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Innere Mongolei: Oberstleutnant sechs Jahre Gefängnis qualvoll überstanden

Ein ehemaliger Oberstleutnant aus der Stadt Hulunbuir in der Inneren Mongolei sollte am 1. April 2020 freigelassen werden, nachdem er sechs Jahre im Gefängnis verbracht hatte – wegen seines Glaubens an Falun Dafa [1]. Bisher liegt der Redaktion keine aktuelle Meldung über seine Freilassung vor.

Herr Yang Wanming war 2009 zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. 2013, zwei Jahre früher, wurde er entlassen, dann aber ein Jahr später erneut verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Kurz nach vorheriger Freilassung erneut verhaftet

Polizeibeamte und Angestellte des Bezirks Hailar verhafteten Herrn Yang am 2. April 2014, weniger als vier Monate nach seiner Entlassung aus der vorherigen Haft. Die Behörden richteten ihr Augenmerk auf ihn, weil er seinen Bericht über die Verfolgung auf Minghui.org veröffentlicht hatte.

Die Beamten durchsuchten seine Wohnung und beschlagnahmten seine persönlichen Gegenstände und 10.000 Yuan (1.300 EUR) in bar. Nach einem Geheimprozess im September vor dem Bezirksgericht Hailar wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Seine Frau ließ sich von ihm scheiden, weil sie dem enormen Druck der Verfolgung nicht standhalten konnte. Er wurde am 21. Juni 2016 in das Gefängnis von Baoanzhao überstellt.

Im Gefängnis gefoltert

Herr Yang wurde mit Chilischotenwasser besprüht und mit einem elektrischen Schlagstock geschockt, weil er am 26. März 2019 meditiert hatte. Er brach vor Schmerzen zusammen. Die Gefängniswärter schockten ihn am nächsten Tag, bis er ohnmächtig wurde. Er wurde in die Notaufnahme gebracht und wiederbelebt.

Am 4. Oktober besprühte ein Wärter namens Liu Chang wiederholt das Gesicht von Herrn Yang mit Pfefferspray, als dieser die Falun-Dafa-Übungen machte. Liu warnte die anderen Gefangenen, dass sie leiden würden, wenn sie Herrn Yang nicht melden, wenn er die Übungen machte. Um für sich eine Haftzeitverkürzung zu erwirken, misshandelten zwei Häftlinge Herrn Yang aktiv und hinderten ihn daran, die Falun-Dafa-Übungen zu machen.

Die beiden Gefangenen stahlen Herrn Yang mehrmals Falun-Dafa-Bücher und logen, dass er die Falun-Dafa-Übungen machte. Einmal meldeten sie Herrn Yang, dass er keine Gefängnisunterhosen trug. Der Wärter Liu zog Yherrn ang aus und ließ ihn an einem kalten Wintertag im November barfuß auf dem Betonboden stehen. Liu legte ihm Handschellen an und besprühte ihn mit Pfefferspray, bevor er für 15 Tage in Isolationshaft gesteckt wurde.

Frühere Verfolgung

Herr Yang war früher Leiter der Kommunikationsabteilung der Militärzone in Peking und wurde viele Jahre lang als „Ausgezeichneter Mitarbeiter“ geehrt. Mit Beginn der Verfolgung wurde er wegen des Praktizierens von Falun Dafa entlassen. Später arbeitete er für die China Mobile Communication Group in Hulunbuir.

Verhaftet wegen Aufdeckung der Verfolgung

Im Februar 2009 wurde eine Rede von Zhao Xicheng, dem damaligen Leiter des Komitees für Politik und Recht in der Stadt Hulunbuir, über die Verfolgung von Falun Gong in einem ausländischen Medium veröffentlicht. Als einer der Schlüsselfiguren auf der Überwachungsliste des Büro 610 und auch als Teilnehmer des Treffens wurde Herr Yang von den Behörden streng überwacht. Er wurde am 15. März 2009 verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis Hailar gebracht.

Verteidigung durch Anwalt verboten

Im August 2009 stand Herr Yang vor dem Mittleren Gericht der Stadt Hulunbuir. Er wurde insgeheim zu zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 50.000 Yuan (6.500 EUR) verurteilt, weil er „Staatsgeheimnisse preisgegeben und den Gesetzesvollzug behindert“ habe.

In der Berufungsverhandlung erlaubten das Gericht und die Staatsanwaltschaft dem Anwalt nicht, Herrn Yang zu verteidigen. Das Mittlere Gericht von Hulunber bestätigte das ursprüngliche Urteil.

Yangs Familie legte beim Obersten Autonomen Bezirksgericht der Inneren Mongolei Berufung ein, das die Strafe auf sieben Jahre verkürzte.

Herr Yang wurde am 17. September 2010 in das Gefängnis von Baoanzhao verlegt, wo die Wärter ihn brutal folterten und versuchten, ihn zum Verzicht auf Falun Dafa zu zwingen. Er wurde am 14. Dezember 2013 freigelassen.

Arbeitgeber und Familie mit hineingezogen

Während Herr Yang inhaftiert war, verfolgten die Behörden auch seinen Arbeitgeber. Sie entfernten den Präsidenten und degradierten einige Manager. Einige andere Mitarbeiter wurden ebenfalls vom Amt für öffentliche Sicherheit überwacht.

Yangs Sohn wurde während seines Studiums an einer Hochschule in Peking häufig schikaniert, und auch seine Stellenzuteilung nach seinem Abschluss war davon betroffen. Seine Familie und seine Verwandten wurden mit Leibesvisitationen und Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit eingeschüchtert. Sie wurden verunglimpft und verleumdet.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Quelle: https://de.minghui.org/html/articles/2020/4/20/145953.html

Chinesische Version



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