China, stopp das Töten

Falun-Gong-Marsch erreichte Olten [Titelseite des Oltner Tagblatt vom 20. August 2001] Olten. Mit einem einwöchigen Fussmarsch nach Bern machen Anhänger der Falun Gong-Lehre auf das Schicksal ihrer nach Millionen zählenden Gesinnungsfreunde aufmerksam, die in China seit 1999 äußerst brutal unterdrückt werden. Gestern Sonntagabend machte eine sechsköpfige Gruppe nach einem 27-Kilometer-Tagesmarsch in Olten Etappenhalt. [Seite 8] Ein "Langer Marsch" für Falun Gong Solidaritätsmarsch machte am Sonntag in Olten Halt Auf ihrem mehrtägigen Solidaritätsmarsch von Zürich nach Bern machte eine kleine Gruppe Falun Gong Praktizierender am Sonntagabend in Olten Station. Sie war am Samstag rund 40 Kilometer von Zürich nach Lenzburg marschiert, wo sie am Sonntag früh um 2 Uhr(!) eintraf. Gestern Sonntag standen dann "nur" 27 Kilometer auf dem Programm, nämlich von Lenzburg über Aarau nach Olten. Hier trafen sie kurz nach 18 Uhr vor dem Stadthaus ein, wo sie Stadtpräsident Ernst Zingg mit Informationen über die Verfolgung der seit 1999 in China verbotenen Vereinigung dokumentierten. Zingg handelte praktisch und organisierte für die Gruppe ein Abendessen. Den zwei Frauen, zwei Männern und den zwei elf- und neunjährigen Mädchen waren die Strapazen des Marsches anzusehen. Sie waren deshalb froh, ihre vom Marsch langen Marsch müden Füsse und Beine bald in der Sportlerunterkunft in der Stadthalle Kleinholz ausruhen zu können. Doch warum so viel Anstrengung für die Verfolgten in China? "Wir machen selber auch Falun Gong-Übungen, und sie haben uns viel gegeben", begründete Silvan Fedier(Uster) seine Teilnahme. Die Übungen seien gut für Körper und Geist. "Ich war ein starker Raucher. Nach drei Monaten Falun Gong konnte ich das Rauchen locker aufgeben", berichtet Fedier und ergänzt: "Das putzt einen richtig durch." Ein anderer Marschierender findet, dass Falun Gong einem helfe, schwierige Situationen leichter zu nehmen und geduldiger zu werden. Und Simone Keller(Baden), die als Gärtnerin in Zürich arbeitet und Falun Gong schon seit vier Jahren praktiziert, weist darauf hin, dass Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht die zentralen Werte von Falun Gong seien. Eine Sekte, wie die chinesische Regierung stets behauptet, sei es nicht, denn man brauche dazu kein Geld, und es werde auch keine Werbung gemacht. Falun Gong ist denn auch keine Religion, sondern ein Kultivierungsweg, der sich auf buddhistische und taoistische Lehren stützt.

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