85-jähriger Witwer zusammengeschlagen, jetzt auf sich selbst gestellt – Töchter und Enkel inhaftiert

„Meine beiden Töchter und mein einziger Enkel sind verhaftet worden. Das schmerzt so sehr, als würde mich jemand erstechen“, schluchzte ein 85-jähriger Mann. „Ich bin zu alt, um mich selbst zu versorgen. Wenn mir meine einzigen beiden Kinder weggenommen werden, wie soll ich dann überleben? Warum schadet die Polizei unschuldigen Menschen auf diese Weise? Sie haben sogar meine Ersparnisse beschlagnahmt. Ich will meine Töchter und meinen Enkel zurück!“

Herr Lin Tong aus der Stadt Maoming, Provinz Guangdong weint viel und kann seit einigen Tagen nichts mehr essen. Seine Töchter und sein Enkel sind Ende August 2018, kurz vor seinem Geburtstag, verhaftet worden. Als er versuchte, die Polizisten davon abzuhalten, schlugen sie ihn zusammen. Später fand die Polizei seine Renteneinlagen und beschlagnahmte sie.

Herrn Lins Angehörige wurden zur Zielscheibe der Behörden, weil sie sich weigerten, Falun Dafa aufzugeben. Sie waren jedoch nicht die einzigen Opfer der Verfolgung in der Familie. Herrn Lins Frau starb, weil sie durch die wiederholten Verhaftungen ihrer Töchter traumatisiert wurde.

Verhaftungen

Am 29. August brachen über 20 Beamte in Herrn Lins Haus ein und stellten alles auf den Kopf, ohne einen Durchsuchungsbefehl vorzulegen. Sie beschlagnahmten zwei Computer, sechs Drucker, Bücher und Materialien über Falun Dafa und 20.000 Yuan (ca. 2.500 Euro) in bar. Außerdem verhafteten sie Lins Tochter, Lin Yanmei, und ihren Neffen, Wu Chaoqi, die gerade zu Besuch waren.

Als Herr Lin versuchte, die Polizisten aufzuhalten, packten die Beamten seine Arme so grob, dass sie seine Haut aufrissen, die dann zu bluten begann. Lu Shanghui, der Leiter der Staatssicherheit des Bezirks Dianbai, trat die Tür zu Lins Zimmer auf und nahm das ganze Geld mit, das er darin fand.

Lin Yanmeis ältere Schwester und Wus Mutter, Lin Lizhen, wurden zwei Tage später, am 31. August, verhaftet. Sie waren gerade bei ihrem Vater und feierten seinen Geburtstag mit ihm.

Ihr Anwalt besuchte sie am 4. September und erfuhr, dass die Verhaftung von der Polizei des neuen Bezirks Binhai angeordnet worden war. Sie, ihre Schwester und ihr Neffe werden immer noch im ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Maoming festgehalten.

Wiederholte Inhaftierungen vor der letzten Festnahme

Die beiden Schwestern waren in der Vergangenheit wiederholt verhaftet worden, weil sie sich weigerten, auf ihren Glauben zu verzichten.

Die jüngere Schwester, Lin Yanmei, wurde erstmals am 27. November 2004 verhaftet. Jemand meldete sie der Polizei, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Zehn Tage später ließ man sie frei, nur um sie einen Monat später erneut zu inhaftieren. Man brachte sie ins Frauenzwangsarbeitslager Sanshui. Dort zwang man sie, ohne Bezahlung zu arbeiten, und ließ sie nur zwei Stunden in der Nacht schlafen. Die Wärter schlugen sie und verabreichten ihr gewaltsam unbekannte Drogen. Mit allen Mitteln wollte man sie zwingen, ihren Glauben aufzugeben. In kurzer Zeit verlor sie über 20 Pfund. Auch einige Jahre nach ihrer Entlassung litt sie weiterhin unter Kopfschmerzen, Schwindel und Gedächtnisverlust.

Die ältere Schwester, Lin Lizhen, 57, schreibt Falun Dafa die Heilung ihrer Schlaflosigkeit, Migräne, Magen- und Ohrenprobleme zu. Obwohl ihr Wunsch nur war, gesund zu werden, brachte sie das mehrmals in Polizeigewahrsam. Ihrer letzten Verhaftung gingen sechs Festnahmen voraus.

Die erste Inhaftierung erfolgte im Juli 2000, als ihr ehemaliger Arbeitgeber einer Lederfabrik und die örtliche Polizei sie einen Monat lang in einer verlassenen Fabrik festhielten. Im Dezember 2000 wurde sie erneut verhaftet und ins zweite Gefängnis des Bezirks Dianbai gebracht. Ein stellvertretender Direktor mit dem Namen Liu befahl den Wärtern, sie mit einer hochkonzentrierten Kochsalzlösung zu füttern. Er drohte, sie und andere Praktizierende in die Zellen der männlichen Häftlinge bringen zu lassen.

Lins dritte Inhaftierung erfolgte in der Gehirnwäsche-Einrichtung Hexi, gefolgt von der Gehirnwäsche-Einrichtung Hedong, mit einer Gesamtzeit von fast einem Jahr. Ihre vierte Haft, ebenfalls etwa ein Jahr, verbrachte sie in der Gehirnwäsche-Einrichtung Maoming. Wen Ruxiong, der Direktor der Einrichtung, befahl den Wärtern, sie drei Tage lang jeweils acht Stunden lang so aufzuhängen, dass die Füße nicht den Boden berührten. 

Bei der fünften Verhaftung hielt man Lin eine Woche lang im ersten Untersuchungsgefängnis Dianbai fest.

Die sechste Verhaftung erfolgte am 19. August 2017. Damals zeigte sie jemand bei der Polizei an, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Vier Polizisten verhörten sie und schlugen sie. Einer von ihnen, ein Zivilbeamter, schlug ihr auf den Kopf und beschimpfte sie. Die Beamten packten ihre Hand und drückten gewaltsam ihren Fingerabdruck auf ein Dokument.

Ihr Sohn, ihre jüngere Schwester und ihr Vater kamen zur Polizeiwache Huangling, weil sie sich um sie kümmern wollten. Aber die Polizei vertrieb sie und verletzte dabei den Arm ihres Vaters.

Die drei waren bereits hinausgegangen, als der Leiter Feng Yanqiang fünf Beamte beauftragte, ihnen zu folgen und Lins Sohn zu ergreifen. Sie schlugen den jungen Mann so hart auf den Boden, dass sein Kopf anschwoll und seine Nase blutete. Danach verprügelten sie ihn.

Die Familienmitglieder gingen zur örtlichen Beschwerdestelle und Polizeiaufsicht und reichten eine Beschwerde ein, erhielten aber nie eine Antwort.

Für die Verfolgung verantwortlich:

Lu Shanghui, Leiter, Staatssicherheit des Bezirks Dianbai: +86-13902511787

Wu Xiaojun, Direktor des ersten Untersuchungsgefängnisses der Stadt Maomin: +86-668-2728309

 

Chinesische Version

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