Frauengefängnis Liaoning: Wurden akustische Waffen als Foltermethode eingesetzt? (Illustrationen)

Dicht verschlossene Riesentüren und elektrische Zäune über hohen Mauern, das ist das Frauengefängnis Liaoning in Nordchina. Es ist seit langem als Ort der Folter von Falun-Dafa-Praktizierenden [1] bekannt.

Das Gefängnis hat 13 Abteilungen, die jeweils in zehn Gruppen aufgeteilt sind. Zu jeder Gruppe gehören mindestens 50 Häftlinge, darunter auch Falun-Dafa-Praktizierende. Das Gefängnis befiehlt oft Schwerverbrechern, Praktizierende zu misshandeln. Im Gegenzug dafür erhalten sie Haftzeitverkürzungen oder finanzielle Belohnungen.

Um die Willenskraft der Falun-Dafa-Praktizierenden zu schwächen und sie schließlich dazu zu bringen, ihren Glauben aufzugeben, setzt das Gefängnis körperliche Folter und Zwangsarbeit ein. Die Praktizierenden werden nicht nur regelmäßig misshandelt, sondern müssen auch über lange Zeit für sehr wenig oder gar keinen Lohn arbeiten.

Wenn alles andere den Glauben der Praktizierenden nicht erschüttert, greift das Gefängnis zum Einsatz von Ultraschallwaffen, so die Vermutung von Insassen.

Eines Tages war Chen Fenghua bei der Arbeit, als sie plötzlich unerträgliche Kopfschmerzen hatte und bald darauf unter Hörverlust, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen litt. Sie vermutet, dass sie von einem Schallgerät angegriffen wurde – einer Waffe, die Geräusche benutzt, um zu desorientieren, jemanden handlungsunfähig zu machen oder gar umzubringen.

Plötzlich auftretende Symptome bei der Praktizierenden lassen Schlimmes erahnen

Chen Fenghua, eine 54-jährige Einwohnerin der Stadt Anshan, wurde seit dem 24. April 2014 von der Polizei gesucht. Am 31. Juli verhaftete die Polizei sie und brachte sie am 1. August ins Untersuchungsgefängnis Zaohua in Shenyang.

Am 31. März 2015 fand am Bezirksgericht Tiexi eine Gerichtsverhandlung gegen sie statt. Das Urteil lautete: vier Jahre Haft.

Chen wurde im November 2015 in das Frauengefängnis Liaoning gebracht und in die Gruppe 10 eingeteilt, wo sie ein Jahr lang „umerzogen“ werden sollte.

Während der ersten vier Monate wurde Chen von Insassen geschlagen, mit kaltem Wasser bespritzt und musste lange in eiskaltem Wasser stehen. Sie wurde heftig verprügelt, während sie gezwungen wurde, zwölf Stunden lang vor einer Wand zu stehen. Sie musste auch jeden Tag drei Stunden lang bewegungslos auf einer kleinen Bank sitzen.

Nach einer langen Zeit der Misshandlungen hatte sie Schmerzen im Rücken und in den Beinen. Sie konnte sich nicht beugen, um den Boden zu berühren oder sich nach der Benutzung der Toilette abzuputzen. Ihr Bauch schwoll so stark an, dass ihr sogar die übergroßen Gefängnisuniformen nicht mehr passten.

Nach vier Monaten der harten Folter wollte Chen immer noch nicht auf ihren Glauben verzichten. Die Gefängniswärter zwangen sie dann jeden Tag 15 Stunden lang bewegungslos auf einem Ziegel zu hocken. Sie brachten Insassen dazu, sie zu schlagen, während sie hockte. Die Folter machte ihre Arme und Beine taub. Sie konnte nur langsam in kleinen Schritten zu ihrer Zelle zurückgehen. Einmal musste sie im Rollstuhl in die Zelle zurückgebracht werden.

Gegen Ende 2016 klagte Chen plötzlich über starke Kopfschmerzen in der Werkstatt, als ob ein Blutgefäß geplatzt wäre. Der Schmerz dauerte die ganze Nacht, und am nächsten Morgen hatte sie ihr Gedächtnis völlig verloren.

Sie konnte weder Menschen noch Gegenstände erkennen. Andere Symptome folgten jedes Mal, wenn dieser Kopfschmerz auftauchte: niedriger Blutdruck, schlechte Herzfunktion, Übelkeit und Müdigkeit. Während die Ursache unbekannt ist, wird vermutet, dass sie einer Art Überschallwelle ausgesetzt gewesen sein könnte, die das zentrale Nervensystem zerstören kann.

Chen fühlt sich nach ihrer Entlassung in diesem Jahr immer noch müde und desorientiert. Chen hat überlebt, aber 36 andere Praktizierende sind im Gefängnis an Folter gestorben.

Weitere Formen der Folter

Die brutalen Misshandlungen von Praktizierenden sind im Gefängnis allgegenwärtig, und die Folter auf Station 1 ist nur die Spitze des Eisbergs. Neben der Langzeit-Zwangsarbeit haben die Praktizierenden andere Folterungen ertragen, weil sie sich nicht „umerziehen“ ließen.

Jeder Praktizierende, der der Abteilung 1 zugeordnet ist, wird zuerst zur Gruppe 10 geschickt, die für ihre Gehirnwäschetechniken und die Fähigkeit, Praktizierende zum Verzicht auf ihren Glauben zu zwingen, bekannt ist. Sie werden bedroht, geschlagen und ihre Füße werden in Eiswasser eingefroren, weil sie sich weigern, sich „umerziehen“ zu lassen.

Wie unten dargestellt, umfasst die Folter Schlagen, Sitzen auf einer kleinen Bank, Zwangsernährung, frieren lassen, das Übergießen mit kaltem Wasser, Elektroschocks, Schlafentzug, Stechen mit Nadeln, Isolation und die Vergiftung mit unbekannten Medikamenten.

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Folterzeichnung: Übergießen mit kaltem Wasser

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Folterzeichnung: Sitzen auf einem kleinen Hocker


Im Jahr 2016 führte das Gefängnis DNA-Untersuchungen an jeder Falun-Gong-Praktizierenden durch und gab die Ergebnisse in eine Datenbank ein, von der angenommen wird, dass sie Quellen für die Organentnahme liefern.

Hochleistungs-Zwangsarbeit

Das Frauengefängnis Liaoning ist ein Produktionszentrum zur Herstellung von Uniformen für Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, des Justizministeriums und des Eisenbahnbüros. Außerdem stellt es Markenbekleidung für den Export nach Japan, in die Vereinigten Staaten und in europäische Länder her.

Um den Gewinn zu maximieren, nimmt das Gefängnis mehr Aufträge von externen Firmen an, als es bewältigen kann. Die Abteilungen 1 und 7 übernahmen die Führung in der Produktion.

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Zeichnung: Zwangsarbeit; hier werden Uniformen hergestellt.


Die Gefangenen sind gezwungen, täglich von 7:00 bis 20:00 Uhr zu arbeiten. Sie essen abwechselnd bei den Werkzeugmaschinen. Sie sind gezwungen, am Sonntag, dem arbeitsfreien Tag, Überstunden zu leisten und werden symbolisch mit 10 Yuan pro Monat entlohnt.

Die Gefangenen beschreiben sprichwörtlich, wie sie behandelt werden: „Früher aufwachen als ein Hahn, später ins Bett gehen als ein Hund, härter arbeiten als ein Maultier und schlechter essen als ein Schwein.“

Nachwort

Alle Gefangenen, besonders die Falun-Gong-Praktizierenden, die das Frauengefängnis von Liaoning überlebt haben, erleben sofort einen Albtraum, wenn sie über ihre qualvollen Erfahrungen befragt werden.

Während Minghui.org seit mehr als zehn Jahren über die Verbrechen des Frauengefängnisses Liaoning an Falun-Gong-Praktizierenden berichtet, geht die Folter immer noch weiter.

Viele Praktizierende in China und auf der ganzen Welt haben sich über verschiedene Kanäle an die Aufseher dieses Gefängnisses gewandt. Sie haben auch deren kriminelle Handlungen dem Gefängnisverwaltungsbüro und dem Justizministerium von Liaoning gemeldet und diese Behörden aufgefordert, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Verantwortliche im Frauengefängnis Liaoning:

Jia Fujun: Direktor/in, Frauengefängnis Liaoning, +086-15698808121

Wu Yan: Leiter/in, Abteilung Gefängnisverwaltung, +086-024-31236020

Shi Jing: Leiter/in, Abteilung Bildung, +086-024-89296863

Li Aidong: Parteisekretär/in, Kommission für Disziplinarinspektion, +086-15698805353

Wang Zhi: Leiter/in, Büro 610, +086-15698800291.

[1] Falun Gong ist ein buddhistischer Kultivierungsweg, den Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt hat. Er verbreitete sich rasant und viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praxis – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral erhöhen und ihre Gesundheit verbessern. In China wird er jedoch seit 1999 durch das kommunistische Regime verfolgt. Viele Praktizierende wurden festgenommen, inhaftiert und sogar für ihre Organe getötet, weil sie sich weigern, auf ihren Glauben zu verzichten.

Chinesische Version

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