Gesunde Frau aus Tianjin fällt nach 21 Tagen Gefängnis ins Koma

Eine Frau aus Tianjin fiel einen Tag nach ihrer Entlassung aus 21 Tagen Haft ins Koma. Sie war inhaftiert worden, weil sie Falun Dafa praktiziert. [1]

Frau Tang Zhongyan wurde zusammen mit ihrem Mann Gao Fengcun am 4. Dezember 2018 verhaftet. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und beschlagnahmte ihre Computer, Handys und Gegenstände, die mit Falun Dafa zu tun hatten.

Herrn Gao ließ man später wegen medizinischer Probleme auf Kaution frei. Seine Frau Tang nahm dagegen in Haft und brachte sie in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Baodi.

Es wurde berichtet, dass Frau Tang aus Protest gegen die Verhaftung in einen Hungerstreik trat und zwangsernährt wurde. Die Wärter verabreichten ihr Medikamente, fesselten sie an einen Metallstuhl und schockten sie mit elektrischen Schlagstöcken. Danach berichtete Frau Tang von extremen Beschwerden ihrer inneren Organe. Sie blieb extrem schwach.

Als ihr Anwalt in das Untersuchungsgefängnis kam, sagten ihm die Wärter, dass Frau Tang sich nicht mit ihm treffen wolle. Der Anwalt vermutete, dass die Wärter das Treffen abgelehnt hatten, wahrscheinlich aus Angst, dass er von ihrer Brutalität gegen Frau Tang erfahren würde.

Tangs Schwiegermutter ging am 24. Dezember in das Untersuchungsgefängnis und beantragte ihre Freilassung. Ihre Haft wurde tatsächlich zur medizinischen Behandlung ausgesetzt.

Am 25. Dezember 2018 kehrte Frau Tang gegen 23:00 Uhr nach Hause zurück. Am nächsten Tag fiel sie ins Koma.

[1] Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) ist ein buddhistischer Selbstkultivierungsweg. Wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt. Es verbreitete sich rasant und viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungswegs werden seit 1999 in China verfolgt.

 

Chinesische Version


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