Todesmeldung! Zu Tode gequält, weil Polizist sein `schmutziges Geld´ nicht bekam (Kreisstadt Yilan, Provinz Heilongjiang)

Frau Zhang Min kam aus der Kreisstadt Yilan, Provinz Heilongjiang. Als sie am Abend des 28.11.01 zusammen mit anderen acht Praktizierenden Materialien über die wahren Begebenheiten bezüglich Falun Gong verteilte, wurde sie von der Polizei verhaftet und anschließend in ein Hotel eingesperrt. Dort wurde sie vom 29.11.01 an 60 Stunden lang gefoltert, um von ihr ein „Geständnis“ zu erpressen. Als Folge davon verstarb Frau Zhang am 05.12.01.

Der Haupttäter war Han Yunjie, Leiter der Politikabteilung der Polizeibehörde der Kreisstadt Yilan. Als Frau Zhang bei der letzten Festnahme zu Arbeitslager verurteilt worden war, hatten die Angehörigen sie mit 8 000 Yuan (etwa 2 000 DM) durch Beziehungen aus der Haft gerettet. Dabei hatte Han keinen einzigen Pfennig bekommen, so hegte er seitdem Haß gegen Frau Zhang. Diesmal wollte er Frau Zhang persönlich verhören, um seinen Groll auszulassen. Um von Frau Zhang die Quelle der Materialien zu erpressen, legte Han ihr Handschellen an und hing sie an einer Heizröhre auf. Er schlug mit Gewalt auf ihre Brust, auf die Augen und Schläfen, packte ihre Haare und stieß ihren Kopf gegen die Wand. Frau Zhangs Hände bekamen an der heißen Heizröhre Blasen und sie spuckte Blut und fiel in Ohnmacht. Han wollte sie aber so einfach nicht schonen. Er übergoß sie mit Kaltwasser und schlug sie immer weiter, so dass Frau Zhang Stuhl und Urin nicht mehr kontrollieren konnte. Nach der 60-stündigen Folterqual wurde Frau Zhang ins zweite Untersuchungsgefängnis der Kreisstadt Yilan gebracht.

Frau Zhang war in einem schlimmen Zustand, sie schrie wegen großer Schmerzen und spuckte ständig Blut. Am vierten Tag im Untersuchungsgefängnis wurde sie vom Gefängnispersonal und einigen Häftlingen auf eine Folterbank gedrückt und flößten ihr zwei Flaschen Salzwasser ein. Frau Zhang war sofort bewusstlos. Trotzdem brachte man sie wieder in ihre Zelle zurück. Häftlinge in der gleichen Zelle meldeten beim Leiter des Gefängnisses den kritischen Zustand von Frau Zhang, der Leiter schimpfte nur, unternahm jedoch nichts. Erst auf die mehrmalige Bitte der Mithäftlinge wurde Frau Zhang ins Krankenhaus gebracht. Dort verstarb sie.

Nach ihrem Tod versuchte die Polizei, ihre Verbrechen zu verhüllen. Den Angehörigen wurde mitgeteilt, dass Frau Zhang an einer Herzkrankheit gestorben sei. Über die unmenschliche Folter wussten sie gar nichts. Tatsache ist, dass Frau Zhang nie an einer Herzkrankheit gelitten hatte. Am 07.12.01 wurde Frau Zhangs Leichnam von der Polizei einfach eingeäschert. Vertreter aus der Polizeibehörde und dem lokalen „Büro 610“ waren dabei.

In der Polizeibehörde in Yilan gab es eine Geheimsitzung. Damit versuchte die Polizei, ihre Ermordung an Frau Zhang zu verhüllen und die Angehörigen an einer Anklage zu hindern.

In Yilan waren bereits insgesamt über 50 Praktizierende zu Arbeitslager verurteilt worden. Diesmal wurden wieder 10 Praktizierende festgenommen. Zwei von ihnen konnten noch fliehen, fünf wurden nach einem achttägigen Hungerstreik freigelassen. Sie wurden alle sehr brutaler Folter ausgesetzt und ihre Leben sind in höchstem Maß gefährdet. Manche übergeben sich, spucken Blut, haben Bauchschmerzen, Bluturin, Kopfschmerzen, Nierenversagen und Herzbeschwerden usw.

Praktizierende in China
17.12.01


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