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Provinz Heilongjiang: Die Geschichte einer Verfolgten Teil I

Mehrfache Festnahmen, Zwangsarbeit, Inhaftierung und entsetzliche Folter – Li Guiyue aus Heilongjiang hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten wegen ihres Glauben an Falun Dafa schlimmste Qualen erlebt.

Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt, wurde der Öffentlichkeit erstmals im Mai 1992 von Herrn Li Hongzhi vorgestellt. In den folgenden sieben Jahren gewann die Meditationspraktik an Beliebtheit. Allein in China folgten über 100 Millionen Menschen den Falun-Dafa-Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – und konnten dadurch ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Aus Angst vor der rasanten Verbreitung der Praktik verbot die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun Dafa im Juli 1999 und begann eine nie dagewesene Verfolgung.

Wie Hunderttausende Falun-Dafa-Praktizierende aus ganz China reiste auch Li Guiyue im Jahr 2000 zweimal nach Peking, um sich für ihr Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa einzusetzen. Was danach geschah, ist in diesem ersten Teil unserer dreiteiligen Serie zu lesen.

Wie alles anfängt und Li wieder gesund wird

Li Guiyue wurde 1969 in Weizigou, einem kleinen Bauernhof im Kreis Yilan in der Provinz Heilongjiang geboren. Als Kind war sie schwach und litt an Tuberkulose. Li erinnert sich, dass sie in der Grundschule Blut gehustet hat.

Nach dem Abschluss der Mittelschule arbeitete Li in der Zweiten Strickwaren-Manufaktur in Jiamusi. Sie befand sich in einem seltsamen Zustand: In der ersten Hälfte der Nacht litt sie unter Atembeschwerden, dann um drei Uhr morgens waren alle Symptome verschwunden. Unter den Dorfbewohnern verbreitete sich bald das Gerücht, dass Li „besessen“ sei.

Die Ärzte konnten bei ihren Untersuchungen nichts finden. Aber Lis Zustand verschlimmerte sich immer mehr, bis sie schließlich aufhören musste zu arbeiten. Li fühlte sich schuldig und als Belastung für ihre Familie. In ihrem Leben sah sie kaum Hoffnung.

Im Sommer 1996 lernte Li Falun Dafa kennen und die Dinge wendeten sich zum Besseren. Bald nachdem sie begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, stellte sie fest, dass alle ihre Krankheiten verschwunden waren. Falun Dafa hatte ihr ein zweites Leben geschenkt, für das Li und ihre Familie ewig dankbar sind.

Li Guiyue als junge Frau

Gute Menschen

Neben ihrer Gesundheit gab Falun Dafa Li auch einen neuen Lebenssinn. Sie richtete sich nach den universellen Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – und strebte danach, ein guter Mensch zu sein.

Aus Protest gegen die Machtübernahme des Dorfoberhauptes ohne eine Wahl legte eine Gruppe wütender Dorfbewohner in den nächsten drei Jahren über fünfzig Brände. Wann immer ein Feuer ausbrach, wurden zuerst die Dorffunktionäre und Mitglieder der KPCh gerufen. Da dies jedoch so oft geschah, kamen die Parteimitglieder schließlich nicht mehr. Nur die Falun-Dafa-Praktizierenden eilten ständig zu den Tatorten, sodass man nur noch die Praktizierenden rief und sie bat, beim Löschen des Feuers zu helfen.

Einmal wurde das Haus eines Dorfbewohners in Brand gesteckt. Li schleppte über 30 Eimer Wasser und half, das Feuer zu löschen. Die Winter in Heilongjiang werden sehr kalt. Lis Hose war durch die Löscharbeiten durchnässt und steif gefroren.

Li und andere Praktizierende aus dem Dorf halfen auch dabei Sand und Steine zu kaufen, damit ein zweieinhalb Meilen langer Straßenabschnitt im Ort repariert werden konnte. Die Dorfbewohner waren sich einig: „Falun-Dafa-Praktizierende sind gute Menschen.“

Zweimal in Peking inhaftiert – und Folter ausgesetzt

Im Juli 1999 verbot die KPCh Falun Dafa und leitete eine landesweite Verfolgungskampagne gegen Praktizierende ein. Über Nacht strahlten alle Medien in China Propaganda aus, in der Falun Dafa und sein Gründer verleumdet wurden. Da Li so sehr von der Praktik profitiert hatte, beschloss sie, in die Hauptstadt zu reisen. Sie wollte sich für Falun Dafa aussprechen und ihr Recht auf das Praktizieren einfordern.

Am 8. Mai 2000 kam Li in Peking an. Kurz nach ihrer Ankunft auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde sie verhaftet. Man brachte sie zur Polizeistation Qianmen, wo sie im Keller verprügelt wurde. Ein Polizeibeamter schlug so heftig mit einem hölzernen Besenstiel auf sie ein, dass dieser in drei Teile brach.

Lis Steißbein war gebrochen. Sie erlitt schwere Verletzungen am unteren Rücken und dem Gesäß. Erst nach mehreren Monaten waren die Beschwerden verheilt. Auf der linken Körperseite hatten sich auch die Muskeln vom Hüftknochen gelöst. Davon erholte sich Li nicht. Nachdem die Praktizierende in das Pekinger Verbindungsbüro ihrer Heimatstadt gebracht worden war, wurde ihr schwindlig und sie fiel in Ohmacht. Erst nach einer Woche erlangte sie ihr Bewusstsein zurück. Während dieser Zeit hatte sie keinerlei Nahrung zu sich zugenommen.

Der Dorfvorsteher Wang Zhongshun und der Polizist Chen Xiwen reisten nach Peking. Sie brachten Li mit dem Zug nach Harbin und begleiteten sie mit dem Bus zurück in ihre Heimatstadt. In der Haftanstalt Yilan wurde Li zwei Wochen lang eingesperrt. Außerdem wurde ihr eine Geldstrafe von 1.000 Yuan (rund 120 Euro) auferlegt.https://de.minghui.org/html/articles/2020/9/18/148472.html

Folternachstellung: Schläge

Im Winter 2000 reiste Li erneut nach Peking und erlebte das gleiche Schicksal. Der Dorffunktionär Deng Huilin und der Polizeibeamte Wei Ziyu brachten Li zurück in den Kreis Yilan. Die Praktizierende wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt, weil sie ihr verfassungsmäßiges Recht auf Widerstand ausgeübt hatte.

Quelle Minghui

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