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{Fa-Konferenz Deutsch-Schweiz 2019} Kurzer Überblick über meine 9-jährige Kultivierung

Im Jahr 2010, als ich auf einem Markt spazierte, saß ein Mann in der Meditation auf dem Boden. Ich hatte das noch nie zuvor gesehen und war sehr beeindruckt. Er saß im Lotussitz und bewegte sich nicht. Er sah so friedlich aus, dass ich nur da stand und ihn ansah. Dann setzte ich mich neben ihn und versuchte, das gleiche zu tun. Als mir gesagt wurde, dass in der Stadt kostenlose Kurse angeboten werden, war ich wirklich begeistert. Zu dieser Zeit befand ich mich an einem wichtigen Wendepunkt in meinem Leben, mit großen Eheproblemen und chronischen Schmerzen. Diese Praxis schien mir wie ein Hauch von Hoffnung zu sein.

Als ich das Buch Zhuan Falun (Hauptwerk des Falun Dafa) zum ersten Mal las, konnte ich nicht viel davon aufnehmen, aber ich hatte eindeutig das Gefühl, dass es sich um ein Buch von grossem Wert handelte und es weckte meine Neugierde. Ich las es ein zweites Mal, und dann wurde mein Verstand klar. Es war ein wertvolles Buch, das alle Fragen beantwortete, die ich mir seit meiner Kindheit gestellt hatte. Es war die Offenbarung meines Lebens und seitdem konnte ich es nicht mehr für nur einen Tag aus der Hand geben. Mein Verstand erhöhte sich und meine Beziehungsprobleme schienen mir nicht mehr so schwer. Das Fa war zu meinem Lebensinhalt geworden.

Mein Kultivierungsweg beginnt

Die alten Mächte waren damit jedoch nicht einverstanden. Ich hatte gerade erst mit der Kultivierung begonnen und meine Anhaftungen waren zahlreich. Besonders die Angst, dass mein Mann mich anlügt und wieder betrügt erhöhte die Qualen meiner körperlichen Schmerzen. Die alten Mächte amüsierten sich und nutzten die Situation voll aus, aber ich war mir dessen nicht bewusst.

Die Angst, dass mein Mann mich anlügen, betrügen, nicht respektieren und wieder verletzen würde, tauchte jedes Mal erneut auf, wenn er morgens zur Arbeit ging.

Dann, eines Tages, erinnerte ich mich an die Lehre des Meisters:

„Ich bin im Kosmos verwurzelt. Wenn dir jemand Schaden zufügen könnte, könnte er auch mir Schaden zufügen. Ganz deutlich ausgedrückt, könnte er auch dem Kosmos Schaden zufügen.” (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S. 55)

Ich verstand, dass diese Angst keinen Grund mehr hatte, zu existieren, dass sie mich nicht mehr betreffen konnte, weil der Meister über mich wacht. Ich erkannte weiter, dass wenn mein Mann wieder ein Verhältnis anfinge, er sich selbst verletzen würde. Seitdem fühle ich mich ruhig und zuversichtlich. Meine Gedanken wurden klar, zumindest zu diesem Thema, denn ich wusste auch, dass ich, wenn das noch einmal passieren würde, ihm die wahren Umstände erklären und mich nach Zhen Shan Ren (Wahrhaftigkeit Güte Nachsicht) verhalten könnte, ohne Konflikte vermeiden zu müssen, um den Anschein von Harmonie zu wahren. Es sind die Dafa-Prinzipien Zhen Shan Ren, die siegen –, und nicht die Gefühle.

In wenigen Monaten erlangte mein Körper schnell wieder ein Wohlbefinden und Gleichgewicht, das ich seit langem nicht mehr erlebt hatte. Aber nicht alles war perfekt und ich hatte immer noch ein Wiederauftreten des Ungleichgewichts in meinem Becken, Narbenschmerzen, entzündete Nerven und verklemmte Rippen. Meine Abhängigkeit von der Beratung eines Osteopathen oder Arztes war sehr tief in mir verwurzelt. Die Angst vor Schmerzen und das Engagement, Lösungen im außen zu suchen, waren jedoch schwieriger und zeitaufwendiger zu beseitigen. Ich glaubte fälschlicherweise, dass alles harmonisch sein müsse, und dass wenn ich Schmerzen hatte, es daran lag, dass ich mich nicht gut kultiviert hätte. Und das hatte mich irritiert. Ich hatte einen starken Wissensdurst. Es war eine Spirale, ein Teufelskreis, aus dem ich nicht herauskam. Im vierten Jahr meiner Kultivierung unterzog ich mich einer weiteren 3. Leistenbruchoperation. Meine Anhaftung war so stark, dass ich den Anweisungen des Meisters nicht folgen konnte:

„Ich sage euch, die grundlegende Ursache, weshalb die Kultivierungsenergie nicht wächst ist, dass die Menschen bei den zwei Wörtern Xiu Lian nur auf das Lian (das Praktizieren der Übungen) und nicht auf das Xiu (die Kultivierung) achten. Wenn du strebend im Außen suchst, kannst du nichts bekommen. Willst du mit dem Körper, den Händen und den Gedanken eines gewöhnlichen Menschen schon die hochenergetischen Substanzen in Kultivierungsenergie umwandeln? Kann die Kultivierungsenergie dann schon wachsen? So einfach ist das nicht! Ich halte das für einen Witz. Das ist nichts anderes, als nach außen zu streben und im Außen zu suchen. Man wird es nie finden.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S. 32)

Der Meister sagt auch:

„Doch wenn sich ein gewöhnlicher Mensch, der nur ein gewöhnlicher Mensch sein will, von Krankheiten befreien möchte, wird es nicht funktionieren.” (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S. 7)  

Ich hatte starke Eigensinne: Angst vor Schmerzen, Angst vor dem Unbekannten, Bindung an Komfort, Faulheit usw.

So begann ich zu lernen, den Schmerz zu ertragen. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, meine Beine während der Meditation in der Lotusposition zu kreuzen. Und ich habe ertragen und ertragen. Es dauerte 7 Jahre bis ich mein Ziel erreicht hatte, auf Kosten des großen Leidens. Im Laufe der Jahre wurde mein Becken allmählich flexibler und stabiler. Ich kann jetzt sagen, dass ich durch das Aushalten der Schmerzen in der Lage war, mich von der Angst vor Schmerzen und der menschlichen Gesinnung zu befreien, nach Lösungen im Aussen für ein wenig körperlichen Komfort zu suchen.

Während dieser 9 Jahre der Kultivierung habe ich die Wunder des Dafa erlebt. Aus der Tiefe meines Herzens danke ich dem Meister, dass er mir so eine Kostbarkeit gegeben hat.

Zu Beginn meiner Kultivierung erlaubte mir der Meister mehrmals, in meinen Träumen zu fliegen. Ich konnte auch bei einer anderen Gelegenheit, während ich zu Hause putzte, das Guanding deutlich spüren.

„ … dass beim Schlafen oder irgendwann plötzlich eine warme Strömung vom Scheitel herunterkommt und durch den ganzen Körper fliesst.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S. 212)

Ein anderes Mal, als ich zur Arbeit gehen musste (ich arbeite als Verkaufsberaterin und stehe in direktem Kontakt mit den Kunden), hatte ich starke Narbenschmerzen und konnte nicht aufstehen. Auf dem Bett liegend, sendete ich aufrechte Gedanken aus und bat den Meister um Hilfe. Plötzlich fühlte ich, wie sich die schlechten Dinge auflösten und der Schmerz nachliess.

Durch Konflikte entdecke ich die Kraft des Mitgefühls

Durch die Konflikte konnte ich die Kraft des Dafa erleben. Früher war ich im Konflikt mit einer Mitpraktizierenden. Ich war wütend auf sie, weil ich dachte, dass sie nicht das Richtige tat. Es kam mir so vor, als würde sie mich immer wieder aufsuchen, um mir Lektionen zu erteilen, um mir zu sagen, dass ich kein Mitgefühl hätte und dass ich sehen solle, wie gut es ihr ginge. Zumindest verstand ich das so. Als ich das Fa (Gebot) wieder einmal abschrieb, kamen Gedanken der Wut in mir auf. Plötzlich begann Eiter aus meinem Finger, dem rechten Mittelfinger, zu fließen. Sogleich hatte ich den Hinweis klar verstanden. Ich hatte mich wie ein gewöhnlicher Mensch verhalten, anstatt nach innen zu schauen und zu sehen, was mit mir los war. Ich hatte auf den anderen gezeigt und sie verurteilt. Ich sah ihr schlechtes Verhalten, aber ich konnte nicht mit ihr darüber reden, weil ich Angst vor Konflikten hatte. Ich behandelte den Finger, aber bis zu dem Tag (ca. einen Monat lang), an dem der Konflikt in aller Öffentlichkeit vor anderen Praktizierenden ausbrach, heilte er nicht.

Als ich nach Hause kam, wollte ich die Meditation machen. Als ich zur Ruhe kam erkannte ich, dass meine Mitpraktizierende sehr fleißig bei der Kultivierung war –, und dass ich wie sie sein wollte. Dann spürte ich meine Eifersucht, die sich in ihrer ganzen Dunkelheit manifestierte. Ich sah auch, dass die andere Praktizierende nicht perfekt war, sie hatte Anhaftungen wie ich und sie litt ebenso. Meine Wut löste sich auf und ich empfand Mitgefühl für sie in meinem Herzen. In diesem Moment, in einem Bruchteil einer Sekunde, fühlte ich plötzlich, wie der Eiter nicht mehr aus meinem Finger floss. Ich öffnete meine Augen und sagte: „Mein Finger ist geheilt.“ Ich war erstaunt darüber. Ich erlebte endlich die Kraft des Mitgefühls. Es war ein echtes Wunder.

Während ich mein ganzes Leben lang Konflikte vermieden hatte, lernte ich jetzt, damit umzugehen. Seit diesem Ereignis sehe ich die Konflikte nicht mehr als etwas Negatives. Natürlich müssen wir die Angst beseitigen, das Ego eliminieren, uns in die Lage des anderen versetzen, um unsere Grenzen zu verstehen, und natürlich auch in uns selbst schauen, um seine eigenen Grenzen zu verstehen. Regelmäßige und gewissenhafte Lektüre des Fa und das Aussenden der aufrechten Gedanken geben mir die notwendige Weisheit, dies zu erreichen. Konflikte heben meine menschlichen Vorstellungen und Anhaftungen hervor und sind eine wertvolle Hilfe, sie zu erkennen und zu beseitigen.

Der Meister erklärt:

„Alle Anhaftungen müssen, solange du sie hast, in verschiedenen Umgebungen weggeschliffen werden. Man lässt dich auf die Nase fallen, damit du daraus Dao erkennst. So läuft die Kultivierung ab.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun Online Version 2019, S. 197)  

In all den Jahre ist mir das passiert. Ich stolperte viel, machte Fehler, und brauchte einige Zeit, bis ich einige Prüfungen verstanden und bestanden hatte. Manchmal fühle ich mich so, als würde ich in der Trommel der Waschmaschine sitzen, die in alle Richtungen schüttelt. Viele meiner Anhaftungen wurden abgeschliffen, aber ich habe noch einen langen Weg vor mir. Ich sehe keine anderen Dimensionen mit meinem himmlischen Auge, aber mein Glaube ist stark.

Ich bin meinen Mitpraktizierenden und auch allen Praktizierenden, die Erfahrungsberichte auf der Minghui-Webseite veröffentlicht haben, sehr dankbar – , ebenso allen Praktizierenden, die im Stillen für Minghui arbeiten. Ich möchte euch allen, den fleißigen Praktizierenden, ein großes Dankeschön aussprechen, ohne die ich nicht vorangekommen wäre und ohne die ich mein Verständnis nicht hätte erhöhen können.

Danke, Meister, dass Sie uns das Große Gebot überbracht haben und uns auf unserem Weg geleitet haben. Wir sind so glücklich.

Das ist mein Verständnis, während ich diesen Bericht schreibe. Es entwickelt sich ständig weiter und verändert sich.

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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