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Grausam gequält mit der Streckfolter im Haftzentrum der Stadt Lingyuan

Falun-Dafa-Praktizierende, die ihren Glauben an Falun Dafa [1] nicht aufgeben, werden im Untersuchungsgefängnis der Stadt Lingyuan, Provinz Liaoning besonders grausam gequält – mit der Streckfolter.

Was ist die Streckfolter?

Folterillustration: Das Streckbett

Bei der Streckfolter binden die Wärter den Praktizierenden an eine etwa 2 mal 1,50 Meter große Sperrholzplatte in einer Position, die auch „gespreizter Adler“ genannt wird. Dies ist die am häufigsten angewendete Foltermethode im Untersuchungsgefängnis

An jeder der vier Ecken befindet sich eine fixierte Eisenkette. Wenn Hände und Beine an den Ketten gefesselt und der Körper bis zum Maximum gestreckt ist, ist das Opfer bewegungsunfähig und leidet qualvolle Schmerzen.Das Streckbrett kann flach liegend oder auch stehend angewendet werden. Es ist tragbar und kann in jede Zelle transportiert werden.

Fälle dieser Foltermethode

Zhao Changfu, ein Praktizierender aus der Stadt Lingyuan, befindet sich seit dem 22. August 2018 in dem Untersuchungsgefängnis. Am 26. Oktober 2018 protestierte er gegen die Verfolgung und trat in einen Hungerstreik. Er wurde an das Streckbett gefesselt und erlitt extreme Schmerzen. Gleichzeitig wurde er zwangsernährt.

Ein weiteres Opfer war Zhang Zhenxiang. Weil er in einen Hungerstreik getreten war, wurde er im November 2016 in einer Isolationszelle 18 Stunden lang auf ein Streckbett gefesselt. Auch er wurde zwangsernährt. Als Folge der Folter trat bei ihm Bluthochdruck auf.

Um den Bluthochdruck zu senken, mischten die Wärter Anfang 2017 Medikamente in das Essen und zwangen Zhao, es zu sich zu nehmen. Daraufhin trat Zhao erneut in einen Hungerstreik. Fünf Tage später wurde er gewaltsam in ein Krankenhaus geschleppt und dort auf ein Bett gefesselt. Er bekam eine Infusion. Am nächsten Tag brachten die Beamten Zhao zurück ins Untersuchungsgefängnis. Dort wurde er für weitere 24 Stunden auf dem Streckbett in einer Isolationszelle gefoltert.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.

Chinesische Version

Systematische Verfolgung seit 20 Jahren – 20. Juli 1999​

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