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Todesmeldung! Opfer von Folter im Arbeitslager wurde in den staatlichen Nachrichten als „Beschädigter durch Falun Gong“ verleumdet (Stadt Lingyuan)

Als Herr Wang Le (28) noch lebte, arbeitete er in dem Stahlwerk Lingang der Stadt Lingyuan. Vor der Verfolgung des Falun Gong führte er ein normales Leben. Er war sehr fleißig in der Arbeit und nicht wählerisch, wenn die Leitung Arbeit verteilte. Seine Arbeitskollegen mochten ihn deshalb sehr gerne.

Während der Verfolgung des Falun Gong, verlor er wie viele andere Falun Gong-Praktizierende seine Arbeit. Er fand es sehr ungerecht, dass Unschuldige verfolgt wurden. Im Oktober 2000 ging er drei Tage lang zu Fuß nach Beijing, um eine Petition an die Regierung wegen der Verfolgung einzureichen. Aber er wurde in Beijing sehr schnell verhaftet und zurückgeschickt.

Wang kam ins Arbeitslager Zhao Yang, wo bereits viele Praktizierende festgehalten wurden. Sogenannte „Erzieher“ des Arbeitslagers haben anderen Häftlingen die Kürzung iher Strafzeit versprochen, wenn sie Falun Gong-Praktizierende „umwandeln“ würden. Darum wurde Wang Le und allen Praktizierenden viel mehr Arbeit als einem normalen Häftling zugeteilt. Damit wollte man erreichen, dass sie ihre Aufgabe nicht erledigen konnten und deswegen von anderen Häftlingen verprügelt wurden. Häftlinge drückten ihre Zigaretten auf ihrer bloßen Haut aus, übergossen sie im Winter mit kaltem Wasser, schossen Fußbälle gezielt auf sie, hängten sie auf und erlaubten ihnen nicht, zu schlafen. Manchmal wurden sie sogar mit Holzbrettern geschlagen. Mehrere Praktizierende sind durch die Prügel taub geworden, oder ihre Rippen wurden gebrochen. Aber die Praktizierenden blieben zum Erstaunen ihrer Quäler standhaft.

Später wandte der sogenannte „Erzieher“ andere Maßnahmen an: Er ließ die Praktizierenden am Tag hart arbeiten und ließ sie nachts nicht schlafen. Er übernahm eine Methode aus der Kulturrevolution: Die Praktizierenden wurden gezwungen, Falun Gong zu beschimpfen und immer wieder Kritik an Falun Gong zu üben. Wenn sie das nicht taten, wurden sie von vielen anderen Häftlingen beschimpft und geschlagen. Das wiederholte sich in jeder Nacht. Da die Praktizierenden für lange Zeit unter solchen psychischen Qualen litten, erlitten einige von ihnen einen psychischen Zusammenbruch. Wang Le war einer von ihnen.

Am 10. April wurde Wang Le in Handschellen nach Hause gebracht, weil er nun angeblich an einer Geisteskrankheit leiden würde. Am 16. Mai starb Wang durch einen Unfall. Einige Tage später wurde in den Nachrichten behauptet, dass Wang Le wegen des Praktizierens von Falun Gong im Arbeitslager geisteskrank geworden und nach seiner Freilassung gestorben sei.

Chinesische Praktizierende
11. Oktober 2001

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