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Die Schönheit des Universums: Galaxien

In einem größeren Kontext verstanden lautet unsere Adresse: Universum / Milchstraße / Erde /, gefolgt von einer gewöhnlichen Postanschrift. Von der Oberfläche der Erde aus, blicken wir in den uns vertrauen Nachthimmel – und in unendliche Weiten. 

Ein Mann betrachtet das Band der Milchstraße am Nachthimmel. Er steht auf dem Chajnantor plateau, das sich in der Atacama Wüste von Chile befindet. Hier observiert ein spezielles Teleskop das Licht der kältesten Objekte im Universum.
Foto: ESO/P. Horálek

Die Milchstraße ist am Nachthimmel als zart schimmerndes Band zu erkennen. Sie hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren und beherbergt Milliarden von Sternen, zahlreiche Nebel und einiges an Sternhaufen. Es gibt balkenförmige, irregulär geformte und spiralförmige Galaxien. Die Milchstrasse gehört zu den Spiralförmigen. Sie hat ein hell-leuchtendes, leicht gewölbtes Zentrum, in dessen Mitte sich ein schwarzes Loch befindet. In einiger Entfernung vom Zentrum, in der Spirale, die als lokaler Arm bezeichnet wird, befinden sich die Sonne und die uns bekannten Planeten.

Unsere Vorfahren erklärten sich die imposante Erscheinung am Nachthimmel damit, dass Herkules bei Hera so gierig nach Milch gesaugt hätte, dass sie ihn wegstiess und ein Teil der Milch dadurch quer über den Himmel schoss und die Milchstraße (Via Lactea) bildete. Ureinwohner aus Australien oder Peru dachten beim Anblick der Milchstraße an einen himmlischen Fluss, an dessen Ufer sich Tiere aufhalten würden. Erst mit dem Blick durch das Fernrohr war klar, dass dieses neblige Gebilde aus vielen einzelnen Sternen bestand.

Diese farbenfrohe und mit Sternen übersäten Ansicht der Milchstraßengalaxie wurde aufgenommen, als das NASA/ESA-Weltraumteleskop Hubble seine Kameras auf das Sternbild Schütze richtete. Foto: ESA/Hubble & NASA

Erst ab den 1920er-Jahren wurde die Existenz anderer Galaxien bekannt. Die Milchstraße wird heute zu einer Ansammlung verschiedener Galaxien gezählt, die als „Lokale Gruppe“ bezeichnet wird. Die Andromeda-Galaxie befindet sich in der Nachbarschaft der unsrigen, mit einer Entfernung von beinahe
3 Millionen Lichtjahren. Die Galaxie UGC 2885 befindet sich ebenfalls in der Lokalen Gruppe im nördlichen Sternbild Perseus. Sie ist 232 Millionen Lichtjahre von unserer Milchstrasse entfernt, 2,5-mal breiter und enthält 10-mal so viele Sterne wie sie.

Animation der UGC 2885. Quelle:NASA, ESA, and B. Holwerda (University of Louisville)

Die Galaxie UGC 2885 wird auch „Rubin-Galaxie“ genannt, nach der Astronomin Vera Rubin (1928-2016), die Benne Holwerda von der Universität Louisville, Kentucky, mit dem Hubble-Weltraumteleskop beobachtet hat. Er sagt dazu: „Meine Forschung wurde zu einem großen Teil durch Vera Rubins Arbeit von 1980 über die Größe dieser Galaxie inspiriert“. Rubin hat die Rotation der Galaxie gemessen und damit Beweise für dunkle Materie geliefert, die den größten Teil der Masse der Galaxie ausmacht.

Ein spannender und kurzweiliger Vortrag über die Milchstrasse und Basiswissen zur Astronomie

Quelle: You Tube Kanal: Urknall, Weltall und das Leben, https://youtu.be/qS-A_NayqIY

Hinweise: Das Hubble-Weltraumteleskop ist ein Projekt der internationalen Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA. Bildnachweis: NASA, ESA, STScI, ESA/Hubble images, videos and web texts are released under the Creative Commons Attribution 4.0 International license and may on a non-exclusive basis be reproduced without fee provided they are clearly and visibly credited. 

Weitere Inhalte über Galaxien stammen aus dem Buch „Alles über Astronomie“ von Mark Emmerich und Sven Melchert, Kosmos Verlag, 4. Auflage von 2017, Seiten 72 und 73

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