Share on facebook
Share on twitter
Share on google
Share on email
Share on print

Dorfbewohner aus Laishan fordern Freilassung Ihres Mitbürgers Herrn Liu Shujing

Ein Falun-Dafa-Praktizierender aus Laishan in der Provinz Shandong ist am 27. August 2018 von Beamten der Polizeiwache Yuangezhuang und der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Laishan verhaftet worden. Ein halbes Jahr später, am 10. Mai 2019, wurde Herr Liu Shujing vom Bezirksgericht Laishan verurteilt. Sein Anwalt hatte auf nicht schuldig plädiert, dennoch verurteilte man Herrn Liu zu zwei Jahren Gefängnis und brachte ihn dann insgeheim in das Gefängnis der Provinz Shandong.

Ohne entsprechende Papiere oder Ausweise vorzuweisen, durchsuchten Beamten seine Wohnung. Auch Lius Frau wurde am selben Tag verhaftet.

Am nächsten Tag tauchte die Polizei bei seiner 84-jährigen Mutter auf. Sie war nicht zu Hause und ihre Tür war verschlossen. Die Beamten brachen durch ein Fenster ein und durchsuchten die Wohnung. Sie beschlagnahmten Falun-Dafa-Bücher, Fotos vom Gründer von Falun Dafa, zwei Computer und 1.500 Yuan (ca. 200 Euro) in bar.

Nachdem sie von Lius Frau 5.000 Yuan (ca. 650 Euro) erpresst hatten, ließ die Polizei sie nach Mitternacht frei. Sie drohten ihr: „Wenn Sie jetzt nach Hause kommen, gehen Sie nicht mehr aus dem Haus. Wenn wir kommen, müssen Sie immer da sein.“

Nach der Verhaftung

Herr Liu wurde am 28. August 2018 in das Untersuchungsgefängnis Fushan gebracht. Einen Monat später stellte man ihn offiziell unter Arrest.

Seine Frau durfte dem Prozess nicht beiwohnen. Über 300 Menschen aus seinem Dorf hatten eine Erklärung unterzeichnet, in der sie bestätigten, dass er ein guter Mensch sei. Außerdem forderten sie in der Erklärung das Gericht auf, die Anklage fallen zu lassen und Herrn Liu freizulassen.

Einen Monat später teilte sein Anwalt mit, dass Herr Liu eine Haftstrafe von über zwei Jahre erhalten habe. Ohne seine Familie zu benachrichtigen, überführten die Behörden ihn in das Gefängnis der Provinz Shandong.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.

Chinesische Version

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

Archiv