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{Fa-Konferenz Deutsch-Schweiz 2019} Sich fleißig und entschieden kultivieren

Hiermit möchte ich meine gegenwärtigen Kultivierungserfahrungen mit euch teilen.

Durch das Praktizieren am frühen Morgen wieder in der Kultivierung fleißiger werden

Es ist acht Jahre her, seit ich mich im Falun Dafa kultiviere. Mein Kultivierungsweg war nicht immer eben. Manchmal war ich mutig und fleißig, manchmal jedoch unklar und träge. In letzter Zeit bin ich abgestumpft und habe nachgelassen. Eine Zeitlang konnte ich meinen Zustand nicht durchbrechen und die Qualität der drei Dinge nicht aufrechterhalten. Ich habe mich sehr geschämt.

Für unsere erste Deutsch-Schweizer Fa-Konferenz erhoffte unsere Koordinatorin, dass wir Erfahrungsberichte schreiben. Dies fiel mir aber schwer. Vor dem Bildschirm des PC starrend stellte ich fest, dass ich keine auf den Fa-Grundsätzen basierende Erkenntnisse hatte. Viel mehr empfand ich eine passive Emotion im Herzen. Ich versuchte dieser Anforderung auszuweichen. Die Koordinatorin verschob mehrmals den Abgabetermin. Ich bat den Meister um Hilfe und hoffte, dass ich diese Gelegenheit gut dazu nutzen könnte, durch das Verfassen eines Erfahrungsberichtes die Wurzel meines trägen Zustandes herauszufinden und wieder fleißiger in der Kultivierung zu werden.

Der Meister hat uns immer wieder gesagt, dass wir das Fa (Gebot) viel und gut lernen sollten. Ich wusste auch, dass ich gerade in diesem Punkt den Maßstab nicht erreicht hatte.

Auf der ersten Fa-Erklärung in Nordamerika sagt der Meister:

„In Wirklichkeit ist es für jeden von uns Anwesenden nicht einfach, das Fa zu lernen. Du hast verschiedene Arten von Störungen und Problemen; sobald du das Fa lernen willst, hast du viel zu arbeiten und dir reicht die Zeit nicht und so weiter. Du findest, dass es eine natürliche Erscheinung zu sein scheint, in Wirklichkeit gibt es in allerlei Hinsichten Gründe, die dich stören, so dass du das Fa nicht erhalten kannst.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der ersten Fa-Konferenz in Nordamerika, 28.03.1998 in New York)

Da ich das Fa-Lernen vernachlässigte, konnte ich nur schwer die aufrichtigen Gedanken zu den vier festgelegten Zeiten aussenden. Wenn ich es verpasste, holte ich es nicht mehr nach. Mein Kultivierungszustand rutschte unbemerkbar nach unten, sodass ich sogar daran zweifelte, ob ich mich noch weiter kultivieren könnte. Der aufrichtige Gedanke, dass ich mich durch meine Kultivierung zur Vollendung gelangen könnte, ging fast ganz verloren. Ich erkannte zwar meine große Lücke, zu wenig an den Meister und an Dafa zu glauben, wusste aber nicht wie ich diesen Zustand ändern sollte. Ich war innerlich frustriert.

Letztes Jahr veröffentlichte die Minghui Webseite eine neue Version der Übungsmusik. Die zweite Übung stand nun in einer einstündigen Länge zur Verfügung. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen weil ich es nicht schaffte, die Übungen täglich zu machen. Es fiel mir schwer frühmorgens aufzustehen. Vor ca. zwei Wochen beschloss ich, diese Situation zu ändern. Ich stand frühmorgens auf und machte die Übungen. Die Situation änderte sich sofort.

Ich erfuhr, dass viele Praktifizierende dieses Problem hatten. Ich dachte, wir könnten gemeinsam im Sonant die Übungen in der Frühe machen. Dann habe ich Praktizierende angerufen, ob sie sich mit mir um 4:40 im Sonant treffen möchten, um die Übungen zu machen. Das hieß, dass ich täglich selbst dabei sein musste, sonst würde niemand die Übungsmusik einschalten. Seit ich diese Verantwortung übernommen habe, habe ich keine Schwierigkeiten mehr beim Aufstehen. Wenn der Wecker klingt, kann ich sofort mit klarem Kopf aufstehen. Ich erkannte, dass der Meister die Störungfaktoren für mich beseitigt hatte. Es war wirklich wie es im Zhuan Falun (Hauptwerk des Falun Dafa) geschrieben steht:

„Die Kultivierung hängt von einem selbst ab und die Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“(Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S.36)

Und weiter:

„Wie viel du hergibst, so viel bekommst du; das ist der Grundsatz.“(Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S.460

Ich habe auch erkannt, dass wenn wir bei einer Sache an die anderen denken anstatt aus Eigeninteresse zu handeln, haben wir den Maßstab erreicht und erhalten die Unterstützung des Meisters. Unter diesen Umständen können uns die alten Mächte nicht stören – das ist der Schlüssel des Nach-innen-Schauens. Unabhängig von der äußerlichen Umgebung, halten wir unsere innere Haltung aufrecht –, endlich verstand ich was es bedeutet “Im Fa zu sein”. Alles was man denkt und tut, dient nicht sich selbst, sondern anderen und zwar ohne jegliche Anforderung an andere zu stellen.

Auf der Fa-Konferenz in New York 2017 sagte der Meister:

„Aber innerhalb des Vorgangs schauen die Gottheiten auf deine grundlegende Absicht bei jeder Sache, die du tust. So ist es eben.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung zum 25. Jahrestag der Verbreitung von Dafa auf der Fa-Konferenz in New York,14.05.2017)

Negative Gedanken unterdrücken, schlechte Dinge wandeln sich zum Guten

Vor kurzem habe ich festgestellt, dass eines meiner Probleme ist, dass ich andere oft mit negativen Gedanken betrachte. Unbewusst suche ich nach ihren Mängeln und fand mich selbst ungerecht behandelt. Ich beschwerte mich über vieles und alles was mir passierte, waren in meinen Augen schlechte Dinge. Egoismus, Selbstzufriedenheit, Arroganz und Neid versteckten sich in meinem Herzen. Nur wenn ich meine Anhaftungen bei mir selber suche, kann ich mich korrigieren und verbessern.

Ich erkannte weiter: Negative Gedanke wie Groll oder Beschwerden entspringen dem Selbstschutz und sind eine Grundhaltung der Lebewesen des alten Universums. Die Lebewesen des neuen Universums sehen nur positive Faktoren in allen Dingen. Das diesjährige Asia-Festival war eine Gelegenheit für mich zu erkennen, was es bedeutet, dass alle Sachen gute Sachen sind.

Die meisten Stände auf dem Asia-Fest in Bern bestanden aus thailändischen Essenständen. Die Veranstalter arrangierten viel laute moderne Musik und Songs. In den letzten zwei Jahren war ich mir nicht sicher, ob wir Dafa-Jünger an solchen Veranstaltungen teilnehmen sollten. Auch manche andere Besucher sagten, dass wenn sie einmal dort gewesen waren, sie kein zweites Mal mehr dabei sein wollten. Da ich dieses Jahr eine konkrete Aufgabe hatte, musste ich mir viel Zeit nehmen, um mich daran zu beteiligen. Ich sagte mir, wenn ich entschied daran teilzunehmen, sollte ich die Sache mit positiver Haltung betrachten. Möglicherweise würde ich auch Menschen mit starker Schicksalsverbindung dort begegnen.

Auch am Asia-Fest in Zürich malte ich Kalligraphien für die Besucher. Kurz nach meiner Ankunft sah ich eine Chinesin mit ihrem Schweizer Mann, ihrer Tochter und ihrer Enkelin. Sie kamen lächelnd auf uns zu und hielten in der Nähe unseres Standes an. Ich nahm schnell einen Flyer und begrüßte sie. Ich fragte sie, ob sie Falun Gong kenne. Sie sagte, sie hätte das Zhuan Falun früher einmal gelesen. Ich erzählte ihr von den wahren Begebenheiten, unter anderen auch von der inszenierten Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Sie entschied sich problemlos, die Kommunistische Partei und die ihr angeschlossenen Organisationen zu verlassen. Die ganze Familie war nur kurz zu Besuch in der Schweiz und wollte nach eineinhalb Monaten zurück nach China. Ich erkannte, dass sie eine starke Schicksalsverbindung zu Dafa hatte. Unsere Begegnung war möglichweise vom Meiser arrangiert worden, damit sie wieder mit der Kultivierung im Dafa anfangen konnte. Ich sah sie an und sagte zu ihr: „Buddhisten sagen, es ist schwierig, einen Menschenkörper zu erhalten, in China geboren zu werden und das aufrichtige Gebot kennenzulernen. Wir haben alle diese drei Dinge erreicht, was für eine Schicksalsverbindung ist das! Wir dürfen uns diese seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen.“ Sie schaute mich überrascht an und nickte gleich: „Ich habe verstanden. Ich werde das Buch wieder lesen.“ Kurz darauf waren wir an der Reihe auf der Bühne die Übungen vorzuführen. Als wir uns mit der Heshi-Geste vom Publikum verabschiedeten, sah ich sie unter den Zuschauern den Buddha-Gruß in Richtung Bühne erwidern. Ich fühlte ganz stark, dass all das vom Meister arrangiert war. Ich war froh, zu der Veranstaltung gekommen zu sein. Es hatte sich gelohnt, selbst wenn es nur für diese eine Chinesin gewesen wäre.

Später kam noch eine Schweizer Familie an unseren Stand. Der Mann hatte verschiedene Kampfkünste ausgeübt. Als er und seine zwei Söhne an unserem Stand vorbeikamen, gab ich ihm einen Flyer. Er las ihn erfreut durch und wollte noch mehr über Falun Dafa wissen. Er sagte, dass er sehr an der Praktik interessiert sei und zuhause unsere Webseite besuchen würde.

Die wahren Umstände verbreiten

Die Stadt Interlaken, in der ich lebe, ist sehr beliebt bei den chinesischen Touristen. Hier können sie die einzigartige schweizerische Berglandschaft genießen. Außerdem werden die Chinesen auch von der ausgedehnten Shoppingstrasse angezogen um Souvenirs und namhafte lokale Produkte einzukaufen. Kurz nachdem ich in diese kleine Stadt gekommen war, begann ich die chinesische Epoch Times in lokale Hotels und Restaurants zu bringen. Ich war erstaunt, dass in den ersten zwei Tagen die Hotel-Manager zufällig an der Rezeption waren, sodass ich sie um Erlaubnis zum Auslegen unserer Zeitung fragen konnte. Als ich später die Zeitungen regelmäßig in die Hotels brachte, traf ich sie nicht mehr an. Ich wusste, dass dies das Arrangement des Meisters gewesen war.

Für einige Hotels und Restaurants schien es etwas befremdet zu sein, eine chinesische Zeitung auszulegen. Ich erklärte den Zuständigen lediglich, dass man aufgrund der Internetblockade in China nur zensurierte Nachrichten des staatlichen Fernsehsenders CCTV anschauen könnte. Die chinesische Regierung wolle die Bevölkerung mit ihrer Propaganda und Zensur kontrollieren und erlaube niemandem frei zu denken. Wir Chinesen im Ausland hoffen daher, dass unsere Landesleute die Gelegenheit haben, die wahren Informationen während ihres Aufenthaltes bei uns zu erfahren. Ich erklärte den Hotelangestellten, dass wir ehrenamtliche Mitarbeiter der Zeitung Epoch Times seien. Ich zeigte ihnen auch die Webseite der Epoch Times und erklärte ihnen, dass die Online Version in 22 Sprachen erscheint. Die Angestellten waren normalerweise sehr überrascht und freuten sich über diese Information. Sie zeigten auch Interesse die Webseite der Epoch Times in ihrer eigenen Sprache zu besuchen.

Manchmal richteten mir die Rezeptionisten die Dankbarkeit ihrer Gäste aus. Manchmal gaben sie mir mit vielaussagendem Gesichtsausdruck zu verstehen, dass die chinesischen Gäste gegen die Zeitung seien und die Zeitung deshalb nicht mehr erwünscht wäre. Ich wusste, dass die von der Partei ausgenutzten und von der Propaganda vergifteten Chinesen eine Rolle gespielt hatten. Ich nutzte diese Gelegenheit, um den Hotelangestellten von der Einheitsfront der kommunistischen Partei im Ausland zu berichten und dass die Partei viele Spione in westlichen Ländern eingesetzt habe. Ich erzählte ihnen auch von den Störungsversuchen und Bedrohungen durch die KPCh gegenüber den Tanzaufführungen von Shen Yun und dass die Konfuzius Institute eine spezielle Aufgabe der Kommunistischen Partei ausführten. Meine Aufklärungen hatten eine gute Wirkung. Manche Rezeptionisten bedanken sich für die wichtigen Informationen und unterstützten mich. Manche Mitarbeiter in den Restaurants gaben sogar den Chinesen unsere Zeitung in die Hand, als die Gäste auf ihre Bestellung warteten. Sie sagten ihnen, das sei eine gute Zeitung.

Parteikultur wegkultivieren

Seit ich mich im Dafa kultiviere, bemerke ich allmählich die tiefgreifenden Einflüsse der Parteikultur auf mich. Ich wurde in den frühen 70er Jahren in China geboren und wurde unvermeidlich während vieler Jahre von der Parteikultur geprägt. Sowohl von meinem Charakter als auch von meiner Denk- und Verhaltensweise her muss ich hart daran arbeiten, um die Faktoren der Parteikultur bei mir zu finden und zu bereinigen.

Ich habe immer gedacht, weil drei Generationen meiner Familie von der Partei verfolgt worden waren, dass wir ihre boshafte Natur sehr gut kennen würden. Ich glaubte daher, dass ich selbstverständlich weniger von der Parteikultur beeinflusst wäre. Aber seit meiner Kultivierung und meinem Aufenthalt im Ausland habe ich gesehen, dass das Gift der Parteikultur tief in meine Knochen und ins Blut eingedrungen ist. Was man in der Schule in China gelernt hat, sind nur Lügen aller Art des kommunistischen Geistes. Unbemerkt hat man sich von der Tradition und von den von den Gottheiten überlieferten Richtlinien entfernt. Deshalb habe ich viel Karma bei der Kultivierung abzubauen.

Jetzt wird es mir immer klarer, dass mich die Faktoren der Partei Kultur an der Erhöhung hindern. Ich war zum Beispiel überrascht, als ich merkte, dass mir beim Fa-Lernen die Ehrfurcht fehlte. Als ich die Wurzel ausgegraben hatte, verstand ich, dass ich dem Fa (Gebot) nicht absolut vertraute und dass mein Herz gegenüber dem kosmischen Fa nicht rein war. In China ist es normal, dass man nur eine Form aufrecht erhält. Ich war davon beeinflusst und hielt beim Fa-Lernen nur die Form aufrecht. Konkret beschrieben war es so, dass ich mich nicht auf die Worte konzentrierte und mein Herz woanders war. Also äußerlich lernte ich das Fa, aber eigentlich hatte ich das Fa nicht erhalten. Unter diesen Umständen konnte ich mich nicht erhöhen –, und fleißig zu werden blieb nur ein Wunsch. Nach und nach waren meine aufrichtigen Gedanken zur Errettung der Menschen schwächer geworden.

In der Durchführung der drei Dinge entstand eine Lücke, deshalb konnten die alten Mächte Vorwände finden um mich zu stören. Zum Beispiel tauchten verschiedene Prüfungen hinsichtlich meiner Gefühle auf und ich geriet in viele Schwierigkeiten. Ich war auch erschüttert, als ich endlich  die Ernsthaftigkeit der Kultivierung verstand. Es war jedoch nicht einfach wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Alle Faktoren der alten Mächte ziehen uns hinunter und wollen uns zerstören. Ohne die große Tugend des Fa und ohne Meisters Schutz können wir nichts schaffen. Die alten Mächte können uns dann antun, was sie wollen. Nur auf dem heiligen Weg des Meisters können wir zu unserem Ursprung zurückkehren. Deshalb muss ich unbedingt mit einem reinen Herz das Fa lernen und Hinweise vom Fa erhalten, um mich wahrlich zu erhöhen.

Das waren nur meine persönlichen Erkenntnisse. Bei Unzulänglichkeiten bitte ich um barmherzige  Hinweise.

Vielen Dank, verehrter Meister!

Danke, liebe Mitpraktizierende

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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