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Die Legende des Jasmin-Tees

Einer chinesischen Legende zufolge soll der Jasmin-Tee vor langer Zeit vom Pekinger Teehändler Chen Guqiu erfunden worden sein.

Blüten und Tee werden neunmal frisch miteinander gemischt, gewendet, gesiebt und zuletzt getrocknet.

Jasmin-Tee wird „der Frühlingsduft Chinas“ genannt und ist eine Mischung aus Teeblättern und frischen Jasminblüten. Ursprünglich wurde dafür nur grüner Tee verwendet. Heute werden Jasminblüten auch mit weißem oder schwarzem Tee vermengt.

Der Legende nach lud besagter Teehändler aus Peking einen Teemeister aus dem Norden zu sich ein. Gemeinsam wollten sie verschiedene Teesorten degustieren. Während sie an den Tees nippten und über die Qualität der verschiedenen Tees ihre Gedanken austauschten, erinnerte sich der Händler plötzlich an eine Packung Tee, welche er eigentlich schon lange hätte öffnen und probieren wollen. Diese Packung wurde ihm von einem Mädchen aus dem Süden geschenkt. Kurzum, er beschloss als nächstes, diesen Tee dem Teemeister aus dem Norden zum Probieren zu geben.

Während Händler Chen mit dem Aufbrühen des Tees beschäftigt war, schien es dem Meister aus dem Norden, als ob er im Dampf das Bild eines schönes Mädchens sähe, dass ein Bündel Jasmin in den Händen hält.

Nachdem Chen den Tee serviert hatte und den Meister nach seiner Meinung befragte, lächelte dieser und sagte: „Mein Freund, dieser Tee ist unvergleichlich; es gibt keinen besseren. Ich habe bisher nur davon gehört. Wer hat dir diesen Tee gegeben?“

Daraufhin berichtete er dem Meister, wie er durch Zufall zu diesem besonderen Tee gekommen war. Er hatte auf seiner Reise in den Süden ein Mädchen angetroffen, dessen Vater verstorben war. Sie war ganz entmutigt und hatte auch kein Geld für die Beerdigung ihres Vaters. Chen half dem Mädchen, ohne zu zögern. Er gab ihr Geld für die Bestattung und organisierte Hilfe und Unterkunft für sie bei Verwandten und Nachbarn. Erst als er das Mädchen in guten Händen wusste, ging er seiner Wege.

Drei Jahre später reiste der Teehändler Chen wieder in den Süden, um Tee zu kaufen. Er machte am gleichen Ort halt. Der Wirt der Gaststätte überreichte ihm eine Packung Tee und sagte, dass diese von dem Mädchen stamme, dem er beim letzten Besuch geholfen hatte. Der Teemeister hatte die Packung seitdem noch nicht geöffnet, da er nicht annahm, dass dieser Tee von so guter Qualität sein würde.

Als Händler Chen seine Geschichte zu Ende erzählt hatte, befüllte er erneut ihre Tassen. Da erschien auf wundersame Weise noch einmal das Bild des Mädchens mit dem Jasmin in der Hand. Sie tranken den Tee schweigend. Dann fragte der Meister in die Stille hinein: „Aber warum hält sie Jasmin in der Hand?“ Teehändler Chen dachte darüber nach und hatte dann plötzlich folgende Erkenntnis: „Meiner Meinung nach ist dies ein Hinweis der Teefee, dass wir Teeblätter mit Jasminblüten kombinieren können.“

Dies ist die Legende vom Jasmin-Tee: Ein Geschenk an den Teehändler für seine selbstlose Hilfe. Gutes wird eben mit Gutem vergolten.

Originalbericht von Vision Times: Über den Jasmin-Tee
https://www.visiontimes.com/2017/08/18/chinese-tea-legend-jasmine-tea-and-the-gratitude-fairy.html
Bildquellen: Pixabay; 1. Bild von Zephyrka, 2. Bild von sam99929

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