Weltweit, auch in Wien: Falun Gong vor den Türen chinesicher Beamter

In China ist es seit dem 20. Juli 1999 lebensgefährlich, öffentlich für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong zu demonstrieren. Doch sind chinesische Beamte in aller Welt regelmäßig vor ihren Türen mit Falun-Gong-Praktizierenden konfrontiert: In über 100 Ländern organisieren sie wöchentliche oder sogar tägliche Mahnwachen vor den chinesischen Botschaften und Konsulaten.

Wang Yong, der seit 1998 Falun Dafa ausübt, erinnert sich: „In Wien begannen wir im April 2001 mit Kerzenlicht-Mahnwachen. Zum Gedenken an die ersten Opfer der Verfolgung haben wir Fotos von Verstorbenen gegenüber der Botschaft aufgestellt.“ Bis heute gibt es leider Grund, Aktionen an diesem Ort beizubehalten.

Jeden Donnerstagvormittag kommen Menschen, die den Fenstern der Diplomaten zugewandt meditieren und Falun-Dafa-Übungen ausführen, während einer von ihnen den Passanten die Situation in China erklärt.

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Die Verfolgung muss aufhören

Bernhard hat vor drei Jahren von den Mahnwachen erfahren. Obwohl sein Job viel Zeit beansprucht, kommt er in regelmäßigen Abständen: „Weil es mir sehr wichtig ist! Die Anreise von ca. 40 Minuten nehme ich gerne in Kauf.“ Ob die Bemühungen in Wien wohl etwas in China verändern werden? „Natürlich! Wir sind ja nicht die Einzigen, die das tun! Unser Engagement ist wie ein Tropfen, aber aus vielen Tropfen wird ein Regen!“

Christian ist seit eineinhalb Jahren jede Woche anwesend: „Das gehört gemacht! Seit ich in Pension bin, ist es ein Fixpunkt in meinem Leben. Wir können gemeinsam Menschen aufmerksam machen. Auch manche Polizisten nehmen gerne Flyer. Sie schätzen unser friedliches Verhalten. Manche Leute wollen hier Falun Dafa kennen lernen und die Übungen mitmachen. Bei jedem, der unsere Informationen erhält, hoffe ich, dass er sie weiterträgt. Die Verfolgung, dass Menschen wegen ihrer Organe getötet werden, das muss aufhören! Deshalb stehe ich dort.“

Stimmen der Unterstützung gesucht

Kurt wohnt im Burgenland: „Ich unterstütze ab und zu die Mahnwache aus meinem Gewissen heraus. Es ist wichtig, dass Leute von der Verfolgung erfahren. Und die Menschen aus China, die bei der Botschaft ein- und ausgehen sollen sehen, dass diese Falun-Gong-Gruppe immer noch existiert und sich friedlich gegen die Menschenrechtsverletzungen in China auflehnt. Ich sammle auch Stimmen der Unterstützung für eine Petition an unsere Politiker, sich öffentlich und auf politischer Ebene gegen die Verfolgung in China auszusprechen.“

Wiener Gemeinderäte forderten offensives Handeln

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Gemeinderätin Faika El Nagashi besuchte die Mahnwache im Juli 2017 anlässlich des Jahrestages der Verfolgung. Im Namen aller Wiener Gemeinderäte, die einen entsprechenden Antrag (siehe https://faluninfo.at/newsletters/132) verabschiedet hatten, forderte sie: „Der Missbrauch bei Organtransplantationen in China muss offensiv thematisiert und eine internationale Kommission zur Untersuchung und Bekämpfung eingerichtet werden.“

Schenkt man diesem Aufruf Gehör, könnte dies bewirken, dass eines Tages in China wieder viele Millionen Menschen morgens in den Parks friedlich meditieren und im alltäglichen Leben besonders auf Wahrhaftigkeit, Güte und Toleranz achten.

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