekamen zwei Exemplare des Zhuan Falun (Hauptwerk des Falun Dafa) und lernten das Fa (Gebot) mit der Gruppe zusammen. Dafa weist uns den Weg, uns nach Wahrhaftigkeit, Güte, und Nachsicht zu kultivieren und unsere Xinxing (geistige Natur) zu erhöhen. Dafa brachte unserer Familie Harmonie und Glück.

Kurze Zeit später ordnete Jiang Zemin am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong an. Sofort wurden die Dafa-Schüler in China überall grausam verfolgt. Im Ausland sind wir zwar nicht von der Gewalt betroffen, aber einige Chinesen waren durch die Propaganda der kommunistischen Partei stark negativ beeinflusst. Wenn wir solche Menschen trafen, schauten sie uns mit einem missachtenden Blick an oder beschimpften uns. Wir konnten alles aushalten und die Pässe bestehen. Standhaft erklärten wir ihnen die wahren Umstände und überstanden die damalige Situation. Am Anfang der Verfolgung schickte uns die chinesische Botschaft viele Materialien, worin viele erfundene Beispiele standen, um Falun Gong zu verleumden. Die Botschaftsmitarbeiter bestellten uns in ihr Büro und versuchten uns zu überreden, auf die Kultivierung zu verzichten. Sie verleumdeten Falun Dafa und versuchten, unseren Glauben an Dafa zu verhindern. Aber wir blieben standhaft und gaben die Kultivierung nicht auf. Uns wurde klar, dass wir hier außerhalb Chinas nicht mehr nur die Übungen machen, sondern auch gegen die Verfolgung agieren, die wahren Umständen erklären und die Menschen aufklären sollten.

Im Herbst 2000 besuchte Jiang Zemin die USA. Mit ein paar anderen Schweizer Mitpraktizierenden flogen meine Frau und ich auch nach New York, um an den Veranstaltungen gegen die Verfolgung teilzunehmen und die wahren Umstände zu erklären. In den späteren Jahren flogen oder fuhren wir in verschiedene Länder Europas, um tatkräftig an den Aktionen gegen die Verfolgung mitzuwirken. Zuhause fahre ich zu verschiedenen touristischen Sehenswürdigkeiten und verteile dort die Zeitungen an die Chinesen Touristen. Einige Jahre lang hatte ich täglich durch Skype die Information über die Tatsachen von Falun Dafa und der Verfolgung an die chinesischen Internet-Benutzer geschickt und versucht, sie zu überzeugen aus der Partei und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten. Leider war mein Computer irgendwann durch einen Virus infiziert und funktionierte nicht mehr. Aber solche Verluste konnten mich nicht zum Aufgeben bringen. Eine Zeitlang arbeitete ich in einem Online-Projekt, das von einem taiwanesischen Praktizierenden organisiert wurde. Mit Mitpraktizierenden aus Vietnam und Taiwan erklärten wir den Chinesen online die Fakten und informierten sie über die Möglichkeit auszutreten. Seit dem letzten Jahr bin ich bei der RTC-Plattform (Rapid Truth Clarification) und spiele am Telefon Audio-Texte über die Aufklärung der wahren Umstände ab, um die Chinesen aufzurütteln.

Ich habe gar keine Vorbehalte wenn ich mit Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung spreche, egal mit wem oder bei welcher Gelegenheit. Ich nutze alle Möglichkeiten, um die Fakten zu erklären. Im März 2003 kamen Dafa-Praktizierende aus der ganzen Welt zur Fa-Konferenz in die Schweiz. Alle trafen sich in Genf vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen, der UNO. Wir haben auch an dieser Veranstaltung teilgenommen. Zuvor hatte die Sekretärin der chinesischen Botschaft versucht uns zu überreden, nicht dorthin zu gehen. Wir ignorierten ihre Hinderung.

Seit einigen Jahren wird Shen Yun in der Deutsch-Schweiz aufgeführt. Während der Shen Yun Promotion halfen meine Frau und ich bei der Broschüren-Verteilung in die Briefkästen. Während der Promotion in Zürich erlebte ich viele Xingxing-Prüfungen. In Zürich gab es acht Shen Yun Aufführungen. Der Koordinator mietete ein Haus in unserer Stadt, so dass Mitpraktizierende aus anderen Ländern kommen und uns helfen konnten. Die meisten Praktizierenden halfen bei der Broschüren-Verteilung mit.

In den zwanzig Jahren unterstützt mich meine Frau bei allen Aufgaben zur Fa-Bestätigung. Vor zehn Jahren fuhren wir zusammen nach Basel, um dort den Chinesen die wahren Umstände zu erklären. Auf der Autobahn stand plötzlich ein Auto ca. 60 Meter vor uns. Hinter uns kam ein großer Lastwagen. Es gab drei Spuren. Alle drei Autos fuhren auf der mittleren Spur, die als einzige in den Tunnel hineinführt. Der Eingang des Tunnels war noch etwa 200 Meter von uns entfernt. Wir spürten, dass wir in Lebensgefahr waren. Wenn wir weiterfahren würden, würden wir mit dem Auto vor uns zusammenstoßen und der Lastwagen hinter uns würde in uns hineinfahren. Das war eine lebensgefährliche Situation. Damals hatten meine Frau und ich nur daran gedacht, dass wir die Menschen erretten möchten. Und dass Meister’s Fashen bei uns ist und uns schützt. Also würde uns nichts passieren. Ich drehte sofort das Lenkrad, wechselte auf die Überholspur, fuhr an dem stehenden Auto vorbei und fuhr dann wieder zurück auf die mittlere Spur in den Tunnel hinein. Kurz danach hörten wir einen lauten Knall. Im Rückspiegel sah ich, dass der Lastwagen auf das stehende Auto aufgeprallt war. Dieses Wunder, das wir selbst erlebt hatten, ließ uns erkennen, dass es keinen Pass gibt, den wir nicht bestehen können – , solange wir als Dafa- Schüler ein aufrichtiges Herz haben und uns jederzeit als Kultivierende betrachten. Sofern wir an den Meister und an Dafa glauben, ist der Meister jederzeit bei uns und schützt uns. Danke Meister für ihre barmherzige Errettung.

Ich kultiviere mich seit 20 Jahren. Ich habe das Gefühl, dass meine Fortschritte sehr langsam sind. Die negativen Gedanken stören mich ständig und lassen mich daran zweifeln, ob ich mich zur Vollendung kultivieren kann. Manchmal ist mein Kultivierungszustand nicht gut. Aber der Meister hat mich nie aufgegeben. Er gibt mir immer wieder Hinweise und lässt mich nicht vergessen, dass ich ein Kultivierender bin. Zur Zeit prüfe ich mich selbst, ob ich in den letzten zwanzig Jahren wie ein Dafa-Schüler mit aufrichtigen Gedanken und aufrichtigem Verhalten gehandelt habe. Wo habe ich noch Lücken in meiner Kultivierung? Halte ich noch an grundlegenden Anhaftungen fest? Eins steht fest, egal was passiert, werden wir uns nicht von Dafa entfernen. Wir wollen dem Meister bei der Fa-Berichtigung helfen.

Letzthin habe ich eine Lücke in meiner Kultivierung gefunden. Ich fühle mich zum Beispiel unwohl, wenn Mitpraktizierende mich nicht begrüßen, wenn wir uns sehen. Ich hatte dies bisher auf der Ebene eines gewöhnlichen Menschen betrachtet. Ich habe öfter darüber nachgedacht, ob sie mich vielleicht deshalb nicht beachten, weil ich aus einem anderen Land komme oder weil ich die Sprache nicht gut beherrsche und nicht gut mit ihnen kommunizieren kann. Manche Mitpraktizierenden aus meinem Land sind auch kühl zu mir. Dann habe ich wieder überlegt, dass es vielleicht daran liegt, dass wir an unterschiedlichen Orten aufgewachsen sind. Früher dachte ich, dass manche Mitpraktizierende kühl zu mir sind, weil ich manchmal Gedanken wie ein gewöhnlicher Mensch habe. Aber jetzt möchte ich diese Sache wie ein Kultivierender betrachten und meine menschliche Gesinnung ablegen. Ich werde nicht mehr großen Wert darauf legen, wie die anderen über mich denken. Nur wenn ich alle Anhaftungen beseitige, kann ich die Hindernisse durchbrechen und meine Ebene erhöhen.

Obwohl ich es nicht ausspreche, habe ich versteckten Groll in meinem Herzen gegen die Praktizierenden, die mich meinem Gefühl nach nicht gut behandeln. Bisher habe ich in vielen Situationen im Außen gesucht, das entspricht nicht dem Fa. Wir sollen den Anforderungen von Dafa folgen.

Der Meister sagt im Zhuan Falun:

„Aber wir haben gesagt, ein Praktizierender soll eben nicht zurückschlagen, wenn er geschlagen wird, und nicht zurückschimpfen, wenn er beschimpft wird. Er soll sich nach hohen Maßstäben richten.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online-Version 2019, S.187)

Wir sollen zuerst an die anderen und nicht an uns selbst denken. Wir sollen nicht im Außen, sondern im Inneren suchen. Egal welche Konflikte passieren, sie sind nicht zufällig. Ob wir richtig oder falsch liegen, es ist nur eine Prüfung für unsere Xinxing. Wenn wir es loslassen können, erhöhen wir uns. Wir sollen drauf achten, dass unsere Projekte zur Errettung der Lebewesen nicht gestört werden. Die alten Mächte nutzen jede unserer Lücken aus, um dämonische Schwierigkeiten einzurichten, uns zu stören, uns zu prüfen, uns nicht voranschreiten zu lassen und uns dazu zu bringen, bei der Kultivierung und der Menscherrettung nachzulassen. Das sind die Punkte, die ich bisher erkannt habe.

In der Familie soll ich immer Ruhe bewahren, wenn andere mich unfair behandeln oder Konflikte entstehen, weil nichts zufällig passiert. Ich soll nicht mit einem menschlichen Herzen die Dinge betrachten. Vielleicht habe ich noch Neid und Kampfgeist und liebe es nicht besonders, von anderen kritisiert und auf meine Mängel hingewiesen zu werden. Dann passiert es, dass die Herzen von beiden Seiten unruhig sind, sich gegenseitig abstoßen und missmutig sind. Die alten Mächte sehen das und verstärken die Schwierigkeit, um uns zu prüfen. Sie lassen mich nicht ruhig schlafen oder lassen Krankheitserscheinungen bei mir auftauchen. Nur wenn ich die Anhaftungen finden und beseitigen kann, dann bin ich in der Lage, alle Reibungen zu durchbrechen. Wenn ich die Anhaftungen beseitigt habe, dann wird wieder Harmonie in die Familie zurückkommen. Um die menschlichen Gesinnungen in der Kultivierung zu beseitigen, sollen wir strenge Anforderungen an uns selbst stellen. Wie kann ich diese Anhaftungen beseitigen, wenn ich mich ungern von anderen kritisieren lasse? Ich sollte den Fehler bei mir und  nicht bei den anderen suchen.

Als ein Kultivierender sollen wir auf den Meister hören, vernünftig sein und strenge Anforderungen an uns selbst stellen. Wir sollen uns wahrhaftig und solide kultivieren und uns der errettenden Gnade des Meisters würdig erweisen. Deshalb werde ich nun gründlich nach den Anhaftungen suchen, welche in den letzten zwanzig Jahren nicht so leicht zu erkennen waren. Nur wenn ich mich selbst gut kultiviere, kann ich die Sachen, die ein Dafa-Schüler machen soll, gut machen. Nochmals erkenne ich jetzt, dass ich unbedingt mich selbst überprüfen und nach innen schauen muss. Obwohl ich einige oberflächliche Anhaftungen beseitigt habe, sollte ich es erreichen, ein barmherziges Herz zu behalten, streng zu mir selbst und großzügig zu den anderen zu sein. Nur so entspreche ich erst den Anforderungen eines Dafa-Schülers in der Zeit der Fa-Berichtigung. Ich muss meine grundlegenden Anhaftungen beseitigen. Nur dann kann ich alle Hindernisse durchbrechen, die menschlichen Gesinnungen beseitigen, in der Kultivierung aufrichtige Gedanken beibehalten und mich aufrichtig verhalten. In Zukunft möchte ich mehr das Fa lernen, die drei Sachen gut machen und meiner Fähigkeit entsprechend möglichst mehr Menschen erretten. Das ist unsere Mission. Wir dürfen den Meister nicht enttäuschen.

Falls etwas nicht korrekt ist, bitte ich um barmherzige Korrektur.

Danke, verehrter Meister!

Danke, liebe Mitpraktizierende.

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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