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USA: Große Kundgebung vor dem US Kapitol fordert ein Ende der 17-jährigen Verfolgung

„Wir fordern China auf, alle inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden und andere Gefangene aus Gewissensgründen freizulassen. Und wir fordern, die unmenschliche und unethische Praktik des Organraubs sofort zu beenden!“, verkündete Ileana Ros-Lehtinen bei der Kundgebung vor dem Kapitol am 14. Juli. Ileana Ros-Lehtinen ist eine langjährige US-Abgeordnete aus Florida.

„… jedes einzelne Beweisstück zeigt, dass China tatsächlich bis heute Organe raubt“, ergänzte sie.

Seit Falun Gong 1999 in China verboten wurde, versammeln sich jedes Jahr Falun Gong-Praktizierende aus ganz Amerika und der ganzen Welt im Juli in Washington DC, um mit Kundgebungen und Paraden auf die Unterdrückung aufmerksam zu machen.

20 Mitglieder des US-Kongresses kamen anlässlich der diesjährigen Kundgebung oder schickten Briefe, um die Bemühungen der Praktizierenden für ein Ende der Verfolgung in China zu unterstützen.

Aufschrift des Transparentes: Chinesische Konzentrationslager, Massenmord an Falun Gong, Organraub, Einäscherung der Leichname

Eine laute und klare Botschaft vom Kongress

Ileana Ros-Lehtinen, eine langjährige US Abgeordnete aus Florida, hat im Juni 2015 die Resolution 343 auf den Weg gebracht.

Ros-Lehtinen hatte die Resolution 343 im Juni 2015 auf den Weg gebracht. Sie gratulierte den Praktizierenden zu folgender Passage der Resolution: „… [wird] Besorgnis zum Ausdruck gebracht bezüglich der unentwegten und glaubwürdigen Berichte eines systematischen, staatlich geförderten Organraubs an Gefangenen aus Gewissensgründen in der Volksrepublik China, wovon eine große Anzahl Falun Gong-Praktizierende und Mitglieder anderer religiöser und ethnischer Minderheiten sind.“

Ros-Lehtinen betonte, diese Stelle der Resolution zeige, dass die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses von der Verfolgung und dem Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in China „offiziell Kenntnis genommen haben“. Mit der Resolution 343 hat das US-Repräsentantenhaus zum ersten Mal die Verbrechen des Organraubs zur Kenntnis genommen und eine sofortige Beendigung gefordert.

Sie freue sich, fügte sie hinzu, auf jenen Tag, an dem alle die Freiheit aller Falun Gong-Praktizierenden in China feiern könnten.

„Die Falun Gong-Praktizierenden stehen an vorderster Front gegen das Böse“

Dana Rohrabacher meint, dass die Falun Gong-Praktizierenden an vorderster Front gegen das Böse stehen würden.

Dana Rohrabacher, Vorsitzender des Unterausschusses für auswärtige Angelegenheiten in Europa, Eurasia und anstehende Bedrohungen, dankte den Praktizierenden für ihre Hilfe, die Welt zu verbessern. „Die Falun Gong-Praktizierenden stehen an vorderster Front gegen das Böse. Diejenigen von uns, die die Welt zu einer besseren machen möchten, verstehen, dass bösartige Mächte im Spiel sind. Eine der bösartigsten Mächte sind die chinesischen Kommunisten, die Festlandchina immer noch kontrollieren.“

Er rief dazu auf, dass sich noch mehr Menschen hinter die Menschen in China stellen, die Freiheit, Demokratie, Frieden und Wohlstand haben möchten. „Wir müssen uns auf die Seite der Freiheit stellen. Wir müssen auf der Seite der Würde für alle Menschen stehen.“

Niemand hat das Recht, andere zu zwingen, gegen ihr Gewissen zu handeln

Tina Mufford von der U.S. Commission on International Religious Freedom (USCIRF) sagte: „Wir müssen uns gemeinsam erheben, die abscheulichste Misshandlung durch die chinesische Regierung, die sie an ihren eigenen Bürgern ausübt, zu verurteilen und das so stark wie nur möglich. Diese brutale Praktik umfasst psychiatrische und medizinische Experimente, Organraub, sexuelle Übergriffe und unbeschreibliche Foltermethoden an Tausenden Falun Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen.“

Des Weiteren sagte sie: „Die chinesischen Regierung klassifiziert Falun Gong als Kult – eine Bezeichnung, die sowohl sachlich inkorrekt ist als auch eine unentschuldbare Beleidigung darstellt.“ Chinas Strafgesetz wurde 2015 abgeändert, wodurch diese Bezeichnung Falun Gong-Praktizierende noch anfälliger für lange bis lebenslängliche Gefängnisstrafen macht.

„Wir hören euch, wir unterstützen euch und wir stehen an eurer Seite, nicht nur heute, sondern jeden Tag“, ergänzte sie. „Keine Einzelperson, keine Gruppe, keine Regierung, nicht einmal die chinesische Regierung hat das Recht, andere zu zwingen, gegen ihr Gewissen zu handeln.“

„17 Jahre sind eine lange Zeit, doch ihr habt nicht aufgegeben”

Dr. T. Kumar, International Advocacy Director von Amnesty International USA, vertritt, dass der nächste Präsident diese Angelegenheit als erste behandeln sollte.

Dr. T. Kumar, International Advocacy Director von Amnesty International USA, war von der Entschlossenheit der Praktizierenden beeindruckt. „17 Jahre ist eine lange Zeit, doch ihr habt nicht aufgegeben. Wir haben die Misshandlungen von Falun Gong-Praktizierenden in China beobachtet, dokumentiert und dagegen gekämpft. Heute sind wir hier, um uns erneut auf die Misshandlungen zu konzentrieren und der amerikanischen und chinesischen Regierung zu sagen: Das kann so nicht weitergehen.“

Dann fügte er noch hinzu: „Wer auch immer der nächste Präsident wird, sollte auch die Führung übernehmen, diese Angelegenheit als erste zu behandeln.“

Mark Lagon, Präsident von Freedom House, erklärt, dass das Büro 610 in China eingerichtet worden sei, um die Verfolgung von Falun Gong zu koordinieren.

Mark Lagon, der Vorsitzende von Freedom House, erklärte, dass 1999 das Büro 610 in China für den ausdrücklichen Zweck eingerichtet worden sei, die Verfolgung von Falun Gong zu koordinieren. „Die Zweigstellen dieses Büros funktionieren immer noch im ganzen Land und unternehmen Schritte wie ausgiebige Überwachung, Verhaftungen und Propaganda-Kampagnen mit dem Ziel, die Falun Gong-Praktizierenden in den Augen ihrer Mitbürger zu verleumden und zu entmenschlichen.“

Er sagte, dass Falun Gong-Praktizierende sexuellen Übergriffen, Elektroschocks und anderen hinterhältigen Foltermethoden erleiden würden und dass viele von ihnen Opfer von Organraub geworden seien.

„Ein Transplantat bedeutet ein Todesfall”

Suzanne Scholte, die Präsidentin der Defense Forum Foundation, sagt, dass eine große Anzahl von Falun Gong-Praktizierenden wegen ihrer Organe getötet würden.

Mehrere Sprecher gingen auf die jüngste Aktualisierung über den Organraub von David Kilgour, David Matas und Ethan Gutmann ein. Suzanne Scholte, die Präsidentin der Defense Forum Foundation, sagte, der Bericht enthülle, dass chinesische Krankenhäuser seit 2000 in ganz China jährlich zwischen 60.000 und 100.000 Organe verpflanzen würden.

Sie meinte, es sei klar, dass durch diese Transplantationen viele Todesfälle verursacht worden seien, „doch wir sind erschüttert zu erfahren, dass in der Mehrheit der Fälle ein Transplantat ein Todesfall bedeutet – so die chinesischen Ärzte, die an dieser Praktik beteiligt waren.“

Michelle Hong von Jubilee Campaign USA schildert, dass die chinesische Regierung bei ihren Verfolgungskampagnen das Hungern-Lassen, öffentliche Schläge, Inhaftierungen und Folterungen anwenden und die Inhaftierten zu religiösen Konvertierungen zwingen würde.

Die chinesische Regierung gab bekannt, dass es pro Jahr in etwa 10.000 Transplantationen geben würde. Dazu merkte Michelle Hong von Jubilee Campaign USA an: „Laut Matas wird diese Anzahl jedoch schon ganz leicht übertroffen, wenn man nur auf einige wenige der größten Krankenhäuser schaut.“

David Cleveland von der Katholischen Wohlfahrtsorganisation in Washington spricht über den Organraub in China.

David Cleveland von der Katholischen Wohlfahrtsorganisation in Washington gab ein Beispiel: „In China kann man einen Termin vereinbaren: 12. August um 14:00 Uhr, beispielsweise. Man kann seine Transplantationsoperation planen.“ Und innerhalb von 24 Stunden vor diesem Termin werde jemand getötet und seine Organe würden entnommen.

Bekanntmachen bring Veränderungen

Laut Lagon habe Freedom House beobachtet, dass sich die Einstellung der Menschen in China verändert habe, während das Büro 610 die Verfolgung in ganz China weiterführe. „Nach jahrelanger internationaler Fürsprache und den Bemühungen von Falun Gong-Praktizierenden innerhalb Chinas, die Öffentlichkeit zu informieren, gibt es eine wachsende Anzahl von örtlichen Sicherheitsbeamten, die sich dazu entschlossen haben, Praktizierende zu beschützen. Sie verhindern, dass die Praktizierenden verhaftet werden oder sie sperren sie ein und lassen sie dann rasch wieder frei.

Auch in einem System wie dem in China und mit einer so erbittert geführten Kampagne wie die gegen Falun Gong treffen Menschen im ganzen Land Entscheidungen. Alles, was Amerika tun kann, um die Beamten zu ermutigen, sich nicht an der Verhaftung, Überwachung oder Inhaftierung von Falun Gong-Praktizierenden zu beteiligen, hat eine direkte Wirkung auf die Rettung von unschuldigen Leben“, ergänzte er.

Faith McDonnell unterstützt die Falun Gong-Praktizierenden seit elf Jahren.

Faith McDonnell, Direktorin für religiöse Freiheitsprogramme am Institut für Religion und Demokratie, freute sich zu hören, dass mittlerweile über 200 Millionen Chinesen ihren Austritt aus der Kommunistischen Partei verkündet haben. Sie und ihre Organisation begannen im Jahr 2005, die Falun Gong-Praktizierenden zu unterstützen, und sie werden es weiterhin tun.

Briefe der Abgeordneten zur Unterstützung

Viele Kongressabgeordnete schickten zur Unterstützung Briefe an die Praktizierenden.

Kongressabgeordnete, die die Kundgebung aufgrund einer Abstimmung am letzten Tag vor der Sommerpause nicht besuchen konnten, schrieben Briefe, um ihre Unterstützung für Falun Gong zu zeigen.

Der Senator und Präsidentschaftskandidat Marco Rubio schrieb, dass er gut informiert sei über die Verfolgung in China, besonders durch die jüngste Anhörung, bei der Überlebende des Zwangsarbeitslagers Masanjia die schrecklichen Foltermethoden beschrieben hatten, denen sie dort ausgesetzt waren.

Bill Cassidy, Senator von Louisiana und Mitglied des Menschenrechtsausschusses des Senats, schrieb: „Es freut mich, die Passage in der Resolution 343 zu sehen, in der China aufgefordert wird, den Organraub und die Verfolgung von Falun Gong zu beenden … Heute, mehr als je zuvor, müssen Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas Transparenz und unabhängige Untersuchungen dieser unethischen Praktik des Organraubs erlauben.“

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