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Ein neues Leben für mich und meine Familie

Nina Akbar

Ich heiße Nina Akbar, bin sechsundzwanzig Jahre alt. Ich habe Falun Dafa schon vor über einem Jahr von der Klassenkameradin meiner Schwester erhalten. Damals war ich sehr kritisch, was das Dafa anbelangt. Es hat schließlich noch ungefähr ein viertel Jahr gedauert, bevor ich mich dazu entschlossen habe, es einfach mal auszuprobieren. Die Kraft, die von dem Dafa ausgeht, hat mich jedoch ständig daran denken lassen. Es ging mir einfach nicht aus dem Sinn.

Wahrscheinlich konnte ich es einfach nur nicht glauben, daß mir etwas so gutes wie das Dafa über den Weg lief. Ich hatte schon so viele negative Erfahrungen in meinem Leben gemacht auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach dem Ursprung. Es kam mir wohl zu einfach vor, daß man mit Hilfe eines Buches und fünf Kultivierungsübungen zur Erleuchtung kommen und zum Wahren und zum Ursprung zurückkehren kann.

Schon als ganz kleines Kind bin ich abends gerne alleine raus gegangen. Ich saß dann ganz alleine im Dunkeln und fühlte eine große Sehnsucht und einen Schmerz in meinem Herzen. Irgendwo wollte ich hin, aber ich wußte nicht wohin. Die Welt kam mir oberflächlich und voller Widersprüche vor. Eigentlich wußte ich zwar tief im Inneren immer, was richtig und was falsch war. Darum war ich immer sehr vernünftig. Aber die Gesellschaft sah anders aus. Einerseits wollte ich immer fleißig, höflich und bescheiden sein, wollte mich nicht hervortun und interessierte mich auch nicht für materielle Dinge. Andererseits neigte ich dazu, mich ständig mit anderen zu vergleichen. Was sie haben, wollte ich auch haben. Was sie konnten, wollte ich auch können. So fing ich an, nach persönlichen Vorteilen und Anerkennung zu streben. In der Schule wollte ich die Beste sein, aber irgendwann reichte mir das auch nicht mehr, dann wollte ich viele Freunde haben und beliebt sein. Irgendwann war das auch nicht mehr genug und ich wollte was erleben, Erfahrungen sammeln und in der Welt herumkommen. Ich lebte in einer ständigen Unruhe, unzufrieden mit mir selbst und war nicht in der Lage, mit meinem Leben fertig zu werden. Letztendlich kam es sogar so weit, daß ich Drogen nahm. Anfangs waren meine Familie und meine damaligen Freunde noch besorgt um mich und um meine Zukunft, aber irgendwann kümmerten sie sich auch nicht mehr darum und wir verloren den Kontakt.

Seitdem ich das Dafa erhalten habe, werde ich nicht mehr von dieser Unruhe und Ungewißheit geplagt. Ich bin sehr beständig geworden und fühle mich viel ausgeglichener. Ich studiere jetzt Lehramt und will Sonderschullehrerin werden. Für mich ist diese Sache sehr wichtig, da ich jetzt einen Sinn darin sehe. Ich sehe meine Aufgabe in dieser Welt und bin fest entschlossen, meinen Weg zu gehen und mich durch nichts von der Kultivierung abhalten zu lassen. Ich habe das gefunden, was mir die Antworten auf all meine Fragen gibt und mir die Kraft gibt, mit meinen Gefühlen und meinem Trübsal fertig zu werden. Ich brauche mich nicht mehr zu bedauern wenn ich auf Schwierigkeiten stoße oder vor meinen Problemen davon laufen. Ich weiß wie ich sie anpacken kann und daß sie mir helfen, meine Schuld im Leben zu begleichen. Es ist auf einmal alles so leicht, so einfach und so natürlich geworden.

Ich brauche nicht mehr irgendwelchen Dingen wie Glück, Gesundheit, Wissen oder Liebe hinterher zu jagen. Alles, was ich brauche, um das wahre Glück zu erreichen, steht in “Zhuan Falun”. Alles, was für mich in meinem Leben vorgesehen ist, werde ich bekommen. Ich brauche nichts zu erstreben, alles kommt von selbst.

Bei meinem Studium bin ich engagierter und gehe nicht immer nur den leichtesten Weg, sondern mache das, was mich interessiert und was ich als wichtig für mein Studium betrachte. Ich möchte meine Sache gut machen und habe festgestellt, daß ich dann letztendlich viel zufriedener mit mir bin. Ich bin auch nicht mehr so ungeduldig und denke nicht mehr nur daran, meinen eigenen Kopf durchzusetzten, wenn ich mit anderen eine gemeinsame Arbeit verrichten muß. Dabei muß ich nicht einmal auf meine Interessen verzichten, ich bekomme immer die Gelegenheit, meine Ideen einzubringen. Ich bin jetzt viel mehr in der Lage, meinem Gegenüber zuzuhören und zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen. Ich spüre allmählich, wie Barmherzigkeit und Nachsicht in meinem Herzen entstehen.

Dank dem großen Weg hat sich auch meine Familiensituation verändert. Vorher war es so, daß meine Schwester, mein Bruder, meine Eltern und ich überall an verschiedenen Orten Hamburgs gewohnt haben. Bis auf meine Schwester sahen wir uns innerhalb der Familie nur sehr selten. Jeder lebte irgendwie sein eigenes Leben. Das kam vor allem daher, daß ich sehr große Probleme mit meinem Vater hatte. Wir konnten einfach nicht miteinander reden. Immer artete es in großen Streitereien aus, bei denen er mich in regelmäßigen Abständen als seine Tochter verstieß und aus der Wohnung warf. Ich konnte das nicht ertragen und ging ihm aus dem Weg. Merkwürdigerweise hatten meine Geschwister diese Probleme nicht mit ihm. Damit ich mich nicht damit auseinandersetzen mußte, schob ich seine Wutanfälle auf seine Geisteskrankheit, die er hatte, und brachte den Rest der Familie auf meine Seite, so daß ich meinen Willen, wenn ich etwas brauchte, immer durchsetzen konnte.

Seitdem ich Falun Dafa praktiziere, hat sich unser Verhältnis total verändert. Jetzt, wo ich bereit bin, die Streitereien mit ihm zu ertragen, weil ich es als gute Gelegenheit betrachte, meine Xinxing (geistige Natur) zu erhöhen, kommt es kaum noch dazu. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, daß ich ihn als den Menschen erkenne, der er eigentlich ist. Ich sehe seine Krankheit gar nicht mehr. Wenn er mich dann doch mal aus heiterem Himmel anschreit, fällt es mir leichter, ruhig zu bleiben. Ich sehe dann seine Sorge und seine Angst und wie sehr er leidet. Unser Verhältnis hatte sich sogar soweit verbessert, daß er mir angeboten hat, zu Ihnen zurückzuziehen. Erst war ich etwas unsicher, meine Freiheit aufzugeben, und hatte Angst, in Abhängigkeit zu geraten, aber ich bin doch zurückgezogen. Es ist sicher kein Zufall, daß er mir dieses Angebot gemacht hat und ich betrachte es gute Gelegenheit, in meinem Kultivierungsprozeß voranzukommen. Außerdem bin ich sehr froh darüber, weil ich meine Eltern finanziell nicht mehr belasten möchte, und außerdem bin ich gerne bei Ihnen. Es macht vieles in meinem Leben leichter. Als ich meinem Bruder davon erzählte und von meinem Entschluß, wieder zurückzuziehen, konnte er das gleich verstehen. Daraufhin sagte er ganz von selbst, daß es dann auch besser sei, daß meine Schwester zu ihm ziehen sollte. Das sei für uns alle am besten, weil wir dann ja alle in der Nähe voneinander wohnen würden und meine Schwester es auch nicht mehr so weit zur Schule hätte. Wir waren alle sehr gerührt, weil er eigentlich unter keinen Umständen eine seiner Schwestern um sich haben wollte. Ihm war seine Freiheit heilig. Mittlerweile sind wir beide umgezogen. Das ist für uns alle eine sehr große Entlastung. Meine Schwester kümmert sich um die Wohnung meines Bruders, und außerdem helfen wir meiner Mutter im Haushalt; meistens essen wir alle zusammen bei meinen Eltern und wenn wir es schaffen, machen wir die Übungen zusammen oder lesen. Das macht es für uns alle leichter. Trotz der täglichen Reibereien sind wir alle sehr glücklich, mein Vater blüht zum ersten Mal in seinem Leben auf und ist froh, seine Kinder wiedergefunden zu haben. Er ist jedoch der einzige von uns, der nicht Falun Gong macht. Das macht aber nichts, weil er uns in Ruhe praktizieren läßt und uns vertraut. Das zeigt mir, welch positive Wirkungen Falun Gong auf ihn hat.

Juli 1999

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