Chinesische Tuschmalerei: “Siebter Vorabend”

Gemäß einer der bekanntesten chinesischen Mythen, weist der siebte Vorabend auf die siebte Nacht des siebten Mondmonats hin. Da treffen sich der legendäre Kuhhirte und die Webermaid zu ihrem einmal jährlichen Stelldichein, über eine von mitfühlenden Elstern über die Milchstraße gebildete Brücke. Dieser Tag ist ein traditionelles chinesisches Fest für Mädchen und junge Liebhaber. Er wird im chinesischen Volk als Valentinstag bezeichnet.

Das Gemälde der Künstlerin reflektiert dieses Thema durch spielende Kinder. Mehrere Kinder im Gemälde feiern am siebten Vorabend ein Fest, sie machen eine Brücke aus Kuchen und Biskuit, um es dem Kuhhirten und der Webermaid zu ermöglichen, den Silberfluss zu überqueren, um sich zu treffen.

Übersetzt von: http://www.zhengjian.org/zj/articles/2002/8/15/17176.html [2]
Anmerkung: Es gibt zwei Legenden, welche die Ursprünge des chinesischen Valentinstags umranken. Beide beziehen die Position der Sterne am siebten Tag des siebten Monats des chinesischen Mondkalenders (11. August des Jahres 2005) mit ein.

Gemäß der ersten Version warfen die sieben Töchter der Himmelsgöttin, während ihres ersten Besuches auf der Erde, ein Auge auf einen Kuhhirten. Die Töchter badeten in einem Fluss und der Kuhhirte Niu Lang beschloss, ein wenig Spaß zu haben, indem er mir ihren Kleidern davon eilte. Es fiel der hübschesten Tochter zu (welche auch die Siebtgeborene war), ihn um die Rückgabe ihrer Kleider zu bitten.

Natürlich, nachdem Niu Lang die Tochter, Zhi Nu, nackt gesehen hatte, mussten sie einander heiraten. Das Paar lebte mehrere Jahre glücklich zusammen. Schließlich hatte jedoch die Himmelsgöttin die Abwesenheit ihrer Tochter satt und wies sie an, in den Himmel zurückzukehren. Die Mutter hatte jedoch auch Erbarmen mit dem Paar und erlaubte ihm, einmal in jedem Jahr, sich wiederzuvereinen. Der Legende nach ist dies am siebten Abend des siebten Mondes, und Elstern bilden mit ihren Flügeln eine Brücke, damit Zhi Nu sich mit ihrem Gemahl treffen kann.

In der zweiten Geschichte waren Niu Lang und Zhi Nu Feen, die auf den einander gegenüberliegenden Seiten der Milchstraße lebten. Weil er sich traurig fühlte, wegen der beiden einsamen Feen, versuchte der himmlische Jadekaiser lebhaft, sie zusammen zu bringen. Unglücklicherweise gelang ihm dies jedoch nur zu gut: Niu Lang und Zhi Nu waren voneinander so entzückt, dass sie ihre Arbeit vernachlässigten. Verärgert darüber, verfügte der Jadekaiser von da an, dass sich das Paar in jedem Jahr nur einmal treffen dürfe: am siebten Abend des siebten Mondmonats.

Heute zelebrieren Sternengucker Qi Qiao Jie, indem sie auf den Stern Vega im Osten der Milchstraße starren, welcher Zhi Nu repräsentiert und auf die Konstellation Aquila auf der Westseite der Milchstraße, wo Niu Lang, der Legende nach, auf seine Geliebte wartet, um sich mit ihr zu vereinen.
Andere übliche Namen für das Fest sind, Fest der sieben Schwestern oder das Fest der doppelten Sieben.

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