Analyse: 688 Falun-Dafa-Praktizierende in China im April 2019 verhaftet

Nach den Informationen, die bei Minghui.org eingegangen sind, wurden im Monat April 2019 in China 688 Falun-Dafa-Praktizierende  verhaftet und 434 weitere schikaniert, weil sie ihren Glauben nicht aufgaben.

Angesichts der strengen Informationszensur in China können die gesamten Verfolgungsfälle nicht immer rechtzeitig gemeldet werden; die Informationen sind schwer zugänglich.

Zwei Praktizierende starben an den Folgen polizeilicher Schikanen. Yang Xiaohui aus dem Kreis Wen'an in der Provinz Hebei fiel in den Tod. Sie hatte versucht, der Polizei zu entkommen, indem sie von ihrem Balkon in der dritten Etage herunterklettern wollte. Xu Junming aus Peking mit gesundheitlichen Problemen starb Tage nach der Schikane durch die Polizei.

Am 25. April jährte sich zum zwanzigsten Mal der friedliche Protest von Falun-Dafa-Praktizierenden vor dem staatlichen Petitionsbüro in Peking im Jahr 1999. [1] Sie hatten damals die Freilassung mehrerer Praktizierender gefordert, die Tage zuvor zu Unrecht verhaftet worden waren. Der 25.4. ist zu einem politisch sensiblen Datum [2] für das kommunistische Regime geworden, und die Polizei verhaftet jedes Jahr um diese Zeit herum viele Praktizierernde. Im April dieses Jahres wurden in ganz China mehrere Massenverhaftungen gemeldet.

Insgesamt 571 Praktizierende waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch in Gefangenschaft. Die Verhaftungen fanden in 26 Provinzen und regierungsunmittelbaren Gemeinden statt. In 17 Regionen gab es Verhaftungen in zweistelliger Höhe, wobei die Provinz Sichuan die meisten Verhaftungen verzeichnete (89), gefolgt von 77 in der Provinz Heilongjiang und 69 in der Provinz Hebei.

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Auch ältere Praktizierende wurden nicht von der Kampagne verschont: 117 der Zielpersonen (87 verhaftet und 30 schikaniert) sind zwischen 65 und 87 Jahre alt.

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Massenverhaftungen

Im April dieses Jahres wurden in mehreren Provinzen Chinas Massenverhaftungen gemeldet.

Stadt Yancheng in der Provinz Jiangsu: 47 Verhaftete vor dem 25. April

Die Polizei in Yancheng in der Provinz Jiangsu verhaftete im April 47 Falun-Dafa-Praktizierende. Davon wurden sieben wenige Tage vor dem 25. April verhaftet, darunter Zhong Xiufeng, Tang Yuling, Xiaofang (Spitzname), Qiaozi (Spitzname). Die drei anderen wurden am 30. April verhaftet: Kong Lingxiu, Yan Jinlan und Cao Fulin. 44 der verhafteten Praktizierenden wurden zur Gehirnwäsche ins Hotel Aishe in der Stadt Yancheng gebracht.

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Hotel Aishe

 

Provinz Sichuan und Provinz Zhejiang: Jeweils über 20 Praktizierende verhaftet

In der Stadt Guang'an in der Provinz Sichuan begann die lokale Polizei am 23. April, Falun-Dafa-Praktizierende zu verhaften. Insgesamt wurden über 20 festgenommen. Die Polizei versuchte, sie zu zwingen, Schreiben über den Verzicht auf das Praktizieren von Falun Dafa zu verfassen. Sie drohte damit, sie zur Gehirnwäsche zu schicken, wenn sie sich weigerten.

Darüber hinaus wurden die Wohnungen von 312 Praktizierenden durchsucht und sie erlitten finanzielle Verluste. Es wurden insgesamt 464.335 Yuan [3] erpresst oder beschlagnahmt. Die Pensionszahlung an sieben Rentner wurde ausgesetzt.

Wang Yulans Familie aus der Stadt Haozhou in der Provinz Anhui gehörte zu den betroffenen Praktizierenden. Die Polizei verhaftete zehn Personen ihrer Familie und beschlagnahmte 300.000 Yuan (ca. 39.000 Euro), ein Auto und andere Gegenstände.

Leng Xuefei, 56, ist Rentnerin aus der Stadt Yueyang in der Provinz Hunan. Ihre Pensionszahlung wird seit Juni letzten Jahres ausgesetzt. Wegen ihres Glaubens verurteilte man sie zu Zwangsarbeitslager. Nach ihrer Freilassung 2002 verlor sie ihre Bleibe, da sich ihr Mann von ihr scheiden ließ. 2006 wurde sie zu vier Jahren Gefängnis und 2013 zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Aus Verzweiflung wollte sie ins Ausland zu ihrem Sohn ziehen. Aufgrund ihres Glaubens wurde ihr die Ausstellung eines Passes verweigert.

[1] 25. April 1999:

https://de.faluninfo.eu/staatliche_verfolgung/zhongnanhai

Ganzer Bericht:

Englische Version

Chinesische Version

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