Geschichten aus dem Altertum: Gute Taten zu vollbringen, bewirkt den Respekt einer Gottheit

Menschen, die Gutes tun, verdienen den Respekt einer Gottheit

Herr Zhang Quaiya war ein Beamter der Stadt Chengdu. Eines Nachts träumte er, er sei von einer Gottheit eingeladen worden, sie zu besuchen. Während sie miteinander sprachen, überbrachte jemand eine Botschaft: „Herr Huang Jianji vom West Tor ist angekommen.“ Dann betrat ein Mann in taoistischer Kleidung den Raum. Die Gottheit begrüßte ihn sofort mit großem Respekt.

Am nächsten Morgen suchte Herr Zhang überall nach Herrn Huang Jianji. Nachdem er ihn schließlich gefunden hatte, lud er ihn in sein Büro ein. Herr Zhang sah sofort, dass dieser Mann genau der Mann aus seinem Traum war. „Was für gute Taten haben Sie vollbracht?", fragte er Herrn Huang. "Warum wohl sonst würden Sie solch eine Anerkennung einer Gottheit bekommen?“

„Ich habe wirklich nichts Bedeutendes getan", antwortete Herr Huang. "Ich habe lediglich den Weizen zum regulären Preis gekauft, als er reif war und im folgenden Jahr zum selben Preis an Menschen weiterverkauft, als diese eine schwere Zeit durchmachten. Dabei habe ich nichts verloren, doch ich konnte ihre Krise lösen.“ Als Herr Zhang die Antwort von Herrn Huang hörte, seufzte er. Er bat seinen Angestellten, für Herrn Huang eine Sitzgelegenheit zu bringen und dann verbeugte er sich tief vor ihm.
„Eine Gottheit achtet Menschen, die etwas Gutes für andere tun. Wir sollten alle anderen, von den guten Taten von Herrn Huang erzählen. Lasst alle wissen, dass gute Taten von Gottheiten respektiert werden - in der Hoffnung, dass noch mehr Menschen seinem Beispiel folgen.“

Ein egoistischer Mann wird vom Blitz getötet, ein gütiger Mann wird mit einem Sohn belohnt

Dr. Sun Simiao lebte zur Zeit der Tang Dynastie und war ein berühmter Arzt. Er widmete sein ganzes Leben der Medizin und brachte viele Bücher heraus, darunter auch "Qian Jin Fang" und "Qian Jin Yi Fang". Diese Bücher wurden über Generationen hin überliefert.

Einmal rettete Dr. Sun das Leben eines Drachen. Um Dr. Suns Tat zu belohnen, bot ihm der Drache ein Rezept an, das im Drachenpalast eingesetzt wurde. Dr. Sun wendete es in seiner medizinischen Praxis an, und es war sehr wirksam. Dann nahm er es in sein Buch, "Qian Jin Fang" auf und gravierte es in einen Stein ein, um es späteren Generationen zu hinterlassen.

Als ein Beamter davon erfuhr, missbrauchte er seine Beamtenautorität, um den Stein zu beschlagnahmen und daraus Profit zu schlagen. Er plante mittels einer speziellen Methode das in den Stein gravierte Rezept zu kopieren. Als er dabei war das Rezept zu kopieren und zu verkaufen, zerbrach er den Stein dabei versehentlich. Bald darauf wurde der Beamte von einem Blitz erschlagen.

Später beauftragte ein gutherziger Mensch den ursprünglichen Kunsthandwerker, das Rezept wieder in einen Stein zu gravieren. Auf diese Weise wurde das kostbare Qian Jin Fang an spätere Generationen überliefert.

Eines Nachts hatte dieser gutherzige Mann einen Traum. Im Traum sah er Dr. Sun: „Eigentlich ist es für dich vorherbestimmt, keinen Sohn zu bekommen. Wegen deiner guten Tat wird dir jedoch ein außergewöhnlicher Sohn geschenkt.“ Nicht lange nach diesem Traum wurde seine Frau schwanger und gebar einen Sohn. Sein Sohn entwickelte sich zu einem prachtvollen Menschen, als er heranwuchs.
Der egoistische Mann, der den gravierten Stein zerbrach, dachte nur an seinen Eigennutz, während der selbstlose Mann, der das Rezept wieder eingravieren ließ, an andere dachte. Wie es im Leben spielt, ging die egoistische Person leer aus, und die gütige Person bekam unerwarteten Vorteil durch ihre gute Tat.

Schlechte Dekrete spurenlos beseitigen

Während der Xuande Jahre in der Ming Dynastie wurden viele Eunuchen an den Indischen Ozean geschickt, um nach kostbaren Schätzen zu suchen. Die Kosten waren extrem hoch, und viele Menschen starben auf der Reise, später wurde die Suche eingestellt. Während der Tianshun Jahre wollte der Kaiser die Suche nach Schätzen wieder aufnehmen. Militärchef Xiang Zhong wurde beauftragt die Unterlagen über die Schatzsuche durchzustudieren und einen neuen Plan zu entwickeln.

Damals war Herr Liu Daxia für die Aufbewahrung der Dokumente zuständig. Als dieser von der Neuigkeit erfuhr, versteckte er die Unterlagen vor Xiangs Leuten. So wurde das Projekt fallen gelassen, weil die Unterlagen fehlten.

Als später Xiang Zhong Herrn Liu nach den fehlenden Unterlagen für die Schatzsuche fragte, sagte dieser mit einem Lächeln: „Im Indischen Ozean nach Schätzen zu suchen, ist ein schlechtes Projekt. Die Dokumente sollten zerstört werden, selbst wenn sie heute noch existierten. Warum fragen Sie nach ihnen?“ Plötzlich wurde Herr Xiang alles klar. Er entschuldigte sich bei Herrn Liu: „Ihre gute Tat hat den Himmel bewegt. Sie verdienen meine Position!“ Tatsächlich wurde Herr Liu später befördert, und seine Nachkommen dienten auch als hohe Beamte.

„Um die gute Tat des Herrn Liu weiter zu fördern, sollte jedes abträgliche Dokument zerstört werden. Noch wichtiger ist: Sündhaft sind auch Bücher über Wollust und Raub sowie solche, die das Buddha Gebot verleumden. Um Schäden für die späteren Generationen zu vermeiden, sollten sie definitiv zerstört werden!“

(Die obigen Geschichten wurden aus dem „Chou Anshi“ Handbuch aus der Qing Dynastie ausgewählt.)

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