Eine junge Praktizierende: Beständig das Fa lernen und die aufrichtigen Gedanken stärken

Als Falun-Dafa-Praktizierende, die in den 1990er Jahren geboren wurde, kam ich mit Falun Dafa in Kontakt, als ich noch sehr jung war. Mein Kultivierungsweg war jedoch holprig. Manchmal war ich im Fa (Gebot), manchmal auch wieder nicht.

Ich begleitete meine Mutter beim Fa-Lernen (gemeinsam in einer Gruppe die Falun Dafa-Schriften lesen) und in der Kultivierung. Als ich in die Mittelstufe kam, kontrollierte meine Mutter nicht mehr, was ich tat, und ich las nur noch gelegentlich die Dafa-Bücher oder die Minghui Weekly [1]. Aber im tiefsten Inneren wusste ich, dass der Meister und das Dafa (großes Gebot) wirklich gut waren. Mein drittes Jahr war wirklich anstrengend. Wenn ich mir die Lektionen des Meisters anschaute, bevor ich morgens das Haus verließ, fühlte ich mich entspannter, so als hätte das Fa meine Probleme gemildert.

Als ich die Oberstufe besuchte, wohnte ich in der Schule. Ich speicherte die Audiovorträge und elektronischen Bücher des Meisters im MP4-Format und hörte sie mir an oder las sie täglich, bevor ich zu Bett ging.

Ich kann mich nicht an den Tag erinnern, an dem ich offiziell angefangen habe, das Fa zu lernen, aber ich weiß, dass der Meister mich anleitete, während ich heranwuchs. Es gibt viele Versuchungen auf dieser Welt, und mein Weg verlief nicht immer reibungslos, aber Dafa war in meinem Herzen verwurzelt.

Es gab Zeiten, in denen ich durch viele Gedanken abgelenkt wurde, so dass ich mich nicht auf das Fa-Lernen konzentrieren konnte. Ich wurde ängstlich, da ich wusste, dass dies kein richtiger Zustand war. Aber so sehr ich auch versuchte, das Fa auswendig zu lernen, konnte ich es nicht. Ich erinnerte mich an die Vorträge des Meisters, in denen der Meister die Wichtigkeit des Fa-Lernens betont. Ich fing an, das Buch Zhuan Falun von Li Hongzhi, das Hauptwerk von Falun Dafa, abzuschreiben, zuerst die chinesische Version und dann die englische. Obwohl ich nur langsam vorankam, konnte ich mich beim Lesen und Schreiben beruhigen. So konnte ich mich nach und nach wieder auf das Fa-Lernen konzentrieren.

Nach außen anstatt nach innen geschaut

Sehr lange blieb mein Verständnis über das Fa eher an der Oberfläche. In meinem ersten Studienjahr eilte ich nach Changchun, sobald die Sommerferien anbrachen. Ich wusste, dass Changchun die Heimatstadt des Meisters war, und ich wollte die großartige Atmosphäre dort erleben. Das war, noch bevor die Verfolgung am 20. Juli 1999 begann. Zu dieser Zeit praktizierten viele Menschen Falun Dafa. Ich ging mit dem Gedanken hin, dem Meister näher zu sein und ein besseres Verständnis des Fa zu erlangen.

Als ich die Erfahrungsberichte der Praktizierenden las, wurde mir klar, dass in meiner Universität die Seminare des Meisters stattgefunden hatten. Es wundert nicht, dass ich immer das Gefühl hatte, dass der steinerne Löwe am Universitätseingang ungewöhnlich majestätisch aussah, wenn ich an ihm vorbeiging. Doch nach dem Staunen kam das Schuldgefühl. Ich wusste, dass ich wieder nach außen geschaut hatte.

Der unstabile Kultivierungszustand, in dem ich mich befand, hatte nie etwas mit äußeren Gründen zu tun. Keine äußerlichen Mittel würden mir helfen, mit dem Fa-Berichtigungsprozess Schritt zu halten. Ich fand immer Entschuldigungen für meine Anhaftungen, obwohl ich die drei Dinge [2] nicht gut erledigte.

Nach dem Eintritt in die Universität beschloss ich, das Fa gewissenhafter zu lernen und auswendig zu lernen. Sobald ich eine Arbeit bekäme, wollte ich eine Produktionsstätte für Informationsmaterialien über Falun Dafa einrichten. Wenn ich die Informationsmaterialien hergestellt hätte, würde ich allen die wahren Umstände erklären, dachte ich. Sobald ich die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei und das Buch die Partei-Kultur auflösen gelesen hätte, würde ich meinen Lehrern und Mitschülern davon erzählen und sie bitten, aus der Kommunistischen Partei und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten. Das waren Ausreden, mit denen ich meine Bequemlichkeit und meine Angst überdeckte sowie meine mangelnde Bereitschaft, den derzeitigen Zustand zu ändern, und die Tatsache, dass ich meine Xinxing (Herzensqualität) nicht kultiviert hatte.

Wenn ich nach innen schaute, entschuldigte ich mich oft für meine schlechten Resultate bei der Erklärung der wahren Umstände. Ich dachte, ich wisse zu wenig, und schob meinen introvertierten Charakter vor. Der Grund war eigentlich, dass ich keine aufrichtigen Gedanken hatte. Ich hielt an der Angst fest und dem Wunsch, etwas zu erreichen und mich zu schützen. Wie konnte ich so die Kraft des Dafa verkörpern? Als ich dann schließlich barmherzig die wahren Umstände erklärte, akzeptierten die Menschen, was ich sagte. Einige unterstützten und ermutigten mich.

Der Meister sagt:

„Alles ist vorbereitet, es fehlt nur noch, dass du mitziehst. Jedoch wagst du diesen Schritt einfach nicht.“ (Li Hongzhi, Dafa-Jünger müssen das Fa lernen, Fa-Erklärung in Washington D.C. 2011, 16.07.2011)

Als ich die oben erwähnte Schrift las, fühlte ich mich schuldig. Der Meister hat so viel für uns getan und uns den Weg geebnet, aber ich hatte so lange gebraucht, um den ersten Schritt zu tun. Ich hatte so viele Chancen verpasst, bei denen ich die Tatsachen erklären und meine Xinxing (Herzensqualität) hätte verbessern können.

Ich habe das Fa in diesem Leben gefunden und den wahren Sinn des Lebens verstanden. Ich kann diese Chance nur hochschätzen und den Glanz und die Wärme von Dafa an die Menschen in meinem Umfeld weitergeben. Wenn man nur ein wenig nachlässt, nutzen die alten Mächte dies aus, um Schwierigkeiten zu erzeugen.

Süchtig nach Fernsehen

Schon von klein auf sah ich mir gerne Fernsehsendungen an. Sobald mich ein Film in seinen Bann gezogen hatte, vergaß ich zu essen und zu schlafen. Obwohl mir klar war, dass dies eine totale Zeitverschwendung war, konnte ich nicht damit aufhören. Die Fernsehsucht kann mit Alkoholismus verglichen werden. Die Alten Mächte lachten mich aus, wenn sie mich in das Drama versunken sahen.

Um Zeit zu sparen, sah ich mir später nur noch die Serienzusammenfassungen an. Danach wurde mir klar, dass diese Fernsehdramen viele schlechte Faktoren enthielten. Deshalb hörte ich auf, sie anzusehen, und sah mir stattdessen die Sendungen von New Tang Dynasty an. Wenn ich mich darauf besann, dass ich eine Dafa-Praktizierende war, konnte ich der Versuchung widerstehen.

Wenn jemand Fernsehsendungen erwähnte, schaute ich höflicherweise etwas davon an. Oft war ich von einem bestimmten Charakter oder einer bestimmten Szene angezogen. Das beunruhigte mich sehr. Als ich aufrichtige Gedanken aussendete, schaute ich nach innen und stellte fest, dass mich die Charaktere in den TV-Serien faszinierten. Es schien, als sehnte ich mich immer noch nach dem Leben und den Vorstellungen der gewöhnlichen Menschen. Plötzlich erkannte ich, dass ich meine Kultivierung nicht ernst nahm. Nachdem ich diese Anhaftung erkannt hatte, sendete ich aufrichtige Gedanken aus und entsorgte alle Videos.

An Gefühlen hängen

Als ich in der Mittelstufe mit meinen Mitschülern zusammenarbeitete, wurde mir klar, dass mir Beziehungen sehr viel bedeuteten. In diese Gefühle eingetaucht zu sein, war körperlich und geistig anstrengend. Nachdem ich diese Anhaftung erkannt hatte, lehnte ich sie ab und rezitierte den Satz: „Ich möchte nur Barmherzigkeit in meinem Herzen. Ich weiß, dass Qing (Gefühle) aus Egoismus entsteht. Wenn ich nur Barmherzigkeit habe, kann ich die Menschen besser behandeln.“

Langsam verblasste mein Hang zur Sentimentalität. Als ich jedoch an der Universität studierte, las ich einen Roman von einem Falun-Dafa-Praktizierenden. Darin kam ein Mädchen vor, das sich zu kultivieren begann, weil sich ihr Freund kultivierte, und sie praktizierten fleißig zusammen. Ich träumte von einer solchen Beziehung.

Nachdem ich einem Jungen die wahren Umstände erklärt hatte und er mir zeigte, dass er verstand und bereit war, mehr zu verstehen, wuchs mein Verlangen und ich fing an, mit ihm auszugehen. Etwas fühlte sich jedoch nicht richtig an, da er immer auf sich selbst bezogen war. Am Ende sprach er sogar respektlos über den Meister und das Dafa. Mir wurde klar, dass ich einen großen Fehler gemacht hatte! Deshalb gab ich ihm zu verstehen, dass wir nur Freunde bleiben könnten.

Diese Beziehung lehrte mich, dass das, was der Meister für mich arrangiert hat, das Beste für meine Kultivierung ist. Um meine Xinxing zu erhöhen musste ich mich fleißig kultivieren und weiter nach innen schauen.

Dem Maßstab einer Praktizierenden genügen

Wir sollten Menschen gegenüber, die sich nicht gut verhalten haben, nicht voreingenommen sein, sie nicht aufgeben und nicht auf sie herabsehen. Als ich auf Menschen traf, von denen andere nicht gut sprachen, machte ich mir Sorgen, ob es schwieriger wäre, diesen Menschen die wahren Umstände zu erklären. Diese Person hat die Möglichkeit, die wahren Umstände zu verstehen, und doch könnte sie durch diese Gedanken behindert werden. Darüber hinaus können diese negativen Gedanken auch dazu führen, dass andere sich schlecht fühlen.

Als ich an der Universität war, stammten fast alle meine Studienfreunde aus gehobenen familiären Verhältnissen. Sie waren gut in ihrem Studium und konnten sich in der sozialen Gesellschaft gut bewegen. Deshalb fühlte ich mich ihnen manchmal unterlegen.

Einmal hatte ich mich für einen Wettbewerb angemeldet. Zu meiner Überraschung hatte ich es bis ins Finale geschafft. Unter den Endkandidaten war ich die einzige, die aus der Mittelklasse kam. Die starken und hervorragenden Leistungen der anderen Studenten während der Prüfung verstärkten zudem mein Minderwertigkeitsgefühl. In der Pause konnte ich mich erst nach anhaltendem Rezitieren einiger Gedichte aus dem Band Hong Yin beruhigen. Am Ende gewann ich den Wettbewerb.

Ich hatte das Gefühl, dass meine Leistung nicht besser war als die der anderen Teilnehmer. Warum hatte ich gewonnen? Im ersten Moment erinnerte ich mich an die Worte des Meisters im Zhuan Falun über die Person im Büro, die nicht über viele Fähigkeiten verfügte, aber letztendlich der Manager der fähigeren Personen wurde. War es deshalb so gekommen, weil die anderen Teilnehmer diesen Wettbewerb nicht gewinnen sollten?

Während ich weiter nachdachte, erinnerte ich mich an den Vortrag des Meisters:

„Die Dafa-Jünger leben mit den gewöhnlichen Menschen in der nebligen Gesellschaft zusammen. Es kann sehr leicht passieren, dass man in den Gedanken, zumindest in einem Bereich, mit der Strömung schwimmt. Wenn du dich selbst beim Tun nicht am Dafa messen könntest, wenn du nicht mit aufrichtigen Gedanken über Probleme nachdenken und es bei Problemen nicht aus dem Blickwinkel des Fa betrachten könntest, dann wärst du ein gewöhnlicher Mensch. Es gäbe keinen Unterschied.“ (Li Hongzhi, Was ist ein Dafa-Jünger, Fa-Erklärung in New York 2011,29.08.2011)

„Wenn du dich nicht von aufrichtigen Gedanken leiten lassen könntest, wenn du dich selbst, die Welt und die anderen nicht mit dem Maßstab eines Kultivierenden wie einen Dafa-Jünger betrachten könntest, dann wärst du einem gewöhnlichen Menschen gleich.“ (ebenda)

Da wurde mir klar, dass ich die Maßstäbe der gewöhnlichen Menschen benutzt hatte, um mich mit ihnen zu vergleichen! Ich hatte vergessen, mich als Dafa-Praktizierende zu betrachten.

Aufgrund eines Terminproblems gab ich den Preis für den Wettbewerb, der ein Praktikum bei einer bekannten Firma war, einer anderen Person. Ich wusste, dass meine Leistung während dieses Wettbewerbs nicht ausgereicht hatte. Also war es nur eine Gelegenheit, mit der mich der Meister erleuchtete.

Obwohl ich mich nicht sehr gut kultiviert habe und es anscheinend in meinem Bericht nicht viel zu sagen gab, habe ich nicht aufgegeben und der Meister hat sich ständig um mich gekümmert und mich geführt. Die Mitpraktizierenden haben mich auch immer wieder ermutigt.

Wenn du ein Praktizierender bist wie ich, der sich auf einem holprigen Kultivierungsweg befindet: Gib bitte nicht auf und verzeihe dir selbst, anstatt dir die Schuld zu geben, denn das ist genau das, was die alten Mächte wollen. Wir müssen uns stets bewusst sein, dass der Meister uns mehr schätzt als wir uns selbst.

 


[1] Minghui Weekly ist ein regelmäßig erscheinendes Magazin mit ausgewählten Erfahrungsberichten von Praktizierenden

[2] Die „drei Dinge”: 1) Die Lehren von Falun Dafa lernen, 2) aufrichtige Gedanken aussenden und 3) den Menschen auf der Welt die wahren Umstände über Falun Dafa und die Verfolgung erklären

 

Englische Version

Chinesische Version

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