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Amnesty International Kanada: Die KP Chinas schikaniert weiterhin die Falun-Dafa-Praktizierenden im Ausland

Der Bericht mit dem Titel „Belästigung und Einschüchterung von Personen in Kanada, die sich mit Menschenrechtsproblemen im Zusammenhang mit China befassen“ war eine gemeinsame Initiative der Kanadischen Koalition für Menschenrechte in China und Amnesty International in Kanada.

„Menschenrechtsverteidiger sehen sich zunehmend Bedrohungen und Einschüchterungen ausgesetzt, wenn sie sich für China einsetzen“, hieß es in dem Bericht.

Ein Bericht, der kürzlich von Amnesty International Kanada und der Kanadischen Koalition für Menschenrechte in China veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um die Aktualisierung eines früheren Berichts, der 2017 von den beiden Organisationen veröffentlicht wurde. Der Bericht beschrieb organisierte Angriffe auf Aktivisten, die sich für Menschenrechtsproblematiken in Bezug auf China einsetzten.

„Dieser zutiefst beunruhigende Trend ist eindeutig Teil einer langjährigen und systematischen Kampagne. Diese will die öffentliche Debatte über schwere Menschenrechtsverletzungen in China zum Schweigen bringen, die zunehmend weit über Chinas Grenzen hinausgeht“, sagte Alex Neve, Generalsekretär der englischen Zweigstelle von Amnesty International Kanada.

„Die chinesische Regierung verfolgt seit Langem eine Strategie der Ausweitung des politischen und kulturellen Einflusses im Ausland. Das Ziel ist, Dissidenten zu unterdrücken und chinesische Gemeinden im Ausland zu mobilisieren, um als Agenten der politischen Interessen Chinas aufzutreten“, hieß es in dem Bericht.

Zu diesen Aktivitäten in Kanada gehört, Druck auf Politiker, chinesisch-kanadische Medien, soziale Medien und akademische Einrichtungen auszuüben.

Der Bericht forderte kanadische Beamte auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Problem anzugehen. Derartige organisierte Angriffe fanden auf Hochschulgeländen und Sekundarschulen in ganz Kanada statt. Zu den Opfern gehören Verfechter der Demokratie in Hongkong, Falun-Dafa-Anhänger und verschiedene Minderheitsgruppen.

Falun-Dafa-Praktizierende im Visier

„Seit 2017 sind Falun-Dafa-Praktizierende in Kanada weiterhin zur Zielscheibe von Schikanen geworden, die anscheinend mit dem chinesischen Staatsapparat in Verbindung stehen“, so der Bericht. „Es gab eine Reihe von Vorfällen in Ottawa, Calgary und Winnipeg, bei denen Falun-Dafa-Praktizierende bedroht, schikaniert und belästigt wurden. Falsche Korrespondenz, ein Markenzeichen der chinesischen Regierung, wurde unter dem angeblichen Namen Falun Dafa verschickt, um sie zu diskreditieren. Die Falun-Dafa-Gruppe in Ottawa hat festgestellt, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, sondern dass sie vielmehr Teil eines seit Langem bestehenden Musters der Verfolgung durch chinesische Staatsbehörden sind“.

Drachenboot-Festival

Ein solcher Vorfall ereignete sich am 22. Juni 2019 während des jährlichen Drachenboot-Festivals. Als der Falun-Dafa-Praktizierende Gerry Smith der Veranstaltung in einem öffentlichen Park in Ottawa beiwohnte, befahl ihm der Geschäftsführer des Festivals, sein Hemd mit der Aufschrift „Falun Dafa“ und den Prinzipien der spirituellen Praxis: „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“, auszuziehen. Der Geschäftsführer der Veranstaltung sagte, die chinesische Botschaft sei ein Sponsor der Veranstaltung und sein Hemd sei eine „unangemessene politische Erklärung“. Außerdem wies er darauf hin, dass sieben bis acht weitere Falun-Dafa-Praktizierende, die im selben Park die Meditation machten, gehen müssten.

„Die chinesische Regierung versucht seit Langem, ihre Verfolgung von Falun Dafa damit zu rechtfertigen, dass sie die nichtpolitische spirituelle Praxis als politische Bewegung verunglimpft“, hieß es in dem Bericht. „Viele Fotos von diesem Tag zeigen deutlich, dass die Falun-Dafa-Praktizierenden, die im Park anwesend waren, sich an keiner Form von politischem Protest oder Demonstration beteiligt (d. h. keine Transparente oder Redner), sondern lediglich Meditationsübungen praktiziert haben.“

Grace Wollensak von der Falun-Dafa-Gruppe in Ottawa sagte, dies sei kein isolierter Vorfall. Es sei Teil einer 20 Jahre währenden Verfolgung von Falun Dafa [1] durch den chinesischen Staatsapparat und auch durch seine Konsulate und Botschaften im Ausland. Ein chinesischsprachiger Artikel über den Vorfall wurde auf Webseiten innerhalb Chinas veröffentlicht, in dem die Falun-Dafa-Praktizierenden bei einer Veranstaltung in Kanada als politisch und unwillkommen bezeichnet wurden. Die Berichte zitierten den Geschäftsführer des Festivals und wiederholten Anti-Falun-Dafa-Propaganda.

Vorfall in Calgary

Falun-Dafa-Praktizierende waren in den vergangenen drei Jahren in kanadischen Großstädten weiterhin mit Schikanen konfrontiert. „Im August 2017 störten zwei Männer Falun-Dafa-Praktizierende, die sich vor dem chinesischen Konsulat in Calgary versammelt hatten. Die beiden Männer rissen ihr Transparent herunter und beschimpften sie. Zeugen berichteten, dass nach Abklingen der Konfrontation zwei Personen aus dem chinesischen Konsulat gekommen seien. „Sie sprachen mit einem der Störenfriede, was den Verdacht schürte, dass sie diese angewiesen hatten, die Demonstration zu unterbrechen“, hieß es in dem Bericht.

Jeff Yang, der Koordinator der Falun-Dafa-Gruppe in Calgary, beschrieb auch wiederholte Schikanen und Beleidigungen gegen Falun-Dafa-Praktizierende in den letzten Jahren (erst kürzlich im Juni 2019) durch einen Mann chinesischer Abstammung.

Gefälschte Briefe und E-Mails

„Die Verwendung gefälschter Briefe und E-Mails ist seit Langem ein Markenzeichen der Auslandskampagne der Kommunistischen Partei Chinas gegen Falun-Dafa-Praktizierende, um sie zu verunglimpfen und ihren Ruf zu untergraben“, hieß es in dem Bericht.

Diese Störungen gegen Falun-Dafa-Praktizierende dauern seit drei Jahren an. „In ihrem Namen wurden bizarre, beleidigende und manchmal auch bedrohliche Briefe und E-Mails verschickt. Unter anderem an Politiker wie Judy Sgro (liberale Abgeordnete im Dezember 2017) und Peter Julian (Abgeordneter der NDP im März 2019), in dem offensichtlichen Versuch, Falun Dafa zu diskreditieren und ihre Beziehungen zu den Empfängern zu schädigen“, hieß es weiter in dem Bericht.

Anastasia Lin bezogene Fälle

Anastasia Lin, die ehemalige Miss World Canada, wurde mehrfach schikaniert, weil sie sich für Menschenrechte in China einsetzte.

Sie durfte nicht an der Miss-World-Wahl in China teilnehmen, sondern „wurde auch von chinesischen Staatsbeamten eingeschüchtert, die über ihren Vater und ihre Großeltern agierten. Diese warnten sie davor, ihre Familie gegeneinander aufzuhetzen, wenn sie ihre Menschenrechtsarbeit nicht einstellen würde“, hieß es in dem Bericht.

Nachrichtenmedien

Unter dem Einfluss der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) haben auch chinesischsprachige Zeitungen in Kanada Falun-Dafa-Praktizierende verleumdet. „Im Juli 2015 sah sich Today Commercial News, eine in Kanada aktive chinesische Zeitung, gezwungen, einen Widerruf zu veröffentlichen und sich zu entschuldigen. Sie hatte einen verleumderischen Artikel über Falun Dafa abgedruckt, der zuvor in der People’s Daily, der offiziellen Zeitung des Zentralkomitees der KPCh, veröffentlicht worden war“, hieß es in dem Bericht.

Im Januar 2020 veröffentlichte die Today Commercial News jedoch einen zweiten Artikel mit verleumderischem Charakter gegen Falun Dafa.

Dringende Maßnahmen der kanadischen Regierung

Lins Fall sei ein Beispiel für die allgemeine Strategie, welche die chinesische Regierung gegen offene Befürworter anwendet, um sie durch die Schikanierung ihrer in China lebenden Familienmitglieder unter Druck zu setzen, hieß es in dem Bericht. Lin berichtete außerdem, dass sie aufgrund des Drucks der chinesischen Botschaft oder des Konsulats von Teilen der kanadisch-chinesischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.

Der Bericht drängte beispielsweise die kanadische Regierung zu mehr Maßnahmen, um diese Probleme anzugehen:

1. Eine zentrale Anlaufstelle innerhalb der Regierung zu benennen, die der erste Ansprechpartner an vorderster Front für Einzelpersonen und Gruppen sein soll, welche im Zusammenhang mit dem Engagement für Menschenrechtsverletzungen in China Schikanen und Einschüchterungen ausgesetzt sind;

2. Aufrechterhaltung eines diplomatischen Engagements auf hoher Ebene mit China zum Thema Belästigung und Einschüchterung;

3. Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit China kontinuierlich neu bewerten und Menschenrechtsproblemen in ihren bilateralen Beziehungen Vorrang einräumen;

4. Mit anderen Regierungen zusammenarbeiten, um Bedenken über chinesische Menschenrechtsverletzungen vorzubringen;

5. Diese Verletzungen der normalen diplomatischen Praktik abzulehnen;

6. Eine unabhängige öffentliche Untersuchung über Methoden und Vorfälle der Einmischung speziell im Bildungssektor durchzuführen; und

7. Prüfung der Gesetzgebung in anderen Gerichtsbarkeiten zur Bekämpfung verdeckter ausländischer Einmischung und Erwägung der Verabschiedung ähnlicher Gesetze in Kanada.


[1] Falun Dafa, auch Falun Dafa genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden

Quelle: Minghui

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