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Deutsche Fa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch: “Durch Kultivierung Schwierigkeiten überwinden”

Die diesjährige deutsche Fa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch in Bad Kissingen hat die Herzen vieler Teilnehmer tief berührt. Insgesamt 420 Praktizierende aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz hörten den vorgetragenen Erfahrungsberichten zu.

Beginn der Kultivierung

Vor knapp fünf Jahren schenkte mir ein Freund das Buch Zhuan Falun (das Hauptwerk des Falun Dafa). Er meinte, ich sollte es unbedingt lesen und die Übungen praktizieren. Direkt beim Lesen wurde mir sofort klar, dass ich nach diesen Worten immer gesucht hatte. Ich erkannte die Schicksalsverbindung, denn ich bekam es genau zur richtigen Zeit.

Schwierigkeiten und Chancen

Beruflich war ich seit kurzem sehr unzufrieden, da ich spürte, dass ich einen falschen Weg ging, den Weg des Materiellen. Ich war mit einem Partner zusammen selbständig, wir hatten zusammen drei Versicherungsbüros. Als vereinbarte Gelder nur teilweise ausgezahlt wurden, begannen Schwierigkeiten aufzutauchen. Trotz aller Bemühungen schafften wir es nicht, aus der Situation herauszukommen. Nach zwei Jahren war ich regelrecht ausgebrannt.

Ich schaute mehr im Außen, anstatt nach innen zu gehen. So wurde die Situation immer schlimmer, meine Existenzängste wurden immer stärker. In dieser Zeit ging es mir körperlich nicht gut.

Nur noch selten machte ich sonntags mit der Darmstädter Gruppe die Übungen. Beim Lesen des Zhuan Falun schlief ich oft nach kurzer Zeit ein. Die Schwierigkeiten zwangen mich, umzuziehen, so dass ich mich noch weiter von der Darmstädter Gruppe entfernte. Ich war auf mich alleine gestellt. Bei meiner Familie und Freunden war ich äußerlich immer optimistisch, alles zu schaffen, allerdings erzählte ich niemandem von den Problemen und Schwierigkeiten. Unter der Woche holten mich die dunklen Gedanken immer wieder ein. Genau in dieser Zeit starb mein Vater völlig überraschend. Mit ihm hatte ich in den letzten Jahren kein gutes Verhältnis wegen meiner Situation.

Ich denke, mein Hauptproblem war, dass ich alles in mich hineinfraß, ohne eine innere stabile Stütze zu haben. Ich hatte mich sehr verschlossen. Die Angst wurde größer und gewann immer mehr die Oberhand. Ich fühlte mich hilflos und wollte mein Gesicht nicht verlieren. Vieles ließ ich einfach über mich ergehen und hoffte, dass es einfach irgendwann aufhören würde.

Durch die hochkommenden Ängste und den Zwang, ständig arbeiten und Geld verdienen zu müssen, wurde ich abgehalten, die Übungen zu machen. Ich war abgelenkt und innerlich zu erschöpft, um das Fa (Gebot) zu lernen. Ich merkte, dass ich mich immer mehr vom Fa entfernte. Teilweise war ich wie gelähmt und lustlos. Meine Ängste und Schwierigkeiten zogen mich immer tiefer in einen Abgrund. Dieser Zustand zog mich regelrecht auf einen falschen Weg.

Allerdings spürte ich die ganze Zeit eine Verbundenheit mit dem Fa. Ich erkannte, dass die Kultivierung der einzige Weg war, aus den Schwierigkeiten herauszukommen. Ich ahnte, dass die Schwierigkeiten extra für mich eingerichtet waren – sie waren eine große Chance, mich zu kultivieren und meine Xinxing (geistige Natur) zu erhöhen. So versuchte ich, im Herzen ruhig zu bleiben. In dunklen Momenten rezitierte ich im Stillen immer wieder die Worte des Meisters: „Schwer zu ertragen ist zu ertragen, Unmögliches ist möglich.“ (Zhuan Falun)

Diese Worte gaben mir Zuversicht und Halt. Ich wusste, dass ich als Praktizierender diese Schwierigkeiten überwinden kann und muss. Ich spürte, dass dies der Weg war, meine Xinxing zu erhöhen. Schwierigkeiten geben einem immer die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen.

Ich dachte oft an die Worte des Meisters im Zhuan Falun (Seite 235): „In diesem Kosmos gibt es einen Grundsatz, der heißt: Wer nichts verliert, gewinnt nichts; wenn einer etwas gewinnt, muss er etwas verlieren.“

Ich hatte materiell alles verloren, spürte innerlich aber einen großen Gewinn und Stärke. Ein Gefühl der Leichtigkeit, eine innere Sicherheit machte sich in mir breit.

Der Meister sagt im Zhuan Falun (Seite 241, 242): „Außerdem, was kultivierst du noch, wenn du keine Sorgen und gar keine Probleme mehr hast? Ganz gemütlich praktizieren? Wo gibt es denn so etwas? Du denkst aus der Sicht eines alltäglichen Menschen.“

Damit war klar, dass diese Schwierigkeiten meiner Erhöhung dienten und ich dadurch das  Fa besser verstehen konnte.

Durch Kultivierung Schwierigkeiten überwinden

Jedoch ließ ich mich immer wieder vom Weg abbringen und suchte zunächst sehr viel im Außen. Ich war unsicher, welcher Weg richtig war. Innerlich war ich stark zerrissen.

In den letzten beiden Jahren gelang es mir immer besser, Ruhe im Herzen zu bewahren. Ich löste mich von vielen Dingen, die mich belasteten und schaffte mir mehr Freiräume. Dadurch gewann ich mehr Zeit und konnte mich noch mehr dem Fa-Lernen widmen.

Jetzt beginne ich jeden Tag mit den Übungen. Dadurch bin ich ruhiger und der Tag gewinnt eine neue Qualität. Wenn Schwierigkeiten auftreten, versuche ich sofort nach innen zu schauen.

Es liegen noch Schwierigkeiten vor mir, allerdings gehe ich jetzt besser damit um. Ich habe eine neue erfüllende Arbeit gefunden und einen kompletten Neuanfang in Frankfurt gestartet. Durch diesen Umzug war es mir wieder möglich, mich der Frankfurter Gruppe anzuschließen.

Ich habe die Anhaftungen nach materiellem Gewinn losgelassen und fühle mich jetzt „einfach“ wohler und kann mich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich lerne das Fa und kann wieder zusammen mit der Gruppe praktizieren.

Wenn ich allein war, fehlte mir die Beständigkeit. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes auf sich „alleine“ gestellt. Als ich das erste Mal seit längerem wieder in der Gruppe praktizierte, merkte ich sofort die Veränderung. Ich hatte es damals schon in der Darmstädter Gruppe gespürt, aber jetzt verstand ich es erst. Die Gruppe ist durch ihre Präsenz eine starke Hilfe, ich spüre eine ständige Verbundenheit. Man muss allein durch die Schwierigkeiten gehen, doch gemeinsam ist man stärker. Die Mitpraktizierenden verstehen mich ohne viele Worte. Die Gruppe ist immer da.

Durch den Austausch in der Gruppe setzt man sich intensiver mit den Schwierigkeiten auseinander und versteht diese auf einer anderen Ebene. Man öffnet sich und bekommt dadurch eine bessere Möglichkeit, um nach innen zu schauen. Durch das gemeinsame Fa-Lernen und den Austausch gewinnt man neue Erkenntnisse und die Motivation, um aufkommende Schwierigkeiten zu beseitigen. Durch die aufrichtige Hilfe und die Erfahrungen der Mitpraktizierenden lösen sich Ängste. Der Zusammenhalt gibt innere Kraft und beim gemeinsamen Praktizieren entsteht eine Leichtigkeit. In der Gruppe fällt es leichter nicht nachzulassen und beständig zu bleiben.

„Bei der Kultivierung, musst du dich eben in diesen Schwierigkeiten kultivieren, um zu sehen, ob du auf alle deine Gefühle und Begierden verzichten und sie leicht nehmen kannst.“ (Zhuan Falun)

Egal welchen Schwierigkeiten wir ausgesetzt sind und was immer für Probleme sich uns in den Weg stellen: als Praktizierende haben wir in uns eine feste sichere Basis. Der Meister hat uns alles Nötige gegeben. Wenn wir uns aufrichtig kultivieren und nach innen schauen und uns nicht ablenken lassen, lösen sich alle Schwierigkeiten und Probleme auf.

„Wenn du dich nicht von diesen Gefühlen trennst, kannst du dich nicht kultivieren. Wenn du aus diesen Gefühlen herausspringst, wird dich niemand mehr bewegen können, das Herz eines alltäglichen Menschen kann dich dann nicht mehr mitreißen. An seine Stelle tritt Barmherzigkeit, etwas noch Erhabeneres.“ (Zhuan Falun)

Ein Falun erscheint

Einige Monate später hatte ich einen Rückfall, da die Schwierigkeiten längst nicht alle beseitigt waren. Doch innerlich bewahrte ich ein ruhiges Herz, fragte mich aber erneut, ob ich auf dem richtigen Weg war.

Als ich mittags in der Küche stand, blendete mich ein sehr heller Lichtstrahl durch das Fenster. Er war sonderbar golden und so stark, dass ich zum Fenster ging und nachschauen wollte. Auf einmal kam dieser hellgoldene Lichtstrahl durch das Fenster. Ich sah vor mir eine rotierende gelb-goldene Kugel schweben. Es schien, als hätte sie mich gesucht, denn kurz darauf schoss sie regelrecht in mich hinein. Plötzlich wurde mir warm, mein Herz wurde leicht und ganz ruhig. Ich spürte keine Angst mehr und etwas sagte mir, dass ich auf dem richtigen Weg war. Ich spürte eine unglaubliche Zuversicht und Sicherheit. Seitdem gibt es für mich keine Zweifel mehr: Ich bin ein Kultivierender.

Ich glaube, dass der Meister mir ein Falun gezeigt hat und mir einen Hinweis gegeben hat.

Jetzt kann ich bei den Übungen zur Ruhe kommen und das Fa noch besser verstehen. Ich mache täglich die Übungen und lese das Fa. Ich weiß, das ist der einzig wahre Weg für mich.

Dankbarkeit

Jetzt kann ich für die eingerichteten Schwierigkeiten dankbar sein, da ich dadurch vieles erkannt habe. Ich bin sicher, dass nur mit konsequenter Kultivierung der Weg beschritten werden kann. Innerlich spüre ich Ruhe und es fällt mir leichter, nach innen zu schauen.   Mir ist klar geworden, dass ich alles in mir Selbst finden kann. Ich bin dankbar für die Schicksalsverbindung, mich kultivieren zu dürfen und Teil einer  Gruppe zu sein.    

Ich werde weiter fleißig daran arbeiten, meine Schwierigkeiten zu überwinden, um Zeit zu gewinnen, damit ich auch die Gruppe unterstützen kann.

Dem Meister möchte ich danken, indem ich mich gemäß seiner Anleitung fleißig kultiviere.

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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