Pensionierte Lehrerin aus der Provinz Jilin stirbt im Gefängnis

Todesursache noch nicht bekannt
 

Die 76-jährige pensionierte Lehrerin Song Zhaoheng aus der Stadt Yushu, Provinz Jilin starb am 14. Januar 2019. Sie wartete nach einem Prozess gerade auf ihr Urteil. Ihr Vergehen: Sie hatte mit anderen über ihren Glauben an Falun Dafa [1] gesprochen.

Song schätzte diesen Kultivierungsweg, da sich damit ihre Gesundheit und Moral verbessert hatten. Da sie selbst so viel Positives durch Falun Dafa erfahren hatte, nutzte sie jede Gelegenheit, um anderen zu sagen, dass dieser Übungsweg nichts mit der Hasspropaganda der Kommunistischen Partei zu tun hat.

Behörden arbeiten bei der Verfolgung von Falun Dafa Hand in Hand

Song wurde am 27. August 2018 verhaftet, als sie mit anderen über Falun Dafa sprach. Man verhörte sie auf der örtlichen Polizeiwache und brachte sie anschließend ins Untersuchungsgefängnis von Yushu.

Etwa einen Monat später wurde ihr Fall von der Staatsanwaltschaft Yushu an das Gericht der Stadt weitergeleitet. Während ihres Prozesses am 16. November 2018 verteidigte Song ihr Recht, Informationen über Falun Dafa zu verbreiten und den Kultivierungsweg zu praktizieren.

Die Behörden hatten vor, Song zu neun Jahren Gefängnis zu verurteilen. Doch dann starb sie plötzlich am 19. Januar im Gefängnis, nur drei Wochen vor dem diesjährigen chinesischen Neujahr [2]. Zum Zeitpunkt des Schreibens des Berichts hatten die Behörden die Todesursache noch nicht bekanntgegeben.

Insidern zufolge hatte Yu Shen, der stellvertretende Bürgermeister und Polizeichef der Stadt Yushu, seit seinem Amtsantritt im Januar 2018 alles getan, um lokale Falun-Dafa-Praktizierende zu verfolgen. Verhaftung, Anklage, Verurteilung – auf seine Anweisung arbeiten die örtliche Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte Hand in Hand, wenn es um Praktizierende geht, die sich weigern, ihren Glauben an Falun Dafa aufzugeben.

Auch viele ältere Praktizierende sind betroffen

Während in der Vergangenheit Praktizierende ab 70 Jahren von einer Inhaftierung verschont blieben, befahl Yu, dass alle verhafteten Praktizierenden in Haft bleiben sollten. Song war nicht die einzige ortsansässige Praktizierende, die wegen ihres Glaubens ins Visier der Verfolger geriet. Auch Li Qingxia und Liu Shuyan, beide 75, und der 85-jährige Xu Jingchao sind weiterhin in Haft und werden dort verfolgt.

Songs Tod ereignete sich nur drei Tage nach dem Tod der 82-jährigen Guo Zhenxiang, die in der Provinz Shandong gelebt hatte. Sie war nur wenige Stunden nach ihrer Verhaftung wegen der Verteilung von Informationsmaterialien gestorben.

Viele weitere ältere Praktizierende in ganz China wurden wegen ihres Glaubens verhaftet. Allein im Jahr 2018 wurden 403 Praktizierende über 65 Jahre verhaftet, der Älteste von ihnen war 90. Im Jahr 2018 wurden 99 Praktizierende, die über 65 Jahre alt waren, zu einer Freiheitsstrafe von bis zu neun Jahren verurteilt.

[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.
[2] Das chinesische Neujahr fällt in diesem Jahr auf den 5. Februar.

 

Chinesische Version

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