Fünf Frauenschicksale im Gefängnis Liaoning – Praktizierende gnadenlos gefoltert, auch wenn sie krank sind

Frau Li Cuihua war eingesperrt worden, weil sie Falun Dafa praktizierte. Im Gefängnis wurde sie gefoltert, bis sie das Bewusstsein verlor. Im Oktober 2014 wurde ihr Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung gewährt.

Nach fünf Jahren Bettlägerigkeit und Leid ist Frau Li Cuihua am 28. Mai 2019 gestorben – mit 64 Jahren.

Li Cuihua vor ihrem Tod

Frau Li hatte im Jahr 1996 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Sie verdankt Falun Dafa die Verbesserung ihrer Gesundheit und ihres Charakters. Nach Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 wurde sie wiederholt schikaniert und verhaftet, bis sie sich gezwungen sah, ihr Zuhause zu verlassen, um der Verfolgung zu entkommen.

Ihr Mann konnte den Druck nicht ertragen und ließ sich von ihr scheiden. Als er später einen Autounfall hatte und auf Hilfe angewiesen war, kümmerte sich Frau Li um ihn, bis er sich vollständig erholt hatte.

Ihre letzte Verhaftung erfolgte am 7. November 2009. Sie wurde zu elf Jahren verurteilt und ins Frauengefängnis von Liaoning gebracht, einem Ort, der für seine unerbittliche Folterung von Falun-Dafa-Praktizierenden bekannt ist. Neben Frau Li befinden sich dort noch weitere Falun-Dafa-Praktizierende, deren Zustand infolge der Folter kritisch ist.

Frau Xie Baofeng wurde 2017 vom Kreisgericht Chaoyang zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem man sie am 5. Dezember 2017 ins Frauengefängnis von Liaoning gesperrt hatte, ging es ihr wenige Monate später schlecht. Sie wurde krank und erbrach alles, was sie aß. Dennoch lehnte das Gefängnis die Anträge ihrer Familie ab, sie auf Bewährung freizulassen.

Anfang Juni 2019 brachte man Frau Xie in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Nach ihrer Entlassung musste sie zurück ins Gefängnis.

Vor ihrer letzten Haftstrafe hatte Frau Xie zwei Jahre in einem Arbeitslager verbracht und schon einmal zehn Jahre im Frauengefängnis von Liaoning verbracht – wegen ihres Glaubens. Sie durfte nicht schlafen, man ließ sie hungern und sie musste viele Stunden lang knien. Ihre Finger waren aufgrund der täglichen schweren Arbeit im Gefängnis deformiert.

Frau Li Guojun wurde 2016 zu elf Jahren im Frauengefängnis Liaoning verurteilt, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin, den ehemaligen Chef des kommunistischen Regimes Chinas, erstattet hatte.

Anfang 2018 bekam sie schwere Blutungen und musste zweimal operiert werden. Ihre Familie bezahlte fast 90.000 Yuan [2] an medizinischen Kosten für sie.

Berichten zufolge wurde Frau Li gefoltert, indem man ihr im Winter bei einer Temperatur von -11 Grad nur ein kurzärmeliges Hemd gab und sie dem kalten Wind aussetzte.

Frau Li erhält nun im Gefängnis eine Chemotherapie auf der Station Nr. 4.

Frau Liu Yujuan wurde 2017 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, ebenfalls wegen einer Strafanzeige gegen Jiang Zemin. Auch sie wurde ins Frauengefängnis von Liaoning eingeliefert, obwohl sich bei ihr während ihrer zweijährigen Haft im Untersuchungsgefängnis der Stadt Chaoyang drei große Darm-Tumore entwickelt hatten.

Um sie zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben, verprügelten Wärter sie und schlugen ihren Kopf gegen das Metallgeländer. Durch die Schläge brach ihr Sprungbein.

Später schickten die Gefängnisbehörden Frau Liu ins Krankenhaus, um ihre Tumore entfernen zu lassen. Ihre Familie war gezwungen, für die medizinischen Kosten aufzukommen. Anschließend kam Frau Liu zurück ins Gefängnis, wo man sie weiter schikanierte.

Frau Mou Lihua erholte sich durch das Praktizieren von Falun Dafa von ihrer Leukämie. 2016 wurde sie wegen ihres Glaubens verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wo es zu einem Rückfall ihrer Krankheit kam.

Trotz der sich verschlechternden Gesundheit war Frau Mou im Frauengefängnis von Liaoning gezwungen, schwere Arbeit zu leisten. Sie musste arbeiten trotz der Prellungen am Körper und der drei Tumore in ihrer linken Brust, aus denen Flüssigkeit sickerte. Hinzu kam ein Tumor in der Gebärmutter.

Im Juni 2018 kamen zu ihrer Haftstrafe drei weitere Jahre aus einer zurückliegenden Inhaftierung aus dem Jahr 2009 hinzu. Damals war Frau Mou aus gesundheitlichen Gründen entlassen worden.

Ihre Familie ist sehr besorgt um ihre Gesundheit.

Chinesische Version

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