14 Jahr Haft für das Meditieren – Shanghais „dunkle Geheimnisse“

Sie ist eine der unzähligen Praktizierenden, die in den letzten 19 Jahren getötet wurden, weil sie sich geweigert haben, sich „umerziehen“ zu lassen.

Shanghai, die größte und eine der pulsierendsten Städte Chinas, beherbergt viele „dunkle Geheimnisse“. Das Verbrechen, das in dieser Stadt und anderen Teilen Chinas andauert, ist nichts, was man als gewöhnlich abtun sollte. Es handelt sich um eklatante Menschenrechtsverletzungen.

Die traurige Geschichte der verstorbenen Frau Bai Gendi ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Menschen in China immer noch um die Freiheit von Religion, Gewissen und Glauben kämpfen – eines unserer grundlegenden Menschenrechte.

Frau Bai war eine kerngesunde Frau mittleren Alters, die als mittlere Führungskraft in einem staatlichen Mineralölunternehmen arbeitete. Als die illegale Verfolgung von Falun Dafa im Juli 1999 begann, war sie die erste Person in Shanghai, die verhaftet wurde. Minghui.org, die führende Anlaufstelle für Verfolgungsberichte von Falun-Dafa-Praktizierende, hat 2017 einen „Offenen Brief an das Volk von Shanghai“ veröffentlicht, um die Geschichte von Frau Bai ans Licht zu bringen.

null

Die verstorbene Frau Bai Gendi. Sie wurde bei der Verfolgungskampagne getötet, die im Juli 1999 begann. (Foto: minghui.org)

Frau Bai wurde zweimal von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) eingesperrt, weil sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Durch die Verfolgung erlebte sie schreckliche Formen von Grausamkeit. Dem Minghui-Bericht zufolge war der ehemalige Bürgermeister von Shanghai, Xu Kuangdi, für die Inhaftierung von Frau Bai verantwortlich.

„Sie war zweimal in ein Zwangsarbeitslager gebracht und zweimal im Frauengefängnis von Shanghai. Sie war insgesamt für 14 Jahre inhaftiert gewesen“, heißt es im offenen Brief.

null

Das Tilanqiao-Gefängnis, das Zentralgefängnis in Shanghai, wird heute für die Inhaftierung unschuldiger Falun-Dafa-Praktizierender genutzt. (Foto: Minghui.org)

Während ihrer Haft wurde Frau Bai gezwungen zu Hungern und sie musste täglich 18 Stunden arbeiten. Die Behörden im Arbeitslager verweigerten ihrer Familie den Besuch und beschlagnahmten alle Briefe oder Gegenstände, die sie ihr schicken wollten. Zu allem Übel war sie während ihrer Inhaftierung vier Jahre lang in Einzelhaft, ohne Zugang zu einer Toilette.

Die Einzelzelle befand sich im berüchtigten Shanghai Frauengefängnis – einem Ort, der für Inhaftierung weiblicher Praktizierenden bekannt ist. Außerhalb der Zelle, auf der anderen Seite des Gefängnisses, liegt die pulsierende Metropole Shanghai.

Häftlinge wurden zur Überwachung von Frau Bai eingesetzt, die sie misshandelten und schlugen, wenn sie den Befehlen nicht gehorchte. Sie haben sogar auf ihr Essen uriniert. Frau Bai aß dieses Essen und sagte zu den Häftlingen: „Ich esse das, damit du nicht bestraft wirst.“ Als sie diese Worte hörten, wurden die Häftlinge „zu Tränen gerührt“, heißt es im offenen Brief.

null

Häufige Foltermethoden gegen Falun-Dafa-Praktizierende.

Die sinnlosen Folter- und Gewaltakte hatten schließlich ihren Tribut an Frau Bai gefordert. Sie wurde am 24. August 2016 in ein Krankenhaus gebracht und starb am 15. Juni 2017.

Bei der Geschichte von Frau Bai fragt man sich, warum sie so unnachgiebig in ihrem Glauben war. Ihr unerschütterlicher Mut, die unmenschliche Folter zu ertragen, um ihren Glauben an die Prinzipien von „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ zu ehren, macht sie zu einer außergewöhnlichen Frau. Und sie ist nur eine der unzähligen Falun-Dafa-Praktizierenden, die in den letzten 19 Jahren getötet wurden, weil sie sich nicht haben "umerziehen“ lassen.

Das kommunistische China hat eine „rechtliche Lösung“, um alle Anhänger von Falun Dafa umzuerziehen. Sie bringen die Gefangenen dazu , „das Versprechen zu unterzeichnen, mit der Ausübung ihres Glaubens aufzuhören“, damit sie aus dem Gefängnis befreit und von der Tortur erlöst werden. Dieses Dokument selbst unterstreicht den irrationalen Charakter der Verfolgungskampagne.

null

Falun-Dafa-Praktizierende meditierten 1998 öffentlich in Guangzhou, bevor die KPCh 1999 die spirituelle Gruppe verbot. Solche Veranstaltungen sind in China weiterhin bis heute verboten. (Foto: minghui.org)

Seit fast zwei Jahrzehnten sehen die Bürger Chinas, wie Falun-Gong-Praktizierende nach Peking gehen, um Gerechtigkeit zu fordern. Hunderttausende dieser friedlichen Menschen wurden verhaftet und verurteilt. Sie wurden physisch, mental und finanziell missbraucht. Vertrieben, von ihren Familien getrennt, wurden einigen dieser Praktizierenden sogar die Organe entnommen und gewinnbringend verkauft.

Alle Menschen auf der ganzen Welt sollten darüber nachdenken, warum die Kommunistische Partei Chinas darauf bedacht ist, die Grundprinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu beseitigen, die die Menschheit eigentlich achten und schätzen sollte. Dieser Massenvölkermord kann nur gestoppt werden, wenn wir alle gemeinsam dagegen vorgehen.

Quelle: Story of a lady who was imprisoned for 14 yrs for practicing Falun Dafa meditation

Texte und Informationen von dieser Website können mit Quellenangabe grundsätzlich weiterverwendet werden.