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„Die Kunst von Zhen-Shan-Ren“ im Offenbacher Rathaus: Rückblick und Interview

Bei der internationalen Kunstausstellung „Die Kunst von Zhen-Shan-Ren“ handelt es sich um eine Sammlung von Gemälden vorwiegend chinesischer Künstler, die alle Falun Dafa praktizieren. Ihre Kunstwerke zeigen die Schönheit der Grundwerte von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht – und lenken das Augenmerk auf die Verfolgung der Praktizierenden durch das kommunistische Regime in China. Vom 5. bis zum 25. Februar 2020 wurden die 25 Kunstwerke in der Lobby des 1971 eröffneten Rathauses ausgestellt.

Yuanming führte ein Interview mit den Organisatoren der Ausstellung Elke und Volker

Yuanming: Soeben habt ihr die Kunstausstellung organisiert und begleitet. Ganz spontan, wie lautet euer Fazit im Rückblick auf die vergangenen 3 Wochen?

Elke/Volker: Die Kunstausstellung hatte eine sehr positive Wirkung auf die Besucher und Besucherinnen. Sie fühlten sich gestärkt durch den unerschütterlichen Mut und den Widerstand der Praktizierenden trotz der heftigen Verfolgung. Wir hatten den Eindruck, dass viele Menschen auf der Suche waren und deshalb gerade von dem spirituellen Aspekt der Bilder angezogen worden sind. Besucher und Besucherinnen äußerten auch ihre Gedanken zur wirtschaftlichen Situation mit China. Auch aktuelle Themen wie der Überwachungsstaat und die Verfolgung der Uiguren kamen öfters zu Sprache. Auch die traditionelle Malweise der Bilder wurde von den Besucher und Besucherinnen gut aufgenommen. Ein Mitarbeiter des Rathauses meinte zu uns, dass seiner Meinung nach die Bilder die Sichtbetonwände zum Strahlen gebracht hätten.

Yuanming: Bitte schildert uns, wie es geschah, dass just an diesem Ort die Ausstellung stattfinden konnte.

Elke/Volker: Dank der freundlichen Unterstützung eines hessischen Landtagsabgeordneten und des Offenbacher Oberbürgermeisters war es möglich geworden, diese Ausstellung zu organisieren. Im Vorfeld der Eröffnung hatten Falun-Dafa-Praktizierende Flyer verteilt und zur Vernissage am 7. Februar eingeladen. Außerdem machten sie an einem Infostand am Marktplatz auf die Ausstellung aufmerksam und hängten Plakate in den umliegenden Geschäften auf.

Yuanming: Bitte erzählt wie die Vernissage verlaufen ist.

Elke/Volker: Die Vernissage fand um 16 Uhr statt mit Gästen aus Offenbach und Umgebung. Die Gäste wurden von einem Moderator begrüßt und über die Hintergründe der Ausstellung aufgeklärt. Herr Hubert Körper, Mitgliedes des IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte), informierte in einem kurzen Vortrag über die 20-jährige Verfolgung von Falun Dafa durch die KP Chinas, die in ihrer Brutalität beispiellos ist.

Die Praktizierende Liu Wei gab anhand ihrer persönlichen Erfahrungen dem Publikum einen Einblick hinter die Gefängnismauern, wo das Leben von brutaler Folter, seelischen Misshandlungen und Organraub geprägt ist. Umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von zwei musikalischen Darbietungen. Ein bewegendes Stück wurde auf der chinesischen Langflöte vorgespielt und zum Schluss sang die chinesische Falun-Dafa-Praktizierende Frau Tang das Lied „An Mitpraktizierende denken“.

„Es geht unter die Haut“

Viele der Besucher und Besucherinnen hat die Botschaft der Ausstellung stark berührt. Auf den folgenden Bildern sind einige der Besucher und Besucherinnen vor ihren Lieblingsbildern abgebildet. 

Von Links nach Rechts und von Oben nach Unten: Frau und Herr Weidmann, Ursula Münk vor dem Bild „Trauer eines Waisenkindes“, Anita und Jasmin vor „Den Kosmos in Bewegung setzen“, Susanne Held vor dem Bild „Vertrieben“ (Bildquelle: Minghui)

Das Ehepaar Erna und Heinz-Jürgen Weydmann hatte am Infostand auf dem Marktplatz von der Ausstellung erfahren. Frau Weydmann meinte: „Man kann sich gut vorstellen, dass die Praktizierenden in China nur durchhalten, weil sie diesen Glauben haben.“ Auch sie wünschte den Praktizierenden in China, dass sie den Mut nicht verlieren und durchhalten und an ihrem Glauben festhalten.

Frau Ursula Münk kam mit ihrem Mann Dittmar Münk zur Vernissage. Sie erzählte: „Der Gesang der jungen Dame, über die Felsen und die kalten Gitter – also ich muss sagen, wenn ich nur an das alles denke, ich habe Gänsehaut am ganzen Körper.“ Damit meinte sie das Lied „An Mitpraktizierende denken“, das Frau Tang vortrug. Besonders fasziniert war sie von dem Bild „Trauer eines Waisenkindes“Es zeigt ein trauriges Mädchen, das die Jacke ihres Vaters trägt und eine Urne mit der Asche ihrer Eltern in den Händen hält. „Es sind viele Bilder sehr, sehr schön“, sagte sie. „Ich habe sie mir längere Zeit angeschaut und die Beschreibungen gründlich durchgelesen. Mir sind immer wieder die Tränen gekommen.“ 

Anita und Jasmin besuchten die Ausstellung einige Tage nach der Vernissage: „Ich habe eine zweifache Reaktion an mir gespürt“, begann Anita. „Einerseits bin ich entsetzt darüber, was dort mit dieser Gruppe geschehen ist. Andererseits spüre ich ein ganz starkes Licht, also eine sehr positive Macht, die höher steht als das Böse. Diese Kraft, die von dieser Veranstaltung ausgeht – ich spüre sehr positiv die Ausstrahlung der Gruppe, die hinter der Ausstellung steht. Ich gehe aus dieser Ausstellung hinaus und fühle mich erhoben.“

Susanne Held fühlte sich nach einem Rundgang „aufgewühlt, weil ich ein Mensch bin, der nicht verstehen kann, dass man andere Menschen quält“. Sie war besonders beeindruckt von dem Bild „Vertrieben“. „Das Bild fasziniert mich, das zeigt, dass sie [die vertriebene Frau] fliehen musste, sonst würde ihr das Gleiche passieren. Aber dass sie trotzdem ein in sich ruhender Mensch bleibt. Sie hat in ihren Gedanken etwas Beschützendes. Was ich so noch nie gesehen habe, ist, dass der Engel oder der Schutz, der über ihr steht, nicht das asiatische Gesicht hat. Das sagt mir, dass sie als chinesische Falun-Gong-Praktizierende nicht alleine sind, dass es einen Zusammenhalt gibt, das ist nicht nur ein chinesisches Problem. Sie [die Praktizierenden] dürfen ihren Mut und schon gar nicht ihren Glauben verlieren. Ich wünsche ihnen Mut und dass sie weitermachen.“


Quelle: de. Minghui.org für Text (gekürzt) und Bilder, Interview zwischen Yuanming und den Organisatoren

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