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23 Jahre auf dem Weg der Kultivierung

Als ich 52 Jahre alt war, fing ich an, Falun Dafa zu praktizieren. Jetzt bin ich 75 Jahre alt. Ich möchte mitteilen, was ich durch meine Kultivierung erkannt und wie ich mich nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit-Güte-Nachsicht verhalten habe.

Ich fand einen Schatz

Ich hatte verschiedene Meditationssysteme ausprobiert, bevor ich anfing, Falun Dafa zu praktizieren. Ich hatte etwas gesucht, was mir hilft, mich geistig und körperlich zu entspannen. Als Musiker interessierte ich mich sehr für Johann Sebastian Bach, der an Gott glaubte. Seine Musik zu hören, öffnete meine Seele; ich konnte die Göttlichkeit aller Dinge spüren, ohne dabei einer Religion anzugehören.

1998 hatte ich das Glück, an den Vorträgen von Meister Li Hongzhi (dem Begründer von Falun Dafa) in Frankfurt und Genf teilzunehmen. Die Barmherzigkeit des Meisters hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck.

Die fünf Übungen von Falun Dafa beruhigten mich sofort, und ich hatte das Gefühl, dass sie sehr tiefgreifend waren. Später begann ich, das Buch Zhuan Falun (Hauptwerk des Falun Dafa) zu lesen. Ich fühlte mich sehr von den im Buch beschriebenen Prinzipien angezogen, etwa, dass man zuerst an andere denken sollte. Die Lehre des Meisters über die Xinxing (geistige Natur) war sehr umfassend. Nach meinem Verständnis waren darin alle Lehren früherer Heiliger enthalten. Das Zhuan Falun beantwortete viele meiner Fragen nach dem Sinn des Lebens. Es dauerte aber lange, bis ich das Fa (Gebot) regelmäßig lernte. Ich las das Zhuan Falun viele Male und wusste, dass ich einen Schatz gefunden hatte!

Anhaftungen finden

Das Konzept des Nach-innen-Schauens ist nun in meinem Herzen verwurzelt. Am Anfang tat ich es nur sehr oberflächlich, so dass ich die Wurzeln meiner Anhaftungen nicht fand.

Sich selbst zu kultivieren und Anhaftungen zu beseitigen, ist wie eine Zwiebel zu schälen. Wenn ich Schwierigkeiten oder Konflikte hatte, bestand meine erste Reaktion darin, den Fehler beim anderen zu suchen und Ausreden für mich selbst zu finden. Ich konzentrierte mich auch auf den Konflikt, anstatt zu versuchen herauszufinden, was ich falsch gemacht hatte. Als ich begann, nach innen zu schauen, fragte ich mich, warum ich bewegt war. Mir wurde klar, dass ich von Emotionen bewegt war. Ich begann mich zu fragen, ob ich falsch lag oder ob ich etwas falsch gemacht hatte. Als ich weiter nach innen schaute, erkannte ich, dass es mich störte, dass meine Interessen verletzt wurden. Ich erkannte, dass ich nicht an andere dachte. Eifersucht, Ungeduld und Groll verleiteten mich zum Argumentieren und dazu, mich zu verteidigen. Wenn ich wirklich darüber nachdachte, entsprang dieses Verhalten dem Egoismus.

Der Meister sagt:
„Starke Argumentation – nicht um Worte kämpfen
Grund im Inneren suchen, ist Kultivierung
Je mehr sich erklären, desto schwerer das Herz
Großmütig, frei von Eigensinn, klares Verständnis erscheint.“ 
(Wenig argumentieren, 03.01.2005, in: Hong Yin III)

Dann begann ich, meine Anhaftungen loszulassen. Ich wurde aufgeschlossener und toleranter. Dabei konnte ich die Bedürfnisse anderer Menschen besser verstehen und akzeptieren. Ich begann, dem natürlichen Lauf zu folgen. Es geschah, dass ich meine Anhaftungen erkannte, als ich meinen Ehepartner unterstützte. Ich bereinigte meine Gedanken durch das Aussenden aufrichtiger Gedanken, was mir half, meine Anhaftungen leichter loszulassen.

Dafa begünstigt meine Familie

Als ich anfing, meine eigenen Interessen leichtzunehmen, war ich in der Lage, anderen mit einer unvoreingenommen Haltung zuzuhören. So konnte ich in Übereinstimmung mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht handeln. Meine Kinder und Enkelkinder praktizieren nicht Falun Dafa, aber sie alle verstehen und respektieren meine Kultivierung. Die Zuneigung zwischen uns wurde umfassender, barmherziger und weniger egoistisch.

Meine Familie ist ein gutes Kultivierungsumfeld. Manchmal machte ich mir Sorgen um die Zukunft meiner Familienmitglieder.

Der Meister sagt:
„Ich würde sagen, das ist ein unrealisierbarer Wunschtraum. Du kannst nicht in das Leben anderer Menschen eingreifen und ihr Schicksal beeinflussen, einschließlich des Schicksals deiner Frau und deiner Kinder, deiner Eltern und Geschwister.“ (Zhuan Falun 2019, S. 200)

Nachdem ich dieses Fa des Meisters gelesen hatte, konnte ich die Geschehnisse leicht nehmen.

Falun Dafa ist erstaunlich

Seit 22 Jahren praktiziere ich täglich die Übungen und erfreue mich einer guten Gesundheit. Ich hatte gelegentlich ein paar kleinere Symptome, aber als Kultivierender wusste ich, dass dies die Reinigung meines Körpers war. Ich glaube fest an Dafa. Ich habe ebenso erkannt, dass wir auch Schmerzen ertragen müssen, um das Karma zu beseitigen. Deshalb versuche ich, mich nicht darauf zu konzentrieren.

Immer wenn ich in alltägliche Probleme verwickelt bin, schmerzen meine Beine. Wenn ich mich dazu entschließe, die Anhaftung loszulassen, löst sich das Problem auf.

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