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{Europäische Fa-Konferenz 2019} Nach innen schauen und sich durch die Erfolge anderer im Fa korrigieren

Grüße an den verehrten Meister, Grüße an meine Mitpraktizierenden!

Ich komme aus Stockholm. Vor kurzem beteiligte ich mich an Projekten zur Aufklärung der Menschen an die Medien und engagierte mich in der Politikerarbeit. Während der Zusammenarbeit erkannte ich einen tief verborgenen fundamentalen Eigensinn. Im Folgenden möchte ich euch von meinen Kultivierungserfahrungen in diesen Projekten berichten.  

Die tiefverborgene Wurzel des Neides finden

In diesem Frühling kam es weltweit zu starken Veränderungen der Situation und in mir erwachte der Gedanke, dass ich gern der schwedischen Regierung die Wahrheit erklären würde. Zu diesem Zweck wollte ich Vorträge mit dem Schwerpunkt auf chinesische Angelegenheiten halten. Auf diese Weise könnten die Abgeordneten die Wahrheit über die Verfolgung erfahren. Meine Idee wurde von unseren Koordinatoren unterstützt. Wir fanden schnell ein paar Menschen, die Experten auf dem Gebiet waren, und einen Praktizierenden als Hauptredner. Als wir das geklärt hatten, verabredete ich mich mit einer Abgeordneten, die ich kannte, zum Mittagessen. Ich hatte vor, sie zu fragen, ob es eine Möglichkeit gäbe, solch eine Informationsveranstaltung im Parlament abzuhalten.

Am Morgen des Tages, bevor ich mich mit der Parlamentsabgeordneten treffen wollte, rief mich die Praktizierende A an und redete eine Stunde mit mir. Erst dann erkannte ich es als Störung. Sie wollte mit mir darüber sprechen, wie man eine Teeparty für Reiseführer nutzen konnte, um die wahren Umstände zu erklären. Ich hatte schon solch ähnliche Veranstaltungen organisiert, sodass ich gern bereit war, ihr zu helfen. Allerdings wollte ich es nur ganz kurz erklären. Aber sie hatte eigene Pläne und ließ sich jedes Detail ihrer Idee von mir mehrmals bestätigen. Ich spürte, dass sie mich dazu brauchte, mir aber nicht vertraute. Meine Bitte, es später zu besprechen, akzeptierte sie nicht. Mit der Zeit wurde ich sehr ärgerlich. Ich denke, dass sie das auch bemerkte. Gegen Ende des Gespräches fragte sie mich jedenfalls, wie es mir gehe. Ich war sehr gereizt und fühlte mich von ihr erdrückt. Aber ich antwortete ihr, dass ich froh und dankbar sei, ihr bei ihrem Projekt geholfen zu haben. Sie war beruhigt und legte auf. Ich jedoch verlor vollkommen meine Geduld. Die aufrichtigen Gedanken, die ich hatte, um mich mit der Abgeordneten zu treffen, waren völlig verschwunden. Unmut und Wut stiegen in mir auf und wechselten sich ab. Ich konnte mich für lange Zeit nicht von der negativen Energie befreien.

Ich war verblüfft, was für eine Fähigkeit diese Frau hatte, dass sie all meine Aufrichtigkeit und positive Energie so schnell hatte zunichtemachen können. Woher kam ein so starker dämonischer Charakter? Es war unmöglich, dass das von ihr kam, also musste das Problem bei mir selbst liegen. Ich erlebte jetzt zum zweiten Mal, dass meine aufrichtige Energie abrupt in negative Energie umgewandelt wurde. Der Praktizierende C hatte das einmal mit mir gemacht, als ich eine große Veranstaltung organisierte. Ich wusste, dass keiner von beiden mir absichtlich schadete, obwohl ich nicht herausfinden konnte, woher es kam oder wie es funktionierte. Ich schrieb es den Schicksalsverbindungen zu  ̶  vielleicht hatte ich ihnen in der Vergangenheit etwas geschuldet. Aus diesem Grund versuchte ich für gewöhnlich, es auszuhalten und nicht zurückzuschimpfen oder zu argumentieren, aber in Wirklichkeit versuchte ich mein Bestes, um solche Konflikte zu vermeiden.

Nach dem Telefonat verbrachte ich den Rest des Morgens damit, aufrichtige Gedanken auszusenden, um den Ärger in mir zu beseitigen. Das spätere Treffen mit der Abgeordneten lief gut. Wir redeten über die Dinge zur Wahrheitserklärung und sie erzählte mir dabei auch etwas über ihre Arbeit, über die gesellschaftlichen Kreise, in denen sie sich im Parlament bewegte, die Formen und Zeiten anderer Seminare usw. Während ich immer noch an das einprägsame Erlebnis mit der Praktizierenden A vom Morgen dachte, dankte ich der Abgeordneten aufrichtig für ihre Anregungen. Ich sagte ihr, dass ich nicht gewusste hätte, dass sie mit so vielen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Ebenen umgehen musste und dass sie sehr tolerant und integrativ sein müsse. Ich fügte an, dass ich es auch lernen müsse, tolerant zu Leuten zu sein, die anders seien als ich! Sie freute sich, das zu hören, und erzählte mir, dass sie Ende des Sommers nach China reisen wolle. Am Seminar war sie sehr interessiert und gern bereit, einen Ort für uns zu organisieren. Allerdings gab es nur einen Tag im Juni, der noch möglich war. Für das Seminar sollte ich deshalb das Thema festlegen und Sprecher einladen. Es gab nur eine Bedingung dafür: Ich musste einen anderen Abgeordneten aus einer größeren Partei finden, der mit ihr zusammen Gastgeber für diese Informationsveranstaltung sein würde. Ich dachte, dass das nicht schwer wäre. Da die Vortragsveranstaltung eng mit meiner Kultivierung verbunden war und ich den Wunsch hatte, toleranter und integrativer zu sein, bot mir die Praktizierende A sofort noch eine Gelegenheit dazu. 

Praktizierende A und ich wurden nämlich kurz darauf von einem Praktizierenden aus einer anderen Stadt gefragt, ob wir zusammen an der Präsentation zum Film „Letter From Mansanjia“ arbeiten würden. Das Kino lag im Stadtzentrum. Wir konnten uns aussuchen, ob wir eine Großleinwand nutzen wollten, die für 140 Besucher geeignet war, oder eine kleinere Leinwand für 25-40 Personen. In Anbetracht der Besucherzahlen beim letzten Mal hielt die Praktizierende A die kleine Leinwand für praktikabler. Als ich das hörte, war ich innerlich schon wieder unausgeglichen. Ich fand, dass sie so viele menschliche Anschauungen hatte und es ihr an aufrichtigen Gedanken mangelte. Aber ich biss mir auf die Zunge und sagte nichts. Bevor wir unsere Diskussion beendeten, sagte ich: „Das ist eine Gelegenheit, die uns der Meister gegeben hat, damit die Lebewesen die Wahrheit erfahren. Ich finde nicht, dass wir die große Leinwand aus eigener Initiative heraus aufgeben sollten.“ Der Praktizierende aus der anderen Stadt sah es genauso. Er bat die Praktizierende A und mich, die Details mit dem Kino zu klären. Ich versuchte, andere Praktizierende zu finden, die mit ihr zusammenarbeiten konnten, aber niemand wollte es. An mich selbst gerichtet dachte ich: „Es gibt kein Entrinnen für mich!“ Später begann ich damit, im Internet nach Informationen zu suchen, wie Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten im Team zusammenarbeiten können. Es sollte mir helfen, andere zu verstehen. Im Verlauf der Zusammenarbeit begann ich zu erkennen, dass ich es nicht mochte, gemanagt oder in Frage gestellt zu werden, und mir lieber meine eigene Korrektheit und Überlegenheit bewahrte.

Die Teeparty für die Reiseleiter stand vor der Tür und ich schickte der Praktizierenden A eine PowerPoint-Präsentation, die ich gemacht hatte. Ich bat sie, diese zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Diesmal war sie sehr zufrieden damit, sie antwortete mir schnell und machte nur wenige kleine Änderungen.

Einige Inhalte in der Präsentation hatte ich aus der Shen Yun Präsentation übernommen. Als ich sah, dass sie einige Dinge bezüglich der traditionellen chinesischen Kultur geändert hatte, tauchte ein Gedanke in meinem Kopf auf: „Sie versteht nicht einmal die Shen Yun Aufführung; sie hebt eine Figur nach der anderen auf so ein niedriges Level.“ Bevor ich dazu ein verächtliches „Häh?“ in meinem Kopf hatte, hielt ich an diesem Gedanken fest. Ich erkannte, dass ich gerade auf sie herabgesehen hatte! In diesem Bruchteil einer Sekunde sah ich meine Ungerechtigkeit und mein schlechtes Herz. Ich fühlte, dass ich ihr gegenüber ungerecht war und konnte die Bitternis spüren, die ein solches Herz mit sich brachte. Plötzlich erkannte ich, warum es so hart für mich war, den Neid loszuwerden. Es war Kampfgeist, der durch das Herabschauen auf andere verursacht wurde und durch den ich das Gefühl hatte, ungerecht zu sein. Tatsächlich war es aber die Manifestation des Neides. Natürlich kennen wir alle den Schaden, der durch Neid hervorgerufen wird, er kann sich blitzschnell ausweiten.

Im Zhuan Falun steht:

„Ohne den Neid beseitigt zu haben, wird alles, was man kultiviert hat, sehr zerbrechlich.“

Plötzlich verstand ich den Grund, warum meine ganze positive Energie verschwand  und die negative Energie im Handumdrehen stimuliert wurde. Mit der Zeit hatte ich auf die Praktizierende A hinabgeschaut und sie als Schandfleck betrachtet. Sie half mir jedoch, die Wurzel meines Neides herauszufinden! Und ich bin ihr dafür dankbar.

Die Teeparty für die Reiseleiter war wirklich erfolgreich; die Praktizierenden arbeiteten sehr gut zusammen. Reiseleiter aus zehn verschiedenen Ländern nahmen daran teil. Nach dem Treffen verstanden sie alle, warum wir jeden Tag Flugblätter vor dem Rathaus verteilen. Sie bewunderten die Praktizierenden aufrichtig und sagten, sie würden ihre Kollegen und auch die Touristen in Zukunft über die wahren Umstände informieren. Die Praktizierende A war sehr erfreut und sagte, dass wir das im Herbst noch einmal machen sollten. Auf dem Weg zum Kino war ich überrascht zu sehen, wie leicht und voller Freude sie war. Ich fühlte, dass sie sich jetzt mit mir wohl fühlte. Das Treffen mit den Betreibern des Kinos lief gut. Wir vereinbarten, den Film auf der größeren Leinwand zu zeigen, und sie hatte keine Bedenken. Es war wirklich mein eigenes Problem gewesen! Nachdem ich meine Anschauung geändert hatte, wurden ihre Bedenken nicht länger gebraucht, um mich zu korrigieren. Wir beide hatten fortan eine bessere Arbeitsbeziehung. Und auch die Kooperation zwischen uns Praktizierenden in unserem Umfeld verbesserte sich. Die Zusammenarbeit gestaltete sich von da an reibungsloser.

Der Meister lehrt uns in der Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2019:

„Die Denkstruktur der Menschen ist gleich; auch das
Intelligenzniveau ist gleich hoch. Sie sind überhaupt nicht dümmer als andere.” 

Aber ich schaute auf andere herab und konkurrierte mit ihnen; ich urteilte und zog meine eigenen Schlüsse und erhob mich dabei selbst. Ich wusste nicht einmal, dass ich diese Angewohnheit hatte, die ich unbedingt loswerden musste. Das unangenehme Gefühl, dass ich durch die Praktizierende A hatte, bot mir tatsächlich die Gelegenheit, meine Anhaftungen zu erkennen und mein Karma zu beseitigen und gleichzeitig meine Xinxing zu verbessern und meine Energie zu stärken. Als ich meine Ebene erhöhte, spiegelte sich das in meiner Fähigkeit wider, Lebewesen zu erretten. In einem Konflikt mit einem Praktizierenden spielt es keine Rolle, wer Recht und wer Unrecht hat.

Im Frühjahr war ich über acht oder neun Wochen nur mit der Vorbereitung der Informationsveranstaltung im Parlament beschäftigt. Einige Praktizierende boten mir direkt ihre Hilfe an. Andere halfen mir, indem sie mir Gelegenheiten boten, mich zu reinigen, weil sie mir Konflikte bereiteten. Einige erinnerten mich daran, nicht im Außen zu suchen, keinen Groll entstehen zu lassen und unrichtige Gedanken nicht zuzulassen.

Innerhalb eines Monats kontaktierte ich viele Abgeordnete und sprach an den Tagen, in denen das Parlament für die Öffentlichkeit zugänglich war, auch direkt mit ihnen. Andere Praktizierende unterstützten das Projekt, indem sie die Abgeordneten kontaktierten, die sie selbst bereits kannten. Aber trotz allem konnten wir keinen zweiten Abgeordneten finden, der als Gastgeber für die Veranstaltung fungieren wollte. Außerdem hatte die Abgeordnete, die uns unterstützen wollte, auch noch keinen Veranstaltungsort festgelegt. Die Zeit verflog und wir brauchten mindestens einen Monat, um die Veranstaltung bekannt zu machen. Wenn wir es nicht schaffen würden, die Veranstaltung bis Mitte Mai festzulegen, dann würde die Absprache mit der Abgeordneten hinfällig werden.

Nach und nach begannen auch andere Praktizierende zu sagen, dass es nicht mehr machbar wäre, die Veranstaltung bis zum Sommer durchzuführen und wir lieber bis zum Herbst warten sollten. Ich fühlte mich einem sehr hohen Druck ausgesetzt. Ich war allein und hilflos und konnte nicht herausfinden, warum es keinen Fortschritt gab und was ich falsch gemacht hatte. Jeden Tag verlor ich etwas mehr von meiner Zuversicht und auch meine Geduld. Dann sagte mir eine Praktizierende, die mir immer hilft: „Vielleicht hast du nichts falsch gemacht. Vielleicht musst du einfach weitere Abgeordnete kontaktieren und ihnen die Wahrheit erklären. Es können 20 oder 50 sein – wenn du einfach weiter machst, dann wird es auf natürliche Weise ein Ergebnis geben.”

Dank ihrer Ruhe konnte ich meine Besorgnis erkennen. Ich fragte mich selbst, ob ich es wirklich mit reinem Herzen für die Lebewesen machte. Hatte ich dabei irgendwelche persönlichen Interessen? Hatte ich das Beste getan, was ich konnte? Hatte ich wirklich das Ergebnis in die Hände des Meisters gelegt? Ich begann mich zu beruhigen, verschickte weiter E-Mails und tätigte weitere Telefonanrufe. Als ich ungefähr 30 Abgeordnete kontaktiert hatte, rief mich ein Abgeordneter zurück. Er hatte bereits Petitionen gegen die erzwungenen Organentnahmen an lebenden Praktizierenden unterzeichnet. Als ich ihn anrief, schien er sehr viel Vertrauen in die Mitpraktizierenden zu haben, die ihm die Wahrheit erklärt hatten, und projizierte dieses Vertrauen auch sofort auf mich. Weil er die Absicht hatte, im Sommer nach China zu reisen, war er sehr gewillt, der zweite Gastgeber zu sein. Er hatte mit der Organisation solcher Veranstaltung bereits Erfahrungen. Auf seinen Vorschlag hin änderten wir die Zeit für das Seminar und buchten die Kantine, die in warmem und hellem Licht beleuchtet werden sollte. Ungefähr zur selben Zeit gab es noch einen weiteren Abgeordneten, der bereit war, die Veranstaltung mit auszurichten. Er hatte die Petition gegen den Organraub in der Vergangenheit ebenfalls schon unterzeichnet. So hatten wir am Ende noch zwei Abgeordnete der größten Parteien als Veranstalter. Die Absprache war damit fest. Es war so wahr: „Das Wasser wird bei 100 Grad anfangen zu sieden.“ Wenn wir die Wahrheit lange genug erklären, bis eine bestimmte Schwelle erreicht ist, wird die Tür geöffnet. Alle Menschen, die wir während der Vorbereitungen zur Veranstaltung kontaktierten, waren Verbindungen anderer Praktizierender, die ihnen in der Vergangenheit die Wahrheit erklärt hatten. Mit anderen Worten, alles wurde vom Meister arrangiert. Alles, was ich tat, war nur, nicht aufzugeben.

Die Promotion der Veranstaltung verlief reibungslos. Die Gastgeber verschickten die Einladungen, die ich entworfen hatte, durch das interne Mailsystem des Parlaments. Die Informationsveranstaltung wurde am Ende zu einem Mittagessen-Seminar und war mit sehr wenig Aufwand von Praktizierenden komplett voll. Wir hatten mehr als 40 Gäste. Es waren Abgeordnete aus den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft, Handel und Finanzen. Auch Regierungsbeamte waren anwesend sowie Medien und andere externe Gäste. Es gab eine kleine Störung, durch die die normalen Gastredner es nicht schaffen konnten zu erklären, wie die KP in den Westen vordrang und ihn beeinflusste. Wir hatten in der Hinsicht nur einen Redner, der sich darauf spezialisierte, das zu erklären. Es war ein Mitpraktizierender. Die Abgeordnete hatte ihm im Vorfeld viele Beispiele gegeben, die ihm halfen, sich auf diese Aufgabe vorzubereiten. Die meisten der Gäste verstanden dann so auch die Bedrohung und Boshaftigkeit der Kommunistischen Partei, insbesondere die Bosheit bei der Verfolgung des chinesischen Volkes und der Falun-Dafa-Praktizierenden. Viele von ihnen sagten: „Wie kann es sein, dass ich erst jetzt so eine wichtige Information bekomme?“ Die Abgeordneten selbst spürten auch die Dringlichkeit dieser Angelegenheit und hofften, dass wir ihnen bei einer weiteren Veranstaltung im Herbst noch mehr Informationen zukommen lassen könnten. Nach der Veranstaltung sendeten wir Videos an die Abgeordneten, die nicht daran teilnehmen konnten, damit noch mehr Menschen davon profitieren konnten.

Ich erkannte, dass der Inhalt der Veranstaltung auf den Themengebieten basierte, die Politiker interessieren und die auch ihre Arbeitsfelder betreffen. Um es anders auszudrücken, der Ausgangspunkt für die Organisation der Veranstaltung war es, andere zu verstehen und ihnen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und Erfolg zu haben. Die Nutzung des Computersystems des Parlamentes und anderer in der Gesellschaft akzeptierten Methoden erwies sich als sehr effektiv. Der Meister zeigte mir so, dass durch die Nutzung anerkannter Methoden der Mainstream-Gesellschaft eine hohe Effizienz bei der Erklärung der wahren Umstände erreicht werden kann. Die einflussreichen Klassen haben ihre eigenen Methoden und Wege  ̶  wir müssen sie nur finden.

Es gab noch einen anderen bemerkenswerten Vorfall. Auf dem Flug nach New York gab es ungefähr 300 bis 400 Fluggäste. Und es stellte sich heraus, dass die Person, die neben mir saß, auch ein Praktizierender war. Wir nennen ihn Praktizierender C. 

Praktizierende A hatte mir ja, wie oben beschrieben, zuvor geholfen, die Feindseligkeit vollständig zu beseitigen, die sich während der Zusammenarbeit mit ihr in der Vergangenheit gebildet hatte. Ich hatte daraufhin mein eigenes Problem erkannt. Mir war dabei jedoch nicht klar geworden, dass, wenn Praktizierende nicht gut miteinander kooperieren, die alten Mächte unsere Lücken ausnutzen. Jetzt hatte der Meister auf diesem Flug eine weitere Gelegenheit eingerichtet. Der Praktizierende C und ich hatten auf der Reise viel Zeit, uns auszutauschen. Wir klärten all unsere Missverständnisse aus der Vergangenheit und damit löste sich die graue Substanz zwischen uns auf. Der Meister nahm Anhaftungen von mir. Alle Unannehmlichkeiten verschwanden langsam und es war sogar schwer, sich daran zu erinnern. Andererseits verstand ich durch das Gespräch, dass der Praktizierende C sehr aufrichtig und verantwortungsbewusst war und viel opferte. Ich begann, den Praktizierenden C zu bewundern. Ich erkannte, dass der Meister jetzt gegen Ende der Fa-Berichtigung half, die Schicksalsverbindungen zwischen den Praktizierenden zu harmonisieren und diese auch schützte! Das bedeutet eine enorme Barmherzigkeit für die Lebewesen des zukünftigen Kosmos!

Grundlegende Eigensinne loslassen und sich selbst im Fa berichtigen

Anfang Juli trafen sich prominente Politiker, Medien und wichtige Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen zum jährlichen Politician’s Week event. Über das endgültige Urteil des China Tribunals in London hinsichtlich der Zwangsentnahmen von Organen durch die KP wurde von den schwedischen Medien nicht berichtet. Ich schlug dem Dafa-Verein vor, einen offenen Brief in den Medien zu veröffentlichen, in dem über das Endurteil und die Sanktionen gegen die Verfolger nach dem Global Magnitsky Human Rights Accountability Act berichtet wird. Dies würde auch die Aktivitäten der Dafa-Jünger während der Politikerwoche unterstützen. Ich verfasste den Brief und der Praktizierende B vom Dafa-Verein überarbeitete ihn und schickte ihn mir danach zurück. Die zweite Fassung schickte ich dann an die Medien. Der offene Brief wurde von allen Mitgliedern des Dafa-Vereins unterzeichnet. Meiner Meinung nach hätte man jedoch etwas mehr Informationen hinzufügen sollen, da ansonsten die Medien unter Umständen kein Interesse daran hätten. Dies sagte ich dem Praktizierendem B. Er antwortete, dass meine Ideen zur Änderung aufgrund von Sprachbarrieren nicht gut sein könnten, und ich ihn deshalb besser nicht ändern sollte.

Ich wollte die ganze Sache stillschweigend harmonisieren. Am nächsten Morgen bat ich einen anderen schwedischen Praktizierenden, die Grammatik für mich zu überprüfen, und schickte den dritten Entwurf an zwei Medien. Aber beide lehnten die Veröffentlichung mit der Begründung ab, dass sie nicht mehr genügend Platz in ihrer Zeitung hätten. Am Abend erzählte ich dem Praktizierenden B davon. Er kritisierte mich und sagte, dass ich keine Erlaubnis für die Änderung des offenen Briefes gehabt hätte, und wollte, dass ich die zweite Version versendete. Ich akzeptierte das, wusste jedoch nicht einmal, wer den offenen Brief geschrieben hatte und wem ich eine Rückmeldung geben sollte. Der Praktizierende B ist ein relativ ruhiger Mensch. Ich war mir nicht sicher, ob er das für sich selbst nicht ändern wollte. Ich antwortete: „Es ist richtig, was du gesagt hast, aber schick´ bitte den Brief selbst an die Medien.“ Er antwortete mir in einer weiteren E-Mail und meinte, dass ich nicht bedingungslos kooperieren würde. Daraufhin entwickelte ich Groll.

In Wirklichkeit konnte ich seine Meinung damals nicht akzeptieren, weil ich Lücken in dem offenen Brief erkannte. Ich hatte den Eindruck, als müsste ich anderen einen halb gekochten Reis servieren. Wie könnte ich das? Wenn ich es versenden würde, könnte es den Erfolg dieser Veranstaltung beeinflussen, also war es besser für den Praktizierenden B, es selbst zu verschicken.

Ich versprach, die Veranstaltung durch FZN zu unterstützen, damit sie erfolgreich wird. Auch wenn ich keinen Groll hatte, war ich definitiv besorgt, dass es schief gehen würde. Ich wartete einen Tag lang ab, aber es gab kein Update des Briefes, keine neue Version. Also nahm ich meinen Mut zusammen und schickte jedem Unterzeichner des offenen Briefes eine E-Mail, in der ich meine Gedanken ausführlich erläuterte. Ich dachte: „Auch wenn das, was ich sage, vielleicht nicht richtig ist, ist es trotzdem meine Verantwortung, es zu sagen.“ Es lag dann in ihrer Verantwortung, ob sie das Schreiben änderten oder nicht. Schnell antwortete der Praktizierende B, dass der nationale Fernsehsender bereits zugestimmt habe, ihre Version zu veröffentlichen. Ich war wirklich überrascht, aber auch sehr erleichtert. Gleichzeitig begann ich darüber nachzudenken. Als Erstes fragte ich mich: „Warum hatte ich darauf bestanden, den Brief unbedingt zu ändern? Es war ein offener Brief des Dafa-Vereins und ich hatte keine Berechtigung dazu gehabt …“ Als Zweites fragte ich mich: „Wieso hatte ich jedem diese E-Mail geschrieben, um unbedingt allen Mitgliedern mein Anliegen kundzutun?” In diesem Moment konnte ich sofort meine sehr starke Besorgnis erkennen. Vor allem weil die Situation in der Umgebung so unklar war, wurde ich sehr unruhig. Nach so vielen Jahren der Kultivierung weiß ich, dass es etwas vollkommen anderes ist, ob du etwas aus Gutherzigkeit oder aus Sorge tust. Die übertragene Energie ist eine vollkommen andere.

Als ich noch weiter nach innen schaute, erkannte ich, dass Besorgnis in der Vergangenheit ein wichtiger Antrieb für mich gewesen war. Wegen meiner Sorgen hatte ich ständig irgendwelche Dinge getan und war überall herumgelaufen. Seit so vielen Jahren ist es für mich die größte Störung, das Fa mit einem ruhigen Herzen zu lernen. Diese Anhaftung erhöhte natürlich bei Kooperationen auch den Druck im Team. In meinem Leben hatte ich immer Angst und Negativität in mir gehabt. Manches Mal hatte ich fast das Gefühl, dass ich den falschen Weg zwischen Leben und Tod gewählt hatte. Das Gefühl des unwiederbringlichen Verlustes, der unbewussten Besorgnis und die Gewohnheit, sich selbst die Schuld zu geben und auch andere zu beschuldigen, sind in den letzten Jahren so offensichtlich geworden.

Ich begann meine Kultivierung Anfang 1999. Damals spürte ich, dass ich das Fa spät erhalten hatte. Ich war besorgt, dass ich die Vollendung nicht erreichen würde. Der Einsatz gegen die Verfolgung war ein entscheidender Teil meiner gesamten Kultivierung und meiner gemachten Erfahrungen. Ich kultivierte mich neben den Aktivitäten zur Aufklärung der Menschen. Mein Eigensinn auf die Zeit und die Ergebnisse waren noch nicht vollständig beseitigt. Als ich damals in den Medien arbeitete, war ich noch Perfektionist und sehnte mich nach gemeinsamen Anstrengungen mit anderen Praktizierenden. Ich benahm mich in dieser Zeit unvernünftig und kümmerte mich nicht um Schlafen oder Essen.

Eine Zeit lang hatte ich drei Jobs gleichzeitig, wodurch ich beim Fa-Lernen und den Übungen nicht Schritt halten konnte. Obwohl der Zweck darin bestand, die Lebewesen in Nordeuropa zu erretten, war es völlig nutzlos, Aktivitäten der Fa-Berichtigung mit einem Körper zu machen, der keine übernatürliche Energie besitzt. Ich war völlig ausgebrannt und brach fast zusammen. In den letzten drei Jahren bin ich immer noch nicht ganz aus der Verwirrung herausgekommen. In der jüngsten Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden konnte ich die Unreinheit tief in mir sehen: Besorgnis und Angst sind egoistische Elemente, sie sind die Wurzeln der Selbstbestätigung. Das Rätsel, um die Gewinne und Verluste des Lebens zu lösen, ist eine grundlegende Anhaftung, die ich bei der Kultivierung nicht losgeworden bin.
 

In „Der Vollendung entgegen“ in Essentielles für weitere Fortschritte II sagt der Meister:

„Mit Eigensinn das Fa lernen ist keine wahre Kultivierung. Aber man kann während der Kultivierung allmählich eigenen grundlegenden Eigensinn erkennen, beseitigen und damit den Maßstab eines Kultivierenden erreichen. Was ist dann grundlegender Eigensinn? Menschen haben viele Anschauungen in der Menschenwelt gebildet, sie werden somit von solchen Anschauungen geführt und streben nach Dingen ihrer Sehnsüchte. Aber Menschen sind in die Welt gekommen, wobei Lebensbahn, Gewinn und Verlust ihres Lebens von ihren schicksalhaften Ursachen bestimmt sind; wie kann irgendein Vorgang im Menschenleben von menschlichen Anschauungen bestimmt werden?
Daher sind diese sogenannten schönen und guten Sehnsüchte und Wünsche zu schmerzhaftem, eigensinnigem Streben geworden, welches nie erfüllt werden kann.“

Mein Verständnis aus diesem Auszug des Fa ist jetzt, dass die Schicksalsverbindung die Gewinne und Verluste der Alltagsmenschen bestimmt. Aber als Kultivierender werden die Ergebnisse unserer Wahrheitsklärung und anderer Aktivitäten von den Ebenen unserer Kultivierung bestimmt. Mit anderen Worten, es wird durch das Fa bestimmt, nicht durch unsere Sehnsüchte oder Vorstellungen, es kann auch nicht durch Streben bekommen werden.

Der offene Brief wurde zu Anfang der Politikerwoche durch den Dafa-Verein endgültig veröffentlicht. Die Inhalte wurden vom nationalen Fernsehsender bearbeitet. Das übertraf völlig meine Erwartungen. Dass es überarbeitet wurde, bedeutete nach meinem Verständnis, dass der Redakteur die Wahrheit verstanden hatte, sodass zugelassen wurde, dass er den Text ändern durfte. Das war noch besser, als uns einfach gleich einen perfekten Text vorzugeben. Jetzt konnte ich die Kritik des Praktizierenden B innerlich komplett annehmen. Um noch einmal auf mein Beispiel von vorhin zu kommen: Ein Topf halb gekochter Reis kann durch die Hände eines fähigen Kochs zu einem guten Brei, einer Suppe oder einer anderen köstlichen Speise verwandelt werden. Ich war in meiner Kultivierung zu langsam, sodass ich die Bedeutung der bedingungslosen Zusammenarbeit in diesem Punkt nicht verstanden hatte. Das Ergebnis einer solchen Zusammenarbeit kann die menschlichen Vorstellungen und Logik übertreffen und das Ergebnis zu einem kleinen Wunder werden lassen.

Die Fa-Konferenz in New York in diesem Jahr ließ mich erneut die riesengroße Barmherzigkeit des Meisters spüren. Die Fa-Erklärung zum ersten Mal direkt im Feld des Meisters zu hören, ließ mich mit einem tiefen Gefühl der inneren Sicherheit nach Hause fahren. In dem unermesslich großen Kosmos und unter der größten Gnade des Meisters ist alles, was ich auch immer tue, viel zu winzig, um die Schicksalsverbindung zum Dafa verdient zu haben. Und die vorherbestimmte Beziehung zu haben, das Fa erhalten zu können, erfüllte mich mit Glück und Zufriedenheit.

Der Schöpfer kam in der End-Fa-Zeit des Kosmos, in der Zeit der größten Gefahr, in die Welt. Egal wie gefährlich die weltlichen Angelegenheiten auch sein mögen, sie werden alle vom Meister kontrolliert.

Anfang des letzten Jahres tauschten wir darüber aus, dass es in Europa noch so viele Menschen zu erretten gibt und dass im Durchschnitt jeder Praktizierende Hunderttausende von Menschen retten müsse. Ich erinnere mich, dass ich dachte: „Das ist riesig, wie sollen wir das schaffen? Wie viele Veranstaltungen müssen wir dafür machen und wie groß müssten sie sein, damit wir das hinbekommen können?“ Damals spürte ich ein überwältigendes Gefühl der Dringlichkeit. Nun habe ich erkannt, dass all dies durch die Fa-Berichtigung erschaffen wurde und aus der Weisheit und Würde aus dem großen Fa des Universum stammt. Der Meister lässt uns an dieser Würde teilhaben. Solange wir dem Wunsch des Meisters folgen, dem was Shen Yun möchte, und den einflussreichen Menschen die Wahrheit erklären, indem wir anerkannte Methoden der Mainstream-Gesellschaft dazu nutzen, hat uns der Meister bereits den Weg geebnet. Wir müssen es nur tun und uns kultivieren, damit wir gut zusammenarbeiten können. Wie lange es auch dauern mag, wie viele Lebewesen auch errettet werden können – all das entspringt der größten Barmherzigkeit des Meisters und stammt aus der mächtigen Tugend des Fa.

Das oben Gesagte, ist das, was ich in meiner Kultivierung hinsichtlich der Beseitigung des Kampfgeistes, des Neides, der Sorgen und Ängste erkannt habe. Als Dafa-Jünger spiegelt unsere Umgebung unsere Kultivierung wider. Um nicht zuzulassen, dass das Böse die verbleibenden giftigen Substanzen ausnutzt und die Lebewesen damit blockiert, die Wahrheit zu erfahren, lasst uns alle gemeinsam fleißig vorankommen. Lasst uns uns selbst berichtigen, und bei der Fa-Bestätigung noch mehr Lebewesen erretten, während die harmonisierende Wirkung des mächtigen Gebots den Kosmos bereinigt.

Das ist mein derzeitiges Verständnis. Bitte weist mich barmherzig auf alles Unangemessene hin! Ich danke dem Meister, ich danke meinen Mitpraktizierenden und meinen Schicksalsverbindungen!

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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