„Das war ziemlich emotional“ – Dokumentarfilm bewegt Norweger

Falun Gong war zum 5. Mal in Folge in Arendal präsent. Arendalsuka ist eine jährliche internationale Veranstaltungsreihe, in der sich Akteure aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu Informationsaustausch und Debatte treffen. Die Falun-Gong-Praktizierenden informierten die Menschen über die Verfolgung von Falun Gong, über den Organtourismus in China – der von internationalen Ermittlern (Video auf englisch) als neue Form des Bösen bezeichnet wird – und zeigten „Medical Genocide“ („Der medizinischer Genozid“, Anm. d. Red.), eine Dokumentation über illegale kommerzielle Ausbeutung und Handel mit Organen.

Laut anerkannten Ermittlern, dem internationalen Menschenrechtsanwalt David Matas, dem ehemaligen Parlamentsabgeordneten und Staatssekretär für Asien und den Südpazifik, David Kilgour, und dem investigativen Journalisten Ethan Gutmann, werden lebenden Menschen in zehntausenden Transplantationen die Organe entnommen. Die sogenannten „Spender“ sind hauptsächlich Gefangene aus Gewissensgründen. Am meisten sind Falun-Gong-Praktizierende davon betroffen, aber auch Uiguren, Tibeter und Christen werden ihrer Organe beraubt.

Es gab viele bewegende Momente bei dem Informationsstand, als die Menschen erkannten, dass Gefangene, die wegen ihrer Überzeugung oder Religion inhaftiert sind, für ihre Organe getötet werden.

Viele Menschen hatten noch nie zuvor vom Organtourismus gehört und waren schockiert. „Ist das wahr? Was können wir tun?“ Die meisten unterschrieben eine Petition und forderten die Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Verfolgung und die erzwungene Organentnahme zu beenden.

Ein 16-jähriges Mädchen war so erfreut, als sie den Stand der Praktizierenden mit dem Banner „Beendet die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden in China“ sah. Sie hatte viel über die Verfolgung und den Organtourismus in China gelesen, mit einem Praktizierenden gesprochen und Informationen und Tipps zu bestimmten Internet-Seiten erhalten. Sie schrieb einen Zeitungsartikel über das Thema. Dadurch haben ihre Freunde ebenfalls viel davon mitbekommen. Einer sagte: „Ich weiß so einiges darüber, weil sie uns so viel erzählt hat.“

In Arendal gab es viele Jugendliche. Die Schüler wurden mit verschiedenen Aufgaben durch die Stadt geschickt. Viele kamen vorbei und fragten höflich, warum und zu welchem Zweck Falun Gong in Arendal anwesend war. Sie hörten aufmerksam zu, als sie Informationen über die Gefangenen, die ihrem Glauben treu blieben, bekamen.

Zwei Schüler fanden die Verfolgung von Falun Gong so außergewöhnlich, dass sie ihren Schulaufsatz auf der Grundlage der grausamen Informationen schreiben wollten, die sie am Stand erhalten hatten.

Zu den beiden Vorführungen des Dokumentarfilms „Medical Genocide“ („Der medizinischer Genozid“, Anm. d. Red.) kamen viele Menschen ins Kino nach Arendal. Eine Dame kam aus der ersten Vorführung heraus und sagte: „Ich bin schockiert! Haben Sie weitere Informationsbroschüren? Ich muss unbedingt meine Freunde und Familie informieren.“ Andere waren ernst und äußerten ein leises „Danke!“, „Das war ziemlich emotional“ oder „Danke, dass ihr mich das wissen lasst“.

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