Falun Gong Informationszentrum Österreich: PRESSEMITTEILUNG - Internationaler Menschenrechtstag - Schluss mit Folter und Gehirnwäsche in China - Freiheit für Falun Gong

Internationaler Menschenrechtstag,
Samstag, 10. Dezember 2011

Schluss mit Folter und Gehirnwäsche in China - Freiheit für Falun Gong
Einladung zur Kundgebung mit Gesang
11:00 – 14:00 Uhr am Michaelerplatz in Wien

Anlässlich der anhaltend tragischen Situation der Falun Gong-Praktizierenden, die in chinesischen Gefängnissen, Internierungs- und Arbeitslagern wegen ihres Glaubens an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gefoltert werden, laden wir Sie am Internationalen Menschenrechtstag sehr herzlich zu unserer Kundgebung für die Freiheit von Falun Gong-Praktizierenden in China ein.

In China versucht die KP, jeden Andersdenkenden einzuschüchtern und mundtot zu machen. Dem chinesischen Regime sind aufrichtige Menschen ein Dorn im Auge. Sie möchten keinesfalls, dass ihre Untaten als solche erkannt werden.

Hier in Österreich haben wir die Freiheit, aufzustehen und die Menschenrechtsverbrechen anzuprangern, wir haben die Freiheit, Menschen in äußerster Not beizustehen. Jede Unterstützung, jede Aufmerksamkeit, die Aufklärung und die Teilnahme am Schicksal der Verfolgten weist die KPCh und ihre Handlanger in ihre Schranken. Jede Stimme, jeder Einsatz für die Menschenwürde hat seine Wirkung.

Seit Juli 1999 wurde in 3.443 Fällen der Tod von Falun Gong-Praktizierenden durch Folter in chinesischen Haftanstalten dokumentiert. In diesem Jahr wurden 57 Todesfälle durch Gewalteinwirkung registriert. In Arbeitslagern und Gefängnissen sollen Falun Gong-Praktizierende mittels Foltermethoden ihrem Glauben abschwören. Ein offizieller chinesischer Delegierter bekräftigte im Herbst 2010 die Haltung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), wonach Falun Gong hart zu bestrafen und letztendlich auszulöschen sei.

Die Hetzjagd auf Falun Gong startete im Juli 1999 mit einer massiven Lügenpropaganda der Kommunistischen Partei Chinas. In China wagten bisher nur wenige, äußerst mutige Menschenrechtsanwälte sich für Falun Gong einzusetzen. Auch sie wurden Opfer der Verfolgung, wie etwa der landesweit und auch international bekannte Rechtsanwalt und Bruno-Kreisky-Preisträger Gao Zhisheng. Er wurde gedemütigt und gefoltert.

Dringender Aufruf zur Freilassung von Sun Changjun:
Letzter Überlebender des Teams, das 2002 unzensierte Programme in Changchun ausstrahlte, liegt im Sterben

Im März 2002 zapften mehrere Bewohner der nordöstlichen Stadt Changchun das chinesische Staatsfernsehen an und strahlten Filmmaterial über die Verfolgung von Falun Gong und zur Entlarvung der Propaganda der Kommunistischen Partei aus. Nach Berichten des Falun Dafa-Informationszentrums und einer detaillierten Untersuchung des Publizisten Ethan Guttmann zufolge, der in dieser Sache recherchierte, wurden alle Personen, die an diesem außerordentlichen Akt des gewaltfreien Widerstandes beteiligt waren, festgenommen. Bis heute wurden alle mit Ausnahme von Herrn Sun Changjun zu Tode gefoltert; der Letzte von ihnen starb im Mai 2010. Sun Changjun, 35 Jahre, befindet sich derzeit im Jilin-Gefängnis, nachdem er in einem Schauprozess im Jahr 2002 zu 17 Jahren Haft verurteilt wurde. Sein Gesundheitszustand hat sich aufgrund der Folter extrem verschlechtert, er leidet an einer schweren Tuberkulose und ist stark abgemagert. Sein Zustand ist äußerst kritisch. Trotzdem weigert sich die Gefängnisleitung, ihn zur Behandlung freizulassen.

Bitte schreiben Sie an die chinesische Botschaft in Wien oder an das chinesische Konsulat um gegen die Misshandlung von Herrn Sun Changjun zu protestieren und seine unverzügliche Freilassung zu fordern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Roswitha Wang-Moritz, Mobil: 0699/11104886
E-Mail: roswitha.wang-moritz(at)fldf.eu


Hintergrund
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Länder und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3443 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

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