Fa-Konferenz in Österreich: "Erfahrungen der letzten Monate"

Verehrter Meister,

liebe Mitpraktizierende,

ich möchte euch an Erfahrungen der letzten Monate teilhaben lassen und hoffe, damit zur gemeinsamen Erhöhung beitragen zu können.

Dieses Jahr ergab sich für mich zum ersten Mal die wunderbare Möglichkeit für Shen Yun mitzuarbeiten. Nun möchte ich als erstes über meine Erfahrungen beim Erstellen von Verteil-Plänen und der Ausgabe der Pläne und des Materials berichten.

Früher war ich von Beruf Maschinenbaukonstrukteur. Für diese Beschäftigung, die hauptsächlich aus Computerarbeit mit verschiedenen Programmen bestand, war viel Konzentration und Liebe zum Detail notwendig. Es scheint, als diente mir diese Erfahrung als Grundlage für das Erstellen von Verteil-Plänen und Bearbeiten von Excel-Listen für die Verteilung der Werbematerialen für Shen Yun. Zu Beginn der Verteilphase war ich top motiviert. Doch je länger diese Werbephase dauerte, desto mehr nahm meine Motivation ab. Ich war anfangs auch bedrückt, als ich erfuhr, dass es eine dritte Zusatzshow geben würde. Es fiel mir außerdem immer schwerer, mich stundenlanger Computerarbeit hinzugeben. Desweiteren musste ich stets darauf achten in Graz parat zu sein, wenn Praktizierende kommen und Material holen wollten, was mich auch belastete. Eine große Motivation in diesen Wochen war für mich allerdings die Musik des Shen Yun Symphonie Orchesters. Diese hatte mich immer wieder begeistert, erhöhte mein Energielevel und ließ mich darauf freuen, dass solche heiligen Töne bald in der Grazer Oper erklingen würden. Natürlich erinnerte ich mich auch immer an den Zweck dieses Projektes, nämlich Lebewesen zu erretten. Denn dies ist der Grund wofür ich zu dieser Zeit gekommen bin. Das ist die Gelegenheit mein Gelübde einzulösen.

Der Meister sagt:

"Denn die Dafa-Jünger sind die einzige Hoffnung für die Errettung der Menschen, ganz gleich aus welchen Regionen, welchen Winkeln der Welt sie kommen. Es geht nicht, wenn ich Li Hongzhi als Meister der Dafa-Jünger auch noch diese Sache tun würde. Das muss von euch getan werden. Wenn ich etwas tue, sind das Sachen nach dem Beginn der Berichtigung der Menschenwelt durch das Fa. Bevor das Fa die Menschenwelt berichtigt, sollt ihr mehr Menschen erretten, sodass mehr Menschen bleiben können. Das heißt, dass ihr die Menschen während eurer Erklärung der wahren Umstände, eurer Bekräftigung des Fa und der Errettung der Lebewesen in dieser großen Jie-Katastrophe beibehaltet. Nur diese Menschen sind würdig, während das Fa die Menschenwelt berichtigt, das wahre Antlitz aller Dinge seit der Erschaffung des Kosmos und der Welt zu erblicken. Erst danach werde ich die Dinge der Berichtigung der Menschenwelt machen. Denn die Dinge bei den Menschen sind nicht so einfach. Wenn diese Schicht von Räumen beibehalten wird, müssen noch viele Dinge getan werden. Die Dinge der Errettung aller Wesen sollen von euch gemacht werden. Diese Zeit wird euch hinterlassen, mächtige Tugend zu errichten und mit aufrichtigen Gedanken und Taten zur Vollendung zu gehen.” (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Sitzung von The Epoch Times, 17.10.2009)

 

Oft war ich bei der Theaterverteilung bei der Oper oder beim Stephaniensaal beteiligt. Hierfür schwang ich mich öfters spät abends mit vielen Schichten bekleidet aufs Fahrrad. Beim Verteilen der Broschüren wenn die Besucher herauskamen war mir meist extrem fingerkalt. Manchmal zitterte mein Körper während ich trotzdem einen freundlichen und gepflegten Eindruck machen wollte. Wenn Menschen in meine Richtung kamen versuchte ich mein leidendes Herz mit folgender Botschaft zu motivieren: "Zhen, Shan, Ren - Ich möchte euch erretten." Nach dem Verteilen radelte ich heim, wobei mir immer kälter wurde und ich halb erfroren und zitternd zu Hause ankam.

Der Meister sagt:

„Schwer zu ertragen ist zu ertragen, Unmögliches ist möglich.” (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 580)

Um Shen Yun zu promoten hatten wir an einigen Wochenenden einen Verkaufsstand in einem Shoppingcenter in Graz. Ich unterstützte dabei beim Transport der benötigten Materialien, dem Auf- und Abbau der Stände und war dann bei den Verkaufsständen anwesend. Eine große Herausforderung für meine Kultivierung war die Zusammenarbeit mit einer Mitpraktizierenden. Ich hatte öfter das menschliche Gefühl als würde sie mich kontrollieren wollen, fühlte mich von ihr ungerecht behandelt und mir kam es vor, dass sie kein Vertrauen hatte, wenn etwas anders ablief als sie es wollte. Einmal überließ sie mir die Organisation des Thekentransportes. Als wir die Theke in das Auto des Mitpraktizerenden luden, lief in meinen Augen alles ganz gut ab. Der Mitpraktizierende bedankte sich, dass er uns unterstützen konnte. Die Mitpraktizierende jedoch kritisierte die Situation, meinte dass das so nicht funktioniert und dass es ihr Leid tue, dass sie es nicht organisiert habe. Sie entschuldigte sich beim Mitpraktizierenden. Unter diesen Umständen kam großer Ärger bei mir hoch. In Gedanken verurteilte ich die Mitpraktizierende öfter, dass sie meines Erachtens nicht dem natürlichen Lauf folgte und andere Abläufe nicht akzeptieren konnte. Mir blieb nichts anderes übrig als mein Herz leiden zu lassen, alle Geschehnisse zu akzeptieren und weiter durch zu halten, um das Projekt nicht zu gefährden. Ich erkannte meine Geltungssucht und desweiteren erinnerte ich mich an eine Fa-Erklärung, in der unser Meister darlegt, dass der Erfolg von Shen Yun ausschließlich durch gute Zusammenarbeit zustande kommt.

Unser Meister sagt außerdem:

"Ganz gleich, ob du recht hast oder nicht, für einen Kultivierenden ist das gar nicht wichtig. Ihr sollt nicht miteinander hin und her streiten, nicht betonen, wer recht hat und wer nicht. Mancher hebt immer hervor, dass er recht hat. Du hast recht, du hast nichts Falsches gemacht, na und? Hast du dich erhöht im Verständnis vom Fa? Dass du mit einem menschlichen Herzen betonst, wer recht hat und wer nicht, das an sich ist schon falsch, weil du dich an einem Grundsatz der gewöhnlichen Menschen misst und verlangst, dass die anderen diesem Grundsatz entsprechen. Nach Ansicht der Gottheiten ist es für einen Kultivierenden auf der irdischen Welt gar nicht wichtig, ob du recht hast oder nicht. Wichtig ist es, die Eigensinne der menschlichen Gesinnungen abzulegen. Wie du deine Eigensinne der menschlichen Gesinnungen ablegst, das erst ist das Wichtige. (Beifall.) Wie groß das Unrecht auch sein mag, vor dem du stehst, du sollst damit gelassen umgehen können, ohne das Herz zu bewegen, ohne eine Ausrede für dich zu suchen. Bei vielen Sachen brauchst du sogar nicht einmal zu argumentieren, denn es gibt keinen einzigen Zufall auf dem Weg deiner Kultivierung. Vielleicht wurde das, was dich bei dem Gespräch gestört hat, oder der Faktor hinter dem Konflikt, der deine Interessen antastet, vom Meister herbeigeschafft. Vielleicht hat man etwas gesagt, was dich gereizt und deinen Schmerzpunkt getroffen hat, erst dann fühlst du dich gereizt. Vielleicht hat man dir wirklich ein Unrecht angetan, aber es kann sein, dass nicht er diesen Satz gesagt hat, sondern ich. (Alle lachen) In dem Moment will ich doch sehen, wie du damit umgehst. Wenn du in dem Moment mit ihm streitest, ist es nicht anders, als wenn du mit mir streitest. (Lacht.) (Alle lachen. Beifall.) Heute sagen wir es in klaren Worten. Ich kann euch all die Dinge wegnehmen, aber die angenommenen Gewohnheiten müsst ihr unbedingt ablegen, unbedingt ablegen, unbedingt ablegen. (Beifall.)” (Li Hongzhi, Fa-Erklärung in Manhattan, 05.11.2005)

 

Bei den Shen Yun-Aufführungen war ich beim Buffet-Aufbau und  beim Verkauf der Programmhefte eingeteilt. Ein Mitpraktizierender fragte mich am zweiten Tag außerdem, ob ich als Security mitwirken könnte, da sie dort noch Unterstützung brauchten.

Der Programmhefte-Verkauf vor und nach den Shows und in der Pause war für mich sehr passend. Ich ging gerne und mit aufrichtigen Gedanken auf die Besucher zu und empfand es so, dass ich eine gute Wirkung beim Verkauf erzielte.

Am Dienstag war ich bei beiden Aufführungen auch als Security tätig. Bei der Nachmittagsshow war ich leider nachlässig. Obwohl ich wusste, dass Besucher nicht während eines Stückes den Saal verlassen durften, verhinderte ich es nicht. Ich war sehr müde und mein Körper fühlte sich vom Stehen extrem unwohl an. Auch ich ging während eines Stückes hinaus um mich kurz zu erholen. Es tut mir von Herzen leid, dass ich so wenig Durchhaltevermögen und Konsequenz hatte, vielleicht die Künstler und das Publikum störte und die Errettung der Lebewesen negativ beeinflusste. Ich möchte es beim nächsten Mal besser machen.

Bezugnehmend auf das Leiden durch langes Stehen, möchte ich folgende Passage aus dem Zhuan Falun zitieren:

„Mancher übt die Pfahlstellung, die Arme werden durch das Hochhalten müde, er kann es nicht aushalten und nimmt sie herunter. Das hat überhaupt keine Wirkung. Was zählt denn schon dieses bisschen Leiden? Ich sage, wenn sich die Menschen einfach so durch das Hochhalten der Arme schon erfolgreich kultivieren könnten, wäre es einfach zu leicht.” (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 225)

 

Als Abschluss möchte ich mich beim Meister für das Arrangement herzlich bedanken und bei allen Mitpraktizierenden für das gemeinsame Wirken in dieser Menschenwelt. Für barmherzige Kritikmitteilung bin ich sehr dankbar.

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