Fa-Konferenz in Österreich: "Die Kultivierung wirklich schätzen"

Sehr verehrter Meister, geschätzte Mitpraktizierenden!

Das letzte Jahr hatte ich einen Job als Küchenleiterin, der mich sehr in Anspruch nahm. In großen Stresssituationen und unter enormen Druck war es für mich dann oft schwierig Geduld mit meinen Mitarbeitern zu haben. Auch gab es unter den Schlüsselkräften oft Spannungen. Oft musste ich bis 15 Stunden arbeiten und wenn ich nach Hause kam fiel ich dann oft nur mehr ins Bett. Zu dieser Zeit vernachlässigte ich oft die Stehübungen (meditierte eher) und ich konnte nicht regelmäßig zum wöchentlichen gemeinsamen Fa Lernen kommen.

Zwei Tage vor Weihnachten wurde mir dann einmal so schlecht, dass ich beinahe umkippte und nach Hause gehen musste. Da wir zu Weihnachten geschlossen hatten, nützte ich diese Möglichkeit um gründlich Nachzudenken. Da ich sowieso beim europäischen Küchenteam für Shen Yun mithelfen wollte, fiel es mir dann auch relativ leicht die Entscheidung zu treffen, das Unternehmen zu verlassen. Anfangs wollte meine Chefin das nicht akzeptieren, aber als sie meine Entschlossenheit sah, sagte sie nichts mehr dagegen.

Ich hatte mir vorgenommen keine schlechten Erinnerungen mit mir zu nehmen und hatte mir vorgenommen auch keine Gedanken zu machen so lange ich noch da war. Wie befreit ohne Gedanken machte ich meine Arbeit bis zum letzten Tag wie gewohnt. Diese Ruhe, die es zu dieser Zeit gab, war fast unglaublich. Zu dieser Zeit begriff ich, wie mir der Meister half die ganzen Spannungen zu harmonisieren und aufzulösen.

Mit dem Shen Yun Küchenteam unterwegs

Es war sehr schön in 13 Städten für Shen Yun unterwegs zu sein und das über einen Zeitrahmen von zweieinhalb Monate. Eine intensive Zeit wo die Nächte kurz sind und zum Fa Lernen die Müdigkeit überwunden werden musste. Da auch die Wäsche und Arbeitskleidung fast immer mit der Hand gewaschen werden musste. Meistens war es nur möglich die Übungen in der Nacht zu machen, und so hatte ich mir vorgenommen das standhaft durchzuführen.

Es ist wie der Meister in der Fa-Erklärung auf der ersten Fa-Konferenz in Nordamerika, 1998 sagt:

„Habt ihr nicht darüber nachgedacht, dass die Kultivierung die beste Erholung ist? Sie kann die Erholung ermöglichen, die du auch durchs Schlafen nicht bekommen kannst, niemand sagt: Ich habe die Übungen gemacht und fühle mich so müde, dass ich heute nichts mehr machen kann. Er kann nur sagen: Ich habe die Übungen gemacht, sodass ich mich am ganzen Körper leicht fühle; auch wenn ich die ganze Nacht nicht geschlafen habe, bin ich nicht müde und habe Kraft am ganzen Körper. Nach der ganztägigen Arbeit bin ich immer noch sehr fit, nicht wahr?“ Zitatende

Auch hatte ich oft die Möglichkeit daran zu arbeiten meine eigenen Interessen zurückzustellen. Wenn zum Beispiel manche Zutaten verschwunden waren, weil jemand anderer sie benötigt hatte. Am Anfang hatte ich den Gedanken, dass man mich ja fragen könnte, ich gebe es dann eh her, aber später habe ich dann auch diesen Gedanken und dieses Ego losgelassen und konnte es leicht nehmen. Es ist ja alles für Shen Yun. Wenn ich in einem ruhigen Zustand war, dann kamen mir Lieder von Shen Yun und Falun Dafa in den Kopf und ich verstand viel mehr von meinen chinesischen Kollegen. Ich verstand es mit meinem Herzen und auch so manche Verbundenheit aus der Vergangenheit. Das geht nur wenn mein Herz und meine Gedanken ruhig sind.

Überall wo Dafa Jünger sind profitieren die Menschen

Diesmal merkte ich auch direkt wie sich unser Verhalten auf die Umgebung auswirkt und habe dabei auch die Wichtigkeit erkannt. Die Menschen sollen unsere Barmherzigkeit wahrnehmen.

Der Meister sagt in der letzten Fa Erklärung für die Medien im Oktober 2018:

„In Sachen Kultivierung und Verhaltensgrundsätzen sollen wir uns etwas besser kultivieren, ansonsten können wir diese Aufgabe nur sehr schwer zum Erfolg führen.“ Zitatende

Das zeigte sich ganz speziell in Graz in der Küche. Wo anfangs noch eine Küchenhilfe von dort meinte diesen Platz brauche sie bis Mittag, aber später doch fast ihren ganzen Platz teilte. Sie war sehr glücklich über die Prinzipien denen wir folgen. Die Chefin die immer sehr streng schaute hat mich bei der Verabschiedung umarmt womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Alle Menschen sehnen sich nach Barmherzigkeit. Das konnte ich sehr stark wahrnehmen. Es ist nichts was man mit Absicht erreichen kann, nur weil man die Grundsätze versteht, sondern es ist ein innerer Zustand.

Nach meiner Rückkehr aus Mexiko hatte mein Körper sehr viele unangenehme Reaktionen. Zuerst die Zeitumstellung, dann die Müdigkeit. Da ich gerade keine Arbeit hatte, musste ich dann aufpassen nicht zu sehr mit den Gedanken, mal ein bisschen auszuruhen, in die Bequemlichkeit zu fallen.

Der Meister sagt in Lektion 9 zum Schluss noch:

„Ich hoffe, dass ihr später die Zeit voll nutzt.“ Zitatende

Das bedeutet für mich auch, dass jedes Nachlassen und Zeitvergeuden den alten Mächten eine Lücke öffnet, bzw. dass ich die schlechten Substanzen in mein Raumfeld reinlasse. Das bezieht sich auch auf das Aussenden der Aufrichtigen Gedanken und dem Fa Lernen mit Konzentration und Klarheit. Und der Unterschied macht sich in einem Gedanken bemerkbar. Ich muss wirklich aufmerksam damit umgehen.

Ich hatte oft den Gedanken, jetzt lese ich das Fa und in meinem Körper beginnt es immer mehr zu jucken. Wenn ich aber zur Ruhe komme und das Verständnis erlange, dass ja alle Zellen meines Körpers mitlesen, dann kann ich diese Reaktionen besser begreifen. Es ist ein Reinigungsprozess, also eine gute Sache und ich möchte auch schnellst die restlichen Verschmutzungen und Unreinheiten loswerden.

Der Meister sagt uns auch in der Fa-Erklärung Washington 2018:

„Ich meine, als Kultivierende dürft ihr nicht nachlassen. Ihr habt schon den härtesten Weg und die schwierigsten Zeiten hinter euch. Natürlich ist es leichter gesagt als getan, den eigenen Weg gut zu gehen. Doch wie schwierig es auch sein mag, du bist für diese Sache gekommen. Wie schwierig es auch sein mag, dein Leben ist für diese Sache erschaffen worden. Kein Dafa-Jünger unterliegt der Gerichtsbarkeit der Drei Weltkreise.“ Zitatende

Unser Weg ist klar! Es gibt sonst nichts außer dem Arrangement des Meisters.

Als ich vor kurzem bei einer Gesundheitsmesse in Graz war, hat ein Mitpraktizierender auf der Bühne Falun Dafa vorgestellt und erzählt wie schön es ist den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zu folgen. Dass man dadurch sein Herz veredelt, man gerne mal auf was verzichten kann, über Respekt und den verloren gegangenen Werten und das man durch dieses Loslassen der materiellen Dinge erst wirklich die Freiheit im Herzen erlangen kann. Da habe ich gemerkt, wie auf einmal immer mehr Leute gekommen sind und zuhören wollten. Ihre klare Seite wurde wach. Die Menschen sehnen sich nach den Werten sind aber hilflos.

Der Meister sagt in Lektion 9

„Mein Wunsch ist es, das Dafa zu verbreiten, damit noch mehr Menschen unter uns daraus Nutzen ziehen können und damit sich diejenigen, die sich wirklich kultivieren wollen entsprechend dem Fa nach oben kultivieren können. Gleichzeitig haben wir während der Verbreitung des Fa auch die Grundsätze ausgesprochen, wie sich ein Mensch verhalten soll.“ Zitatende

Ich habe erkannt, dass es für die Menschen zuerst wichtig ist, über die Veredelung des Charakters zu sprechen. Das können dann auch diejenigen annehmen, welche im Moment noch keine Übungen lernen wollen. Die Wahrnehmung der Sehnsucht der Menschen war ganz besonders wertvoll und ermutigend.

Eine vor kurzem gegebene Möglichkeit bei einem Klassentreffen von meiner damaligen Schule teilnehmen zu dürfen, hat mich diesmal sehr berührt. Mit einigen war ich 9 Jahre gemeinsam in die Schule gegangen. Diese Schicksalsverbindung konnte ich diesmal ganz besonders schätzen.

Es war schon spät, als ich mit dem Zug nach Hause fuhr und ich hatte mir vorgenommen das Zhuan Falun (Hauptwerk des Falun Dafa) zu lesen. Doch bei der Bahnhofshalle stand ein junger Mann und sprach mich gleich an. Er erzählte mir, dass er bei einem Klassentreffen war und dass er in Wien studiert. Als er einen Falun Dafa Flyer und eine Lotusblume bekam erzählte er mir, dass er auch eine Meditation macht. Aber ich merkte, dass er mehr erfahren wollte und so erzählte ich ihm auch von den Prinzipien und den Übungen, aber auch er war von den Prinzipien sehr überwältigt.

Er erzählte mir, dass er als jugendlicher schon seinen Vater und (kurze Zeit danach) seinen geliebten Großvater verloren hatte. Ich konnte zwar nicht lesen, aber ich habe dem jungen Mann das Lunyu (eine Art Einleitung des Zhuan Falun) lesen lassen. Er fand das gut und hatte weiter geplaudert. Eine schicksalhafte Begegnung. Es ist mir noch klarer geworden mit Offenheit im Herzen und unseren Sinnen unterwegs zu sein.

Ich danke unserem verehrten Meister, für die große Barmherzigkeit!

Texte und Informationen von dieser Website können mit Quellenangabe grundsätzlich weiterverwendet werden.