Deutschland: Die innere Ruhe - Nicht nur Frankfurt, auch die Bundesrepublik Deutschland könnte das sehr gut gebrauchen

Die Show von Divine Performing Arts New York Compagnie zur Premiere der Europa-Tournee am 21. Februar in Frankfurt am Main mit ihren tiefgründigen Inhalten und zauberhaften Tänzen hinterließen einen tiefen Eindruck bei den europäischen Zuschauern in der Jahrhunderthalle.

Es gibt eine religiöse, buddhistische und ethische Gesamtaussage

Prof. Brenner ist Musikwissenschaftler und war mit seiner Frau aus Göttingen angereist.

Ihm war die Klangmischung in der Musik bereits vertraut, da, wie er beobachtete, die Fusion von Klangfarben und Mischung von chinesischer und westlicher Musik schon einige Jahrzehnte zurückgehe. Ebenso stellte er fest, dass in dem Orchester von Divine Performing Arts auf dem Plateau der Moderne chinesische und westliche Traditionen miteinander kombiniert wurden.

„Ich konnte hören, dass sehr viel Chinesisches in der musikalischen Struktur erhalten blieb, auch wenn die klangliche Oberfläche eher westlich aufgebaut war. Für mich hatte die Musik heute Abend aber einen sehr abgerundeten und reifen Charakter“, sagte er.

Besonders gefiel ihm auch die Erhu. Er sagte: „Die Erhu ist besonders schön, weil sie ein sehr ausdrucksvolles Instrument ist. Sie bringt eine Farbe in das Ganze und eine melodische Formbarkeit, die kein anderes Instrument ersetzen kann.“

Sein Gesamteindruck war, dass ein wunderbares tänzerisches Bewegungsrepertoire mit farblichen und choreografischen Gesamtkompositionen in einer besonders schönen abwechslungsreichen Bilderfolge vorgeführt wurden.

Er sagte: „Es waren die Details in diesem hochkultivierten, offensichtlich historisch weit zurückreichendem Bewegungsrepertoire und andererseits auch die Gesamtform, die sich da als Bilder entwickeln; also es hat mir sehr gut gefallen.“

Seine Frau stammt aus Taiwan und sah die Divine Performing Arts bereits zum dritten Mal. Sie hatte die Shows der beiden letzten Jahre auch gesehen. Die Farben seien wieder frisch und abwechslungsreich, aber stets stimmig und harmonisch zu den jeweiligen Kompositionen gewesen, fand sie.

Als persönliche Erkenntnis gab Prof. Brenner die „religiöse, buddhistische, ethische Gesamtaussage“ der Show an: „Wir sollen nicht darauf warten, dass die Weltgeschichte die Umstände ändert, sondern jeder soll seinen Beitrag dazu leisten.“

„Ich sehe mir die Show wieder an“

Alicia Richter ist Yogalehrerin und ihr gefällt alles, was mit Körperbewegung zu tun hat. „Die Körperbeherrschung hat mir unheimlich gut gefallen“, sagte sie.

Ebenso gefiel ihr die Art der Musik. Weil die chinesische Musik auf Dauer für westliche Menschen manchmal etwas anstrengend sei, meinte sie, sei sie hier besonders froh gewesen, eine eher westliche Komposition gehört zu haben. „Mir und allen, die mich begleitet haben, uns hat das allen ganz toll gefallen. Ich sehe mir die Show wieder an“, kündete sie an.

Alicia hat viele Bücher über China gelesen und ihr tat es sehr leid, dass durch die chinesische Revolution so viel Schönes und Wichtiges kaputt gemacht wurde. Als sie von der Divine Performing Arts Show erfuhr, freute sie sich, dass doch noch etwas erhalten geblieben war.

Den Bezug auf Spiritualität und den Buddhismus in der Show fand sie gut, da es in China jahrelang verpönt war, über Religion zu reden. Als Jogalehrerin habe sie ein hohes Interesse an Buddhas und Boddhisatwas. Sie meinte: „Dass das auf die Bühne kam, hat mich schon beeindruckt.“

Es war das erste Mal, dass Alicia Richter eine Show der Divine Performing Arts besucht hat. Sie habe gelernt, so erklärte sie, dass man den geistigen Aspekt wieder mehr in den Vordergrund stellen müsse, Yoga alleine sei es nicht!

Die innere Ruhe - Nicht nur Frankfurt, auch die Bundesrepublik Deutschland könnte das sehr gut gebrauchen

Stefan Götz kommt aus Frankfurt und hat eine Finanzdienstleistungsagentur. Er wurde durch eine Promotionsaktion in Darmstadt auf die Show der Divine Performing Arts aufmerksam und schenkte seiner Freundin die Karten zum Valentinstag.

Gerade für die jüngeren Menschen, so meinte er, sei es interessant, andere Kulturen kennen zu lernen. Er fand die Darstellung fantastisch und meinte, dass wenn sich mehr Menschen entscheiden würden, sich in ihrer Freizeit diese Show anzusehen, sie viele Dinge mit anderen Augen sehen würden.

„Die innere Ruhe, die im ostasiatischen Bereich vorgelebt wird, ist sicherlich vorbildlich“, sagte er. „Nicht nur Frankfurt, auch die Bundesrepublik Deutschland könnte das sehr gut gebrauchen“, fügte er lächelnd hinzu.

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