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Provinz Heilongjiang: Im Hulan Gefängnis wurde ein Falun Gong-Übender zu Tode gefoltert und andere Falun Gong-Übende wurden verletzt

Es gibt über 100 Falun Gong-Übende, die im Hulan Gefängnis der Provinz Heilongjiang gefangen gehalten werden. Dort müssen sie extrem lange Zwangsarbeit verrichten, welche sich schädlich auf ihre Gesundheit und ihren seelischen Zustand auswirkte. Herr Liu Yu, ein Falun Gong-Übender aus der Gemeinde Baicheng der Provinz Jilin, wurde in Harbin verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. In Gefangenschaft musste er bei langen Gehirnwäschesitzungen mitmachen und bekam schwere TB. Trotz allem musste er mit anderen Gefangenen Zwangsarbeit verrichten. Wenn er sich weigerte, wurde er von Polizisten heftig zusammengeschlagen. Unter starken Qualen starb er am 7. April 2005.

Vor kurzem hat das Hulan Gefängnis seine Verfolgung bei den Falun Gong-Übenden intensiviert, welche sich weigerten Dokumente zu unterschreiben, in denen sie bestätigen nicht mehr Falun Gong zu üben. Um diese Misshandlungen vor der Öffentlichkeit zu vertuschen, gestatteten sie den Falun Gong-Übenden seit Oktober keine Besuche mehr, auch nicht von ihren Familienangehörigen. Ihr Motto war: „Keine Umerziehung, kein Besuch“ [Anm.: „Umerziehung“ ist eine oft verwendete Formulierung für Folter und Misshandlung, eine übliche Taktik im Versuch Falun Gong Praktizierende dazu zu bringen, ihren Glauben zu widerrufen.].

Am 2. November 2005 um 1 Uhr befahl ein Wachbeamter des vierten Teams dem Falun Gong-Übenden Li Dajie Reinigungskissen für Autositze zu machen. Weil Herr Li nicht schnell genug arbeitete, schlug Qiao so heftig auf ihn ein, dass er am nächsten Tag in die Notaufnahme gebracht werden musste. Das Krankenhaus gab ihm Medikamente, um seinen stark angestiegenen Blutdruck zu senken. Den letzten Meldungen zufolge kann er immer noch keine Nahrung zu sich nehmen.

Die Polizeiwachen Liu Kai und Wang Jian hatten Spaß daran Falun Gong-Übende zu verprügeln. Sie drohten: „Wenn du keine Überstunden machst, werden wir dir die Beine brechen.“ Die Falun Gong-Übenden im vierten Team mussten im Sommer 15 und im Winter 12 Stunden lang arbeiten.

Die fünfte Abteilung des Hulan Gefängnisses ist auch eine Einheit, in der Falun Gong-Übende schwer verfolgt werden. Die zwei Untersektionen dieser Abteilung halten neun Falun Gong-Übende gefangen. Von April bis Oktober diesen Jahres traten drei Falun Gong-Übende aus Protest gegen die Verfolgung in einen Hungerstreik. Unter ihnen hielt Herr Sun Zhaomin ein halbes Jahr lang seinen Hungerstreik durch. Am 20. September um 3 Uhr herum, trugen ein Wachbeamter und zwei Insassen Herr Sun an den Armen und Füßen in ein Krankenhaus, wo sie ihn zwangsernähren wollten. Nach zwei Schritten ließen sie Herr Suns Beine fallen und schleiften ihn einfach an den Armen ins Krankenhaus. Herr Sun wog vor seiner Gefangenschaft im Arbeitslager ca. 80kg. Nun sieht er aus wie ein Skelett.

Nachdem Herr Liu Zhigui im März in der fünften Abteilung in der Untersektion Nr.1 eingesperrt wurde, zwangen die Wachbeamten Herrn Liu mittels Foltermethoden dazu die „Reueerklärung“ (1) zu unterschreiben. Sie verprügelten ihn und ließen ihn mehrere Stunden mit dem Gesicht zur Wand stehen. Außerdem ließen sie ihn von Insassen bewachen und verfolgen, um seine Bewegungsfreiheit einzuschränken. Sie erlaubten Herrn Liu keine Besuche und fügten ihm zusätzlich zu der körperlichen noch seelische Qualen zu. Am 16. November konnte Herr Liu kaum noch atmen, sein Blutdruck sank und sein Puls wurde schwächer. Er musste zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Viele Personen des Hulan Gefängnisses, darunter auch der leitende Beamte, der politische Kommissar, die Abteilungsleiter und die politischen Ausbilder sind alle mitverantwortlich für die Verbrechen an den inhaftierten Falun Gong-Übenden. Auch die Beamten, die für die „Falun Gong Angelegenheiten“ im Bildungs- und Umerziehungsbüro verantwortlich sind, beteiligten sich aktiv an der Verfolgung. Sie schickten standhafte Falun Gong-Übende zur „intensiven Gruppe“, damit sie dort Folter erleiden. Einige der Übenden wurden 20 Tage lang am Stück an einem „Eisenstuhl“ oder an einem „Eisenbett“ gefesselt gelassen[Anm.: Ein aus Eisenrohren bestehender Stuhl. Die Arme und Beine des Opfers werden für sehr lange Zeit an das Foltergerät gekettet. Eine Zeichnung finden Sie unter: http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2002/1/9/17577.html ]. Im September fiel der Falun Gong-Übende Zhang Guangli aus Harbin aufgrund von Misshandlungen für sieben volle Tage ins Koma. Qi Fengchen aus Acheng ereilte das gleiche Schicksal wie Herr Zhang.

Der 49-jährige Falun Gong-Übende Qian Houmin aus Daqing wurde im April 2002 in Zhaodong festgenommen und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Im Oktober wurde er in das Hulan Gefängnis in der Provinz Heilongjang gesperrt. Vor kurzem verprügelte die Polizei ihn schwer, weil er mit anderen Falun Gong-Übenden Erfahrungen austauschte. Herr Qian konnte nach der Misshandlung nicht mehr gehen und bis heute ist er nicht in der Lage für sich selbst sorgen.

Im Jahr 2003 und 2004 als das Hulan Gefängnis eine Massengehirnwäsche durchführte, befahlen die Wachen Qin Dianjun und Min Huiguang Insassen, den Falun Gong-Übenden Xie Yi gegen die Wand zu werfen. Herr Xies Kopf prallte gegen die Wand und er fiel in Ohnmacht. Seine Wunde musste mit 12 Stichen genäht werden. Mehrere Insassen verprügelten den Übenden Sun Hongquan abwechselnd im Haus der Heißwasseranlage, die ganze Nacht hindurch. Herr Sun verlor während der Prügel mehrmals das Bewusstsein.

Im Gefängnissystem der Provinz Heilongjiang wurden die Übenden in acht Gefängnissen gefangen gehalten. Unter den Gefängnissen führen das Hulan Gefängnis und das Harbin Gefängnis die schlimmste Gehirnwäsche und Verfolgung durch. Sie wandten jede Art der körperlichen Folter und Misshandlung an. Die „intensive Abteilung“ im Harbin Gefängnis, die erste Abteilung und die neunte Abteilung haben alle Falun Gong-Übenden zu Tode gefoltert. Die inhaftierten Falun Gong-Übenden im Harbin Gefängnis sind nun zu anderen Gefängnissen in der Provinz verteilt worden.

Hulan Gefängnis, Provinz Heilongjiang
Adresse: Postfach 903, Gemeinde Yaobao, Hulan Viertel, Stadt Harbin, Postleitzahl: 150521
Telefon: 0086-451-537307719
Disziplinarinspektionsbüro: 0086-451-57307738
Inspektionsbüro: 0086-451-57307739, 0086-451-57307703
Sun Kaiwen, Leiter des Gefängnisses: 0086-451-57307303
Stellvertretender Kommandant: 0086-451-57304313
Politbüro des Gefängnisses: 0086-451-57307738
Chen Weiqiang, 38 Jahre, „Bildungs- und Umerziehungsbüro“ (verantwortliche Einheit für die Verfolgung von Falun Gong): 0086-13136764116 (Mobiltelefon)
Neunte Abteilung/Team: 0086-451-57307709
Li Gang, Abteilungsleiter
Liu Kai, politischer Ausbilder vom ersten Team: 0086-451-57307105
Erste Untersektion von Abteilung fünf: 0086-451-57307705
“Intensive Abteilung“: 0086-451-57304713
Zhang Hongliang, Teamleiter: 0086-13945655065 (Mobiltelefon)
Zhang Fengyi, politischer Ausbilder und Teamleiter
Wang Lianyun, stellvertretender politischer Ausbilder
Polizeiwachen Xu Wenlong und Zhao Jun: 0086-13303645557 (Mobiltelefon)
Long Zhongming, Chen Dongqing, Xu Mouye, Sun Zhangjian

Zweite Abteilung:
Min Huiguang, politischer Ausbilder
Qing Dianjun, früherer stellvertretender politischer Ausbilder
Liu Jianwei, stellvertretender politischer Ausbilder
Long Zhaoyi, leitender Beamter des Produktionsteams

Erste Untersektion:
He Dechun, politische Ausbilder
Gefängniswachen: Dai Gonghui, Min Huiguang und Jin Shi’e
Xiao Baidong, stellvertretender Leiter von Team 15: 0086-13074509511 (Mobiltelefon)
Telefonnummer Abteilung 15: 0086-451-57307715

1) Mit dieser Erklärung werden Praktizierende gezwungen zuzugeben, dass sie das Praktizieren von Falun Gong bereuen, versprechen Falun Gong aufzugeben und sich nie wieder mit anderen Praktizierenden abgeben oder nach Peking zum Appellieren für Falun Gong gehen.

Chinesisches Original
Englische Version

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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