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Dänischer Abgeordneter: „Wir können bei der erzwungenen Organentnahme kein Auge zudrücken.“

Staatsbeamte und Experten aus verschiedenen Nationen nahmen an einem öffentlichen Forum in Kopenhagen teil. Der Titel lautete: „Relevanz, Dringlichkeit und Maßnahmen: Erzwungene Organentnahmen aus Gewissensgefangenen in China“.

Das Seminar wurde am 17. September 2019 parallel zur Jahreskonferenz der „European Society for Organ Transplantation“ (ESOT) organisiert, die zeitgleich in Kopenhagen stattfand.

nf internationale Organisationen unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, in der die westlichen Nationen aufgefordert werden, Maßnahmen zu ergreifen, um das kommunistische Regime Chinas daran zu hindern, Gefangene aus Gewissensgründen für ihre Organe zu ermorden.

Der Menschenrechtsanwalt und Ermittler David Matas sowie der Wissenschaftler und Medizinprofessor Huige Li waren beide eingeladen, auf dem Forum zu sprechen.

Falun-Gong-Praktizierende sind die Hauptquelle von Organen für Transplantationen

Viele der teilnehmenden Experten waren schockiert zu erfahren, dass China unbehelligt mit dem Organraub fortfährt und die Tentakeln seines skrupellosen Vorgehens sogar über viele Länder erstreckt hat.

Dr. Enver Tohti, ein uigurischer Chirurg im Exil, präsentierte kürzlich gesammelte Beweise für eine „grüne Spur oder Schnellspur“ für menschliche Organe am Flughafen in Urumqi, der Hauptstadt von Xinjiang, und eine weitere am Flughafen in Xining, der Hauptstadt der benachbarten Provinz Qinghai.

„Es erfordert eine große menschliche Organ-Lieferkette, um eine solche Einrichtung zu erhalten“, sagte Dr. Tohti.

Dr. Huige Li sagte, dass das kommunistische Regime den Zustand des „Hirntodes“ als Ausrede benutzt, um menschliche Organe zu entnehmen.

„Sie töten die Person nicht, bevor sie die Organe entnommen haben. Die Realität ist, dass sie das Herz aus einem lebenden Menschen herausschneiden. Nachdem das Herz entfernt wird, stirbt die Person“, sagte Li.

Herr Zhiyuan Wang, Vorsitzender der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong (WOIPFG), spielte 17 Aufnahmen von Telefonaten ab, bei denen ein Ermittler bei 17 der besten Krankenhäuser Chinas nach Organtransplantationen gefragt hatte. Bei zehn Anrufe gaben chinesische Ärzte und anderes medizinisches Personal zu, dass sie Organe von gesunden, lebenden Falun-Gong-Praktizierenden zur Verfügung stellen können, während Ärzte in den übrigen sieben Krankenhäusern den Anrufer nicht zurechtwiesen, als dieser sie fragte, ob die Organe von gesunden Falun-Gong-Praktizierenden stammen.

Rechtsanwalt David Matas forderte die dänische Regierung auf, das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Handels mit menschlichen Organen zu unterzeichnen. Er sagte, dass die Vereinbarung Dänemark verpflichten würde, diejenigen zu bestrafen, die sich mit ausländischen Stellen zusammentun, um die Ethik der Organtransplantation zu missbrauchen.

Stadtrat: „Ich kann die Augen nicht vor dem Verbrechen der erzwungenen Organentnahme verschließen.“

Herr Kenneth Kristensen Berth, Mitglied der Dänischen Volkspartei und des Stadtrats von Kopenhagen sowie ehemaliges Mitglied des Parlaments, nahm als Gast am Forum teil. Er sagte, wenn das Forum in Christianborg (das dänische Parlament befindet sich dort) stattfände, würde es mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregen.

Er erklärte, dass die Beziehungen zwischen China und Dänemark in den letzten 20 Jahren in die falsche Richtung gegangen seien. Aus wirtschaftlichen Interessengründen hatte Dänemark beschlossen, die Augen vor dem Verbrechen der erzwungenen Organentnahme in China zu verschließen. Er sagte, wenn dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit in einem anderen Land geschehen würde, hätte Dänemark seine Missbilligung schon längst zum Ausdruck gebracht und das Land unter Druck gesetzt.

Herr Berth meinte, dass das Thema immer wieder aufgegriffen werden müsse: „Wir müssen das tun. Ich arbeite daran und wünsche mir, dass sich mehr Menschen an den Bemühungen beteiligen.“

Dalsgaard von der Jugend Sozialdemokratischen Partei: „Verbreitet die Botschaft!“

Simon Dalsgaard von der Jugend Sozialdemokratischen Partei sagte, er habe vom Verbrechen der erzwungenen Organentnahme gehört, als er letzten Sommer nach Kirgisistan und Tadschikistan gereist war, aber er wurde erst nach diesem Forum auf die schockierende Anzahl der Menschen, die dadurch getötet wurden, aufmerksam.

Er sagte, er werde alle Anstrengungen unternehmen, um die Botschaft zu verbreiten, unabhängig davon, wie viele Hindernisse vor ihm stünden. „Ich schätze es sehr, dass Sie nach Kopenhagen gekommen sind und dieses Forum organisiert haben“, sagte Herr Dalsgaard zu den Organisationen, die für die Zusammenstellung des Forums verantwortlich sind.

Das Forum wurde von „Our Future House“ und der „International Society for Human Rights“ sowie vom „ETAC“ und dem „China Organ Harvesting Research Center“ (COHRC) gemeinsam organisiert.

Quelle: Danish Elected Official: “We Can’t Turn a Blind Eye to Forced Organ Harvesting Crimes”

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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